Halbzargen im Honigraum

  • Hallo zusammen,
     
    ich imkere seit Juni 2007 und dies mit zwei Ablegern. Carnica in Segeberger Beuten, Deutsch Normalmaß.
    Ich mussste die Beuten nach dem Auffüttern etwas umsetzen, und mir ging auf, dass ich unmöglich mit vollen Honigräumen allein hantieren kann.
    Hat jemend von Euch Erfahrungen mit Halbzargen als Honigraum???
     
    Da ich mir noch Zargen zulegen muss, wäre ich über Erfahrungen dankbar.
     
    Gruß
    Lulu

  • Moin!


    Das funktioniert eigentlich ganz gut, grad bei den Segebergern gibts in letzter Zeit ja auch reichlich neue Maße (anderhalb DN für den Brutraum, Dreiviertel DN für den HR usw.).


    Ein - je nach Betriebsweise - vielleicht nicht unwesentlicher Nachteil ist dabei allerdings, dass Du in halbe Honigräume nur auf nichthandlebaren Umwegen Brutwaben hoch hängen kannst, was doch stören kann. Und die Waben für die halben DN sind zudem meist Dickwaben, d.h. breiter.


    Bevor Du Dir zuviel neues Material kaufst, versuch es doch mal mit ganzen Zargen; beim Umsetzen von Völkern kommt neben dem Gewicht ja auch noch ein die Sperrigkeit der Beute erschwerend hinzu, da ist eine volle Zarge weniger wild.


    Viel Erfolg!


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Lulu,
    durch Halbzargen wird die Sache nicht wesentlich einfacher, bei DN/2 hast du beinahe mehr Holz als Honig in der Hand.
    Nimm eine Sackkarre, zur Sicherheit Spanngurt um das Volk, damit kann es rückenschonend versetzt werden. Wenn sich das Volk wieder eingeflogen hat, sollte der Ortswechsel in kleinen Schritten vorgenommen werden.


    Gruß
    Simon

  • Hallo Wentorfer, hallo Bumblbee,


    ich miente, mir íst beim Umsetzen der Zargen aufgefallen, wie schwer die sind ! Da ich ja hoffentlich in diesem Jahr den ersten Honig ernten kann, und alleine klar kommen muss habe ich diese Überlegung angestellt. Ich bin nur 1,65 groß dass kommt noch dazu. Die volle Zarge war schon zu zweit ordentlich schwer!


    Das mir dem Holz im -Verhältnis gesehen- gibt mir allerdings zu denken.


  • Das mir dem Holz im -Verhältnis gesehen- gibt mir allerdings zu denken.


    Ich finde den Aufwand für die Halbzargen ganz beträchtlich. Bei zierlichen Personen allerdings - hm? In diesem Fall würde ich mir auf jeden Fall einen optimierten Abtransport vom Bienenstand einrichten. So ein Bienenvolk kann ganz schön schwer werden, egal welches Rähmchen das Gewicht aufteilt, 100+ kg wiegt ein gutes Volk.


    Gruß
    Simon

  • Tja Simon,


    dann muss ich mir das nochmal reiflich überlegen. Biem Wandern hätte ich schon Hilfe, aber eben beim Bearbeiten und der - sollte sie denn kommen- der Honigernte eben nicht.


    Da fällt mir noch ein, weißt Du wieviel ein Volk wiegen muss damit ich weiß, dass noch genug Futter vorhanden ist.


    Ich habe Kunststoffmagazine mit Holzboden. Ich überwintere zweizargig mit Kletterzarge.


    Ich hatte bis zu einem Gesamtgewicht von 42 KG aufgefüttert.


    Gruß und Danke
    Lulu

  • Hallo, Lulu,
    du arbeitest mit Segeberger Beuten und suchst eine Lösung für dein Trans-
    portproblem.
    Nimm für den Honigraum 2/3 Maß, ist nicht so schwer. Wenn viel Tracht ist,
    kannst du ohne weiteres einen zweiten Honigraum daruntersetzen.
    Wenn du irgendwann erweitern willst, gib dem Brutraum 4/3 Maß und laß
    ihn in Ruhe. Das kommt dem Bien am nächsten.
    Gruß udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Zusammen,
    äh...
    ...beim Honigraum abnehmen habe ich doch nicht das gesamte Beutengewicht zu wuchten, sondern doch nur die 30+X kg der Honigraumzarge.
    Bei einer Halbzarge (habe keine) nur (geschätzte) 20+X kg.
    Außerdem gilt Bruder Adams Satz immer noch, das ein Imker der seine Beute alleine tragen kann nichts taugt.
    Ok. es gibt Hilfsmittel, aber das Prinzip dieser Aussage ist klar.
    Lulu, erleichtern kann man sich den Transport deer Waben auch mit leichten Transportkästen, z.B. aus dünnen Sperrholz.
    Aber das weicht vom Prinzip der Magazinimkerei ab, nach der die Zargen gleichzeitig auch Transport- und Lagerbehältnis sein sollen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Na dann wirds reichen.
    Vielen Dank für die Mühe!


    Ich wusste gar nicht, dass es da Experten gibt ;-))


    In meinem Imkerverein war man auch verwundert, dass ein jungster sowas macht. Habe ich bei Schundau gelesen und es war mir irgendwie Einleuchtend und Sympathisch.
    Gruß
    Lulu

  • Hallo Lothar,
    ja da sind mir 20+X KG, die ich wuchten muss aber allemal leiber als 30. Von Bruder Adam habe ich schon viel gehört aber nochnichts gelesen. Lieder bin ich nicht im Kloster, sondern in der Woche auf mich gestellt und muß alleine klar kommen.
    Das ist wieder ein Punkt für das ganze Holz.


    Gruß Lulu

  • Hallo Udo,


    wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich auch komplett mit 2/3 Zargen arbeiten, und der Brutraum wäre nicht zu klein?


    Gruß Lulu

  • Hallo Lulu!


    Mit ging´s genauso wie Dir, habe auch erst letzten Sommer angefangen und habe mich nach reiflicher Überlegung für Halbzargen im Honigraum entschieden.
    Als ich die vielen Maße für die Segeberger gesehen habe, war ich auch erst am Staunen und dachte schon über sehr große Zargen für den Brutraum nach.:roll:
    Im Endeffekt habe ich mich aber für die Halbzargen entschieden, weil ich aus denen jedes andere Maß zusammenstellen kann.
    Wenn das mit den kleineren Zargen nicht hinhaut, kann man auch zwei halbe übereinander stellen und dann einzargige Rähmchen reinhängen. Auch 1 1/2 Zargen sind so problemlos möglich.


    Der einzige wirkliche Nachteil den ich sehe, ist der höhere Anschaffungspreis.
    Ob die Konstruktion zum Wandern zu instabil ist, weiß ich nicht, da wir nicht wandern und das auch für uns nicht in Betracht kommt.


    Unser Imkervater war natürlich anfangs ziemlich skeptisch, aber nachdem wir ihm mal gezeigt haben, was möglich ist, fand er es auch praktisch.


    Viele Grüße aus der Südheide!

  • Hallo, Lulu,


    deine Frage hat Castanea richtig und gut beantwortet.
    Ich meinte 2/3 Honigraum und 4/3 Brutraum = 6/3 Beute.
    2/3 als Brutraum ist zu klein.
    Liebe Grüße Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo