• Hallo


    Wer hat von euch mit der Maschine von Hamag Waben ein geschmolzen und das Deckelwachs geschleudert?



    Und was haltet ihr davon.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo Ruben,
     
    ich habe die Maschine von Hamag schon in Aktion gesehen. Wenn du eine Imkerei mit sehr vielen Völkern hast und dann noch dazu zuviel Geld übrig, dann kannst du dir eine solche Wachsschleuder anschaffen.
     
    Leider ist diese Anlage ursprünglich als Honigschleuder entwickelt worden und hat sich nicht bewährt, da zuviel Luft in den Honig kam, der dann unter Umständen leichter zum gären kam.
     
    Nun versucht er die Maschine als Wachsschmelzanlage weiter zu vermarkten.
     
    Funktionieren tut sie wunderbar. Sie ist schnell, arbeitet sehr sauber und das Wachs ist auch ziemlich sauber. Leider ist der Preis sehr hoch, da die Entwicklung mitbezahlt werden muß und die Stückzahlen doch eher gering bleiben werden.
     
    Für größere Mengen an Altwaben haben sich hydraulische Dampfwachsschmelzer besser bewährt, weil dort noch weniger Wachs im Trester bleibt. Dies lohnt sich aber erst im Tonnen-Bereich.
     
    Für den Kleinimker (bis ca.50 Völker) lohnt sich ein selbstgebauter Dampfwachsschmelzer nach Neumann. Er hat mal in einer Imkerzeitschrift seinen Wachsschmlezer vorgestellt. Der wird mit einem Dampfmeister betrieben. Ich selbst habe einen solchen gebaut und auch betrieben und bin völlig zufrieden damit. Er ist mit einfachen Mitteln zu bauen, das Material bekommt man in den meisten Baumärkten dafür. die Kapazität ist 30 Waben pro Schmelzvorgang und was das Beste an dem Ding ist, der Trester fällt durch alle Waben durch in einen Jutesack. Da geht dann das reinigen der Rähmchen nach dem Schmelzvorgang sehr leicht.
     
     
    Neujahrliche Grüße
     
    René

  • Hallo,
    wir haben noch ganz was anderes, nämlich eine schlichte Wäscheschleuder komplett aus Edelstahl (war eine halbgewerbliche).
    Dafür haben wir einen Sack aus technischem Nylonsiebgewebe genäht und da kommen dann die ausgetropften krummen Waben und Entdeckelungswachs rein.
    Bei 8000 upm ist das Wachs am Schluß knochentrocken, der Honig wird zum KS-Füttern benutzt, und es ist erstaunlich, was aus nicht mehr tropfenden Waben im Endeffekt noch so rauskommen kann.
    Natürlich matschen die Waben komplett zusammen, aber das spart dann wieder viel Platz beim Einschmelzen...:wink:
    (wir haben die umsonst bekommen, extra was zu kaufen lohnt sich nicht).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    wir haben auch mit dem Wachsschmelzer nach Neuman im Eigenbau begonnen. Doch die Wachsausbeute war nicht gerade zufridendstellend ca. 50 - 60%. Wir haben uns letztes jehr die Hamag Wachs schleuder gekauft. Sie ist echt gut, die Wachsausbeute liegt bei etwa 98%. Zudem kann man sie auch als Endeckelungswachsschleuder benutzen, und spart sich eine Zentriefuge.
    Durch die Große Wachsausbeute ist die Wachsschleuder auch schnell wieder abgezahlt. Doch es lohnt sich erst ab 40-50 Völkern.


    Gruß
    vinc

  • Hallo, René!



    Leider ist diese Anlage ursprünglich als Honigschleuder entwickelt worden und hat sich nicht bewährt, da zuviel Luft in den Honig kam, der dann unter Umständen leichter zum gären kam.


    Wenn ich die Technik richtig verstehe, wird hier der Honig durch besonderes Strömungsverhalten mehr oder weniger aus den Waben gesaugt und anschließend durch die Zentrifugalkraft ausgetragen. - Mir ist nicht ganz klar, wo hier mehr Luft in den Honig kommen soll, als beim klassischen Schleudern!?!? - Kannst Du mir da weiterhelfen? Bisher fand ich die Idee nämlich sehr überzeugend...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!


  • ..hmmmmmmmmmm: selbst bei wiederholtem Lesen fand ich nichts über das Mehr an Luft im Honig. Die anderen beschriebenen Nachteile sind zwar nicht zu vernachlässigen, betreffen aber ganz andere Aspekte.


    Hat jemand einen neueren oder ausführlicheren Testbericht oder besser noch eigene Erfahrungen gemacht? Dieser Test ist gelinde gesagt "Asbach...".

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hallo
    Danke für die Testberichte. Ich war immer der Meinung dass das System gut funktioniert.
    Nun aber eine Anschlussfrage. Die AF20 von Fritz funktioniert doch ähnlich. Hat man da auch die gleichen Probleme?
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • Die Maschine hat sich aber nicht geändert, ist die dann auch "Asbach ..."


    Wäre Sie. Aber Hubert schrieb ja, daß es danach noch Modifikationsversuche gegeben habe...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hallo allerseits,
    also das ganze unter Vorbehalt der Richtigkeit meiner Erinnerung;
    Die Hersteller haben seinerzeit auf die Veröffentlichung der negativen Versuche mit Kritik an den Versuchen reagiert: falscher Versuchsaufbau und anderes.
    Daraufhin wurden die Versuche nochmal gemacht, unter anderem mit anderen Geschwindigkeiten, mir schwebt auch vor, das da irgendwas mit Blechen zur Änderung des Luftstromes war, aber da bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, der Hersteller wurde sogar eingeladen, die HAMAG selber in den Versuchen zu präsentieren.
    Das Ergebnis war jedoch weiter negativ.


    Das ganze wurde damals in mindestens zwei Ausgaben im Bienen Journal behandelt.


    Wie schon René schrieb, änderte der Hersteller dann den Einsatzzweck des Gerätes.


    Gruß Hubert