Hilfe - Keine Bienen

  • Hallo und Frohes neues Jahr...
     
     
    heut Mittag war ich bei meinen 8 Völkern...
    habe mal von aussen gehorcht und bei einem Volk waren keinerlei Geräusche zu hören...
    Habe es daraufhin aufgemacht und siehe da es war wirklich leer... nix mehr drin... aber alles VOLLE Futterwaben... komisch!
    Könnt ihr mir sagen was geschehen ist?
    Ein Imkerkollege meint Varroa Reinvasion... ich soll sofort nochmal mit Perizin behandeln...
    Aber bei den Temperaturen die Beuten öffnen??? Was meint ihr... ?
     
    Ich bin Jungimker und das ist mein erster Winter...
     
    LG
    Daniel

  • Na aj,


    die leere Kiste brauchst Du nicht mehr behandeln. Das hat sich erledigt.
    Wann haste denn die anderen 7 behandelt?
    Wenn vor dem ersten Frost, dann solltest schleunigst behandeln, die Temperatur ist zweitrangig.
    Wenn Du aber bereits winterbehandelt hast, dann werden es die anderen schon schaffen, dann schenke Dir deine Arbeit und den Bienen den Stress.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael...
     
    ja das mit der leeren Kiste ist klar... :wink: die hab ich schon abgeräumt...
     
    Ich habe NUR Ende August 2mal mit Perizin behandelt... winterbehandelt habe ich bisher nicht...

  • Hallo Neuimker,


    nix für ungut, aber wer Perizin im August benutzt, tut sich und seinen Bienen keinen Gefallen. Es werden allerhöchstens 20% der Varroen getötet, der Rest verbleibt in den Völkern.
    Es steht ja sogar drauf auf der Packung, dass es nur in der brutfreien Zeit zu verwenden ist.
    Also, jetzt oder nie.
    Wenn dein "Imkerkollege" oder "Imkerpate" das anders sieht, dann denk Dir deins und kämpfe dich mal hier durch unsere Suchfunktion.
    Du kannst auch auf die Webseiten der verschiedensten Bieneninstitute gehen, die haben ale mehr oder weniger das gleiche Varroabekämpfungskonzept online stehen.
    Oder frag uns.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Danke...
    Ich werde gleich morgen früh behandeln... habe schon alle Utensilien rausgesucht... leider reicht das Perizin nur noch für 4 Völker, aber ich werde morgen anschliessend sofort zur Apotheke und neues bestellen, dann habe ich es gegen nachmittag für die anderen...
     
    Oh man... ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist...

  • Hallo Derborni,


    traurig aber war, das es immer noch Leute gibt, die anderen vermitteln Perizin im August an zu wenden und keine richtige Ahnung habe wie was wo und wann angewendet wird!
    So geht das nicht, leider gibt es viel zu wenige richtige Imker die wissen was zu tun ist.
    Der größte Teil der Imkerschaft ist ehrlich gesagt dumm geizig und hat von Imkerei leider kaum das richtige Wissen.
    Es ist hart so was zu schreiben aber die Realität sieht leider so aus.
    Um erfolgreich seine Bienen über den Winter zu bringen braucht man ein Behandlungskonzept, was reift und keine chemischen Mittel die das Wachs belasten und nicht in die Brut wirken.
    Die Bekämpfung fängt schon mit der Bildung von Jungvölkern und Kunstschwärmen an, die gleich behandelt werden.
    Nach dem Abschleudern wird eine Schwammtuchbehandlung oder eine Langzeitbehandlung mit As durchgeführt, als alternative Thymol durchgeführt aber kein Perizin!

  • Danke...
    Ich werde gleich morgen früh behandeln... habe schon alle Utensilien rausgesucht... leider reicht das Perizin nur noch für 4 Völker, aber ich werde morgen anschliessend sofort zur Apotheke und neues bestellen, dann habe ich es gegen nachmittag für die anderen...
    Oh man... ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist...


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    Du als Altenpfleger sitzt doch eigentlich an der Quelle. Gerade alte Menschen sollten können Dir vermitteln können, das man " mit Gewalt keinen Bullen melken kann". In der Ruhe liegt die Kraft. Gerade beim Einsatz von Medikamenten und vor allem bei solchen Nervengiften wie Perizin, sollte man sich jeden Schritt zweimal überlegen.Wenn Du Fehler gemacht hast, dann liegen sie bereits an Deiner verfrühten Perizinbehandlung der Völker im Spätsommer. So bilden sich Resistenzen aus.
    Jetzt den natürlichen Milbenfall täglich kontrollieren und dann innerhalb der nächsten 14 Tage eine Entscheidung treffen. Keine Schnellschüsse.
     
    Klar, Du kannst noch 5 mal Perizin in Deine Völker kippen und dann sagen, das es zu spät oder zu wenig war, wenn sie Dir alle verrecken.
     
    Überlege was Du tust. Der 'Weg zurück ist oft ungleich schwerer oder oft unmöglich.
     
    (kleine Hilfestellung : http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C27918592_L20.pdf
     
     
    @ Michael 2
    :daumen: leider hast Du nur allzu recht.
     
    Mit nächtlichen Grüßen
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • hi daniel,
    michael2 hat schon recht, perizin hört sich gut an aber das ist auch alles. es ist nicht die erste wahl. du hast hohe investitionskosten, einen kleinen anwendungsspielraum und rückstende in den waben. Außerdem chemie und imkerei - da sollte mann vorsichtig sein. ich denke wenn deine völker jetz noch leben und der natürliche milbenfall sich in grenzen hält, ist erstmal ein eingriff zu vermeiden. investiere lieber dein geld in gute literatur zu bienenkrankheiten und wenn du sowieso erst angefangen hast, ist -libig einfach imkern- eine gute empfehlung. er zeigt auch für den einsteiger sehr verständlich methoden zur behandlung mit ameisensäure und natürliche völkerpflege durch jungvölker und kunstschwärme. (und das dein volk weg ist kann auch andere gründe haben)
    grüße daniell

  • Hallo Michael,
     
    ich würde ihm nicht empfehlen hier die Suchfunktion zu nehmen, denn es könnte sein, dass einer verkündet, dass man nicht behandeln sollte. Das zweimal Behandeln mir Perizin im August im Abstand von 14 Tagen stand vor 25 Jahren in der Perizinanweisung. Hat damals nicht funktioniert und heute auch nicht. Jetzt hat er schon zweimal mit Perizin, soll er es ein drittes Mal machen. Überleben alle, hat er trotzdem dies Jahr erfolgreich gearbeitet.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • HalloRemstalimker, Hallo Zusammen,
    hattest Du (oderwar es ein anderer?) nicht bestritten, das es mal eine Empfehlung zur Sommerbehandlung mit Perizin gab?
    Ich hatte das mal erwähnt hier, habe aber Protest bekommen, das dies nicht so wäre oder war.
    Verwunderte Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich hatte das mal erwähnt hier, habe aber Protest bekommen, das dies nicht so wäre oder war. Verwunderte Grüße
    Lothar


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    ich habe diese Diskussion leider nicht mitbekommen:oops:. Ich habe Perizin zwar nie angewendet, weiß aber , das es im Frühjahr / Sommer bei der Behandlung von gerade gebildeten Ablegern (Brutfrei) und Schwärmen (Brutfrei) im Sommer eingesetzt werden kann.Anderes ist mir nicht bekannt. War es das ?
     
    Viele Grüße aus Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Lothar,
     

    Zitat

    hattest Du (oderwar es ein anderer?) nicht bestritten,


     
    Ich habe hier noch nie über die Sommerbehandlung mit Perizin geschrieben. Ich kann mich zumindest nicht erinnern. Meine Aussage bleibt: Ursprünglich wurde dies als systemisches Mittel angeprießen. Behandlung im August im Abstand von 14 Tagen. Die Wirkung war gut. Ich kann mich an satte Varroastreifen auf den Windeln erinnern. Verluste gab es auch, die Winterbehandlung mit Oxalsäure wurde erst später eingeführt.
     
    Der Wirkstoff wurde im Verein unter dem Tisch gehandelt. Ein Liter kostete ungefähr 20 Mark. Dieses für Schweine konzipierte Mittel hätte mir lebenslänglich ausgereicht. Im Jahr darauf wurde diesem Spuk ein Ende bereitet und das Schweinemittel vom Markt genommen. Das habe ich vielleicht schon geschrieben.
     
    Ich hoffe, dass ich in dieser Sache nicht das Politikerzitat (Reinhold Maier) benutzen muss. "Was geht mich mein dummes Geschätz von gestern an."
     
    :cool::cool::cool:Ich gebe zu, dass ich letztes Jahr am Bayerpreisauschreiben teilgenommen habe, weil ich billig zur Apimondia wollte. Da habe ich dann erfahren, dass Perizin nur noch für die Winterbehandlung benutzt wird. Das musste man bei der Lösung wissen. Ich muss hier sagen - ich habe nicht gewonnen, werde aber auch von Bayer nicht mit Spams belästigt.:cool::cool::cool:
     
    Ich freue mich auf den Tag, an welchem ich keine Säuren mehr benutzen muss. Ob ich das noch erlebe?
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • @der bordi



    Du bist ja nicht so weit weg von mir weg(Siegerland ganz im Süden)
    Warum nehmt Ihr dennoch Perizin bei euch in der Ecke(wegen den Ablagerungen in Wachs und Honig) Bei uns im Verein behandeln wir nach dem Ab schleudern mit Ameisensäure von oben oder von unten bleibt jedem selbst überlassen November ,Dezember träufeln mir noch so bei 5grad
    Oxalseure.Es hat sich bewerbt .Die letzten 8Jahre haben wir so höchstens einen Verluste
    von 10bis20% der Bienen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd