Vitalität des Biens fördern-Chancen nutzen

  • Sind heutige Bienen nicht mehr widerstandsfähig genug?
    Nutzen wir alle Möglichkeiten und gibt es logische Weiterentwicklungen?
     
    Diese Fragen tauchen immer öfter auf, je mehr wir mit dem Bienensterben
    konfrontiert werden.
    Die Varroa schwächt nicht nur die Bienen, sondern bringt auch andere Krank-
    heiten mit. Auch die absolut notwendigen Säurebehandlungen verlangen dem
    Bien viel ab.
    Um ausgeglichene Bienenvölker und einen vitalen Bien-Organismus zu haben,
    muß auch die eigene Einstellung überdacht werden.
    Bienenhalten soll Freude machen; und neben dem wirtschaftlichen Ertrag
    kann der "emotionale" Ertrag mit und an den Bienen, als wichtiger Punkt zur
    Lebensfreude (beider) beitragen.
    Abgesehen von der Bienenrasse-zum Glück gibt es die heimische dunkle Biene noch- gibt es die Möglichkeit, an seinem Bienenstand die widerstandsfähig-
    sten Völker zu selektieren, also nicht Königinnen nachkaufen, sondern
    den Bien selbstbestimmt die bestmöglichste Königin nachziehen zu lassen.
    Dabei ist der natürliche Vermehrungstrieb nützlich, durch Schwarmvorweg-
    nahme ist ein einfaches Mittel gegeben, durch den Instinkt des Bien ein regional angepaßtes vitales junges Bienenvolkes zu erhalten.
    So wird der Schwarmtrieb für beide Seiten positiv genutzt.
    Ein gesundes, naturbelassenes Umfeld ist für den Bien ebenso wichtig.
    Das reicht vom unbelastetem Wachs über ökolog. Farben bis hin zu unbe-
    lastetem Holz und der pflanzlichen Umgebung (Kleinklima) des Bienenstandes.
    Übrigens sind Bienen ortsfest, das Wandern ist nicht ihre Lust.
     
    Störungsfrei arbeiten: Keine Waben unnötig hin und her schieben, gar Brut-
    waben in den Honigraum--
    Dies ist erreichbar durch durch einen extra großen Brutraum, der, als besonders geschützt, wenig berührt wird, ja fast tabu ist.
    Wenn ein großer Brutraum vorhanden ist, hierbei ist Naturwabenbau vorzuziehen (Naturwabenbau=Individualität), kann der Bien auch mehr Honig
    für sich einlagern.
    Waldtracht kann man durch Fütterung überdecken. Dadurch ist aber auch
    weniger Zufüttern möglich. Eine Zugabe von 10%-20% Honig, sowie
    Kamillentee und etwas Salz bekommt dem Bien.
    Varroabehandlung ist ein Muß. Mit Perizin gehen unerwünschte Rückstände
    in Wachs und Honig. Die Gefahr einen Resistenz des Biens gegen den Wirk-
    stoff besteht.
    Besser Ameisensäure und Oxalsäure.
    Alas gute Möglichkeit avanciert der Nassenheider Verdunster, der sowohl in einer Leerzarge aufgebracht werden kann, oder in einer Leerwabe eingehängt wird. Er ist mittels Dochtgrößen regulierbar, gibt die verdampfte Säure kontinuierlich ab und hat sich als Langzeitverdunster bewährt.
     
    Das sind meine Gedanken, Möglichkeiten, Chancen und Taten,
    die Vitalität des BIENs zu fördern.
    Gruß udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Moien, Simon,
    natürlich haben Bienen Flügel und können einen großen Radius abfliegen.
    Aber mit ortsfest meinte ich etwas anderes, eben das der Bien nach seiner
    Natur einen festen Standort bevorzugt. Das Wandern liegt ihm nur in der
    Schwarmzeit, um einen entfernt liegenden Ort zur Neugründung des jungen
    Volkes zu finden.
    Daß mit Bienen "gewandert" wird, ist mir klar, entspricht aber nicht dem
    Verhalten des Biens. Kann Stress bedeuten, hinsichtlich des Themas,
    Vitalität des BIENs.
    Hier scheiden sich Ökonomie und Ökologie.


    Gruß Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Übrigens sind Bienen ortsfest, das Wandern ist nicht ihre Lust.

    Wer sagt denn sowas? Sogar ihre Fortpflanzung besteht aus Zurücklassen und Weiterziehen ...


    Wandern ist in diesen trachtlosen Zeiten die einzige Chance den Bienen Tracht und damit Lebensenergie zu bieten. Nimm' Dir mal einen Tautz zur Hand oder lege mal dessen CDs ein ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Henry,
    Zurücklassen und Fortziehen habe ich doch eben beantwortet.
    Der Schwarm geht ab und sucht sich ein neues Zuhause in respektvoller Entfernung.


    Es geht nicht darum, den Imkern, die mit "Bienen wandern" dasselbst abzusprechen.


    Es geht um die Möglichkeiten, die Vitalität des BIENs zu fördern.


    Gruß udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo


  • Daß mit Bienen "gewandert" wird, ist mir klar, entspricht aber nicht dem
    Verhalten des Biens. Kann Stress bedeuten, hinsichtlich des Themas,
    Vitalität des BIENs.
    Hier scheiden sich Ökonomie und Ökologie.


    Welch ein riesen Unsinn von einem offenbar nur Standimker, der seine Bienen vermutlich eher nicht liebt, dies darf keinesfalls unwidersprochen hingenommen werden. :roll:


    Udo, wenn ich nach erfolgter Wanderung die Fluglöcher, sagen wir in der Sonnenblume und dies ist keineswegs mehr in der Schwarmzeit, die Fluglöcher öffne, kommen garantiert nach längstens 30 Min. die ersten Pollenträgerinnen nach Hause. Diiiiiese Bienen erfreuen sich des Lebens und nicht welche die in St. Irgendwo möglicherweise notgefüttert werden müssen. Wandern bringt Vitalität und Gesundheit in die Völker.


    Der nächste Unsinn:


    Zitat

    Sind heutige Bienen nicht mehr widerstandsfähig genug?

    Unsere Bienen haben keine Tracheenmilben, auch nahezu keine Nosema oder Amöbenkrankheiten mehr, Kalkbrut ist erfreulicherweise nahezu unbekannt geworden, usw usf.


    Übrigens, mit der Bekämpfung der Varroa Milben könnte mitunter sehr bald ein Durchbruch gelingen. Was Du machst, ist von unseren Bienen und deren Betreuern schlecht zu reden, dies verdient meine ganz besondere Missachtung!

  • So eine aggressive Antwort habe ich nicht erwartet.:oops:
    Was soll ich da noch sagen?:confused:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Ich hab noch nie schlecht über Bienen geredet!!!! und auch nicht über deren Betreuer.
    Bitte, Admins, was trete ich immer los?

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • So eine aggressive Antwort habe ich nicht erwartet.:oops:
    Was soll ich da noch sagen?:confused:


    Warum aggressiv Udo, es ist lediglich die Wahrheit und meine vollste Überzeugung als Jahrzehntelanger Wanderimker, der im übrigen für seine Bienen sehr viel übrig hat und weiß von was er redet.


    Du redest immer von Bienen lieben und meinst lediglich Deine Betriebsweise, auch wir anderen, insbesonders ich, fühlen mit unsern Bienen. Bezüglich Deiner Threaderöffnung könnte ich noch sehr viel negatives hervorholen, aber der Friede in diesem Forum ist mir sehr viel wert und keinesfalls möchte ich den erhobenen Zeigefinger eines Mods zu Gesicht bekommen.

  • Du redest immer von Bienen lieben und meinst lediglich Deine Betriebsweise, auch wir anderen, insbesonders ich, fühlen mit unsern Bienen. Bezüglich Deiner Threaderöffnung könnte ich noch sehr viel negatives hervorholen, aber der Friede in diesem Forum ist mir sehr viel wert und keinesfalls möchte ich den erhobenen Zeigefinger eines Mods zu Gesicht bekommen.
    Gestern 23:01


    Amen ...


    Liebe Grüße,


    Thomas

  • Ich stümme Udo volkommen zu!
    Auch finde ich das es nichts bringt eine Reinzucht zu betreiben.
    Den werden die Bienen dardurch irgendwie widerstadsfähiger?
    Oder bringt z.B. eine reine Carnica sonst noch irgendeinen vorteil? Bringt es
    was wenn wir Bienen die sich einer Region angepast haben aus dieser heraus
    holen und sie sich volkommen neu anpassen müssen?
    (Imerhin sind wir über solche scherze zur Varroa gekommen!!!) :evil:
    Were es nicht besser wenn in jeder Region eine eigene individuel angepaste
    Biene gehalten werden würde? :-(


    PS. gegen die Wanderimkerei habe ich nichts :-D

  • Were es nicht besser wenn in jeder Region eine eigene individuel angepaste Biene gehalten werden würde? :-(


    Dann würde ich mir sofort Bienen aus kälteren Gegenden hierher holen, weil die dann in meinem milderem Klima besser zurechtkämen....
    Und genau DAS haben die Vorväter mit der Carnica als ausgesprochener Frühtrachtbiene getan.
    Eine Biene, die sonst erst in der Schneeschmelze im Mai zum Reinigungsflug kommt :cool:, muß sich doch hier mit Flugbeginn Mitte März wie im Paradies fühlen und entsprechend Leistung bringen....
    Nur adaptieren sich die Bienis per Standbegattung ziemlich zügig selbst, und nach 5 Generationen kämen diese Bienen an ihrem Ursprungsort gar nicht mehr so toll zurecht.
    Auslese des Imkers auf Früh- oder Spättracht tut ein übriges.


    Auf deutsch: wer länger als 5 Jahre ohne Wandern Bienen hält, und nicht ständig neue dazukauft, wird danach schon ziemlich lokal angepaßte Bienen haben, das geht ziemlich fix (wenn zur Begattungszeit nicht zuviele Wanderimker aus anderen und unterschiedlichen Klimata antreten (nein, ich hab nichts gegen Wanderimker, das hier ist der theoretische Idealfall)).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    vorweg von einer Reinzucht um der Reinzucht willen halte ich nicht viel.
    Wenn allerdings und ich weiß das es so ist, man Reinzucht so versteht
    gute Eigenschaften und Leistung zu vermehren, dann ist es OK.


    Wobei mir es egal ist ob jemand Carnika, Buckfast, oder oder züchtet.


    Bei Euren hochgesteckten Bienen gemäßen Zielen vergesst ihr eines:
    Die Natur selektiert nach einfacheren Regeln. Da geht es nur ums Überleben.


    Ich habe einen Stand wenn ich da Euren Wünschen folgen würde, könnte ich nach 3 Jahren nicht näher als 20 Meter an die Beuten.


    Aber macht nur wie Ihr denkt, nur bedenkt es führen viele Wege nach Rom.
    Ich brauche brave Bienen und volle Honigtöpfe.


    Gruß Uwe