Optimales Behandlungswetter steht an

  • Moin,


    laut Wetterbericht erwarten wir (wie jedes Jahr) zum Jahreswechsel sanft ansteigende Temperaturen im Bereich von +2 - +5° also genau die Temperatur, die für (m)eine Winterbehandlung optimal ist. Es war seit mehreren Tagen saumäßig kalt und jede ausfliegenden Biene mußte umkommen. Das letzte Mal über 10°C hatten wir hier am 07.12.07. Ich erwarte also folglich auch gänzlich oder fast brutfreie Völker.


    Falls jemand also noch immer zögert - zu Silvester wär die Gelegenheit! :daumen: Inventur und Behandlung und Helm ab zum Gebet!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry, hallo ihr anderen WBH`s,


    ich habe meine Inventur schon hinter mich gebracht; am 10.12., also kurz bevor hier die große Kältewelle eingesetzt hat.
    Ich habe meinen Helm noch auf, oder wieder, je nachdem.
    Es sah eigentlich aus, wie erwartet, die Völker waren durchweg in einem guten Zustand, auch die Miniplusse. Ärgerlich, zwei ex-KS hats erwischt, waren wohl weisellos. Es waren Inselköniginnen, und wahrscheinlich hat da die Begattung nicht gestimmt, was nach dieser Saison auch kaum verwunderlich war.
    Der Varroafall war, wie auch kaum anders zu erwarten, deutlich höher als sonst, teilweise 600 und mehr. Leicht vorstellbar, was aus diesen Völkern geworden wäre, wären sie mit einer solchen Vorbelastung ins Frühjahr gegangen.
    Ich stimme mit Dir, Henry, überein: wenn Winterbehandlung, dann spätestens jetzt, meiner Ansicht nach gehen die Völker in den nächsten Tagen oder spätestens 2 bis 3 Wochen wieder in Brut.
    Bis denne.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi
    Vor 2 Tagen war bei uns ca. 5°, und ich habe meine Völker behandelt(2Gr._OS/Volk/Varroax).
    Heute nachgeschaut, kaum Milben da. Es ist schon dritte OS Behandlung in dieser Seson. Erste war Anfang Oktober, dann November und dritte Jetzt. Anfang Januar möchte ich noch mal behandeln.
    Ich bin zufriedene Anfänger:
    1) alle Völker sind noch da.
    Obwohl die Ableger welche ich im Juli gemacht habe sehen sehr schwach aus.
    2)
    nach dritte Behandlung sieht fast steril aus.
    Gruß Andrej

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Bienenwohl war noch nie in Deutschland zugelassen und ist auch nur OS mit paar anderen Sachen, die das ganze Wirkungsvoller machen sollen, aber in Wirklichkeits nichts bringen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • das Wetter heute war perfekt!


    6 Grad und Sonnenschein dazu


    ein paar vorwitzige haben sich rausgewagt und sich auf die Kiste gesetzt - natürlich in die Sonne.
    Allerdings haben ein paar Meisen das auch spitzgekriegt und sind vor der Kiste immer hin und her und haben sich ihr Frühstück geholt, ich hoffe, daß sich das unter den Meisen nicht zuarg rumspricht.
    Aber nächste Woche soll es ja wieder deutlich kälter werden auch mit Nachtfrost.

  • Hallo Zusammen,
    ich war gestern noch mal bei meinen Bienen. Letzter Tag im Jahr. Mal Schauen, ob aussen rum alles in Ordnung ist.
    Außerdem ein paar Stichproben zum Milbenfall nach der Winterbehandlung.
     
    Kurz: Es ist ein versöhnlicher Jahresabschluss, alles in Ordnung. Und durch Varroa sind offenbar keine bösen Überraschungen zu erwarten.
     
    Überrascht war ich aber über die vielen Anzeichen für Brut in den Völkern:

    • Die Zehrung war in den beiden Wochen seit der Ox-Behandlung größer als im gesamten November.
    • Auf den Einlagen von einem Drittel der Völker lagen Zelldeckel von weiblicher Brut.
    • Ein Volk hatte sogar rausgezerrte Streckmaden auf dem Gitter (ca. 20).
    • Zwei Völker hatten Wasser im Flugloch (...das Bodengitter ist durch die Diagnoseeinlage noch geschlossen.). Dass diese beiden 'nassen' Völker auf ihrem Stand die Varroa-Spitzenreiter sind, ist wohl kein Zufall.

    Wer immer noch seine Winterbehandlung vor sich her schiebt, hat wohl von Tag zu Tag weniger Chancen...
     
    Ich wünsche uns Allen einen guten Start ins Jahr 2008 und weiterhin einen fruchtbaren Gedankenaustausch.
    Herzlichen Dank an alle, die durch ihr Engagement dieses Forum möglich machen.
    Und Dank auch an alle, die es mit Leben und Ideen füllen.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Hi


    Kann jemand äußern(Umkreis Hameln 70km+-) ob die Völker schon jetzt brüten oder nicht? :Biene:

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Hallo sibir,


    ich bin zwar weiter weg, aber ich gehe zu 100% davon aus.
    Warum denn auch nicht?


    Ich mache mir Sorgen ob 23 nicht zu spät war. Theoretisch wird geschrieben die Weihnachtszeit ist die beste Behandlungszeit.
    Ich formuliere mal anders: sind die mit OS-Behandlung betroffene Milben alle in der kurze Zeit Tod? Wie lange dauert bis alle betroffenen Milben Tod sind? Wenn eine halb kaputte Milbe noch n'Woche lebt und das Volk geht in Brut:
    ist diese halbkaputte Milbe noch in der Lage Eier abzulegen?
    Wenn ich die grafische Darstellung von Perizin und OS Behandlung ansehe dann sieht man dass die Milben von OS nicht sofort alle Tod sind. Von Perizin dagegen schneller.




    Gruß Milbenvernichter

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Moin


    diesmal haben meine Völker Oxalsäure geträufelt bekommen und zwar unter Mithilfe von Steffen und unter Verwendung von Peters Säure (der weiß das aber noch nicht. :lol:) Ich habe nur eine kleine Gruppe für's Perizin ausgelassen und mußte auch nur 2 Völker abräumen.


    Eines hatte ich im Herbst noch umgeweiselt - nach einer Behandlung - dennoch hatten sie sich verabschiedet. Es waren Eier da, vermutlich als die neue zu Legen begann und ganz wenige ungeschlüpfte Zellen. Der Boden hatte seine Füllung. Dort fand ich auch Milben und Verkrüppelte und leichte Räubereispuren auf den Waben. Das war schon so ein Kandidat, wie man immer einige hat.


    Sein Nachbar war ebenfalls futsch. Allerdings waren die Zentralwaben versch...en. Die Königin - ebenfalls spät umgeweiselt, um sie zu überwintern - saß tot mit 5 Bienen auf der Randwabe vielleicht 50 Bienen steckten in den Zentralwaben, dicht umgeben von Futter ohne Ende.


    Das sind bislang die Verluste. Wenn's so bliebe wär's sehr OK. Bißchen Selektion und Denkanstoß (Umweiselungszeiten) darf schon sein am Bienenstand. Und Futterwaben hab ich nun auch wieder genug.


    Danke nochmal an Steffen. Es war schön, das Jahr gleich mit Bienengeigel zu beginnen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
     
    "Wenn's so bliebe wär's sehr OK."
    Meine 8 Völker leben noch, haben aber eine sehr unterschiedliche Stärke, 2 sind schon sehr schwach (sitzen auf 2-3 Hoffmann Rähmchen).
    Kann man sagen, dass sie das meiste bereits überstanden haben, also wahrscheinlich durchkommen werden, wenn das jetzt nicht noch saukalt wird?
    Machen kann ich ja ohnehin nix derzeit, oder?
     
    Danke und viele Grüsse, gutes neues und erfolgreiches Imkerjahr wünsche ich Allen hier im Forum, Danke auch an die, die dieses Forum am Laufen halten.
     
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Kann man sagen, dass sie das meiste bereits überstanden haben, also wahrscheinlich durchkommen werden

    Sagen kann man das. Dann nennt man das Autosuggestion. Es bleibt ein Hoffen, Bangen, Flehen und Beten ... 1. Mai ist Zähltag. Bis dahin kann man nicht nur kaum was wissen - man kann auch kaum was tun. Futtermangel könnte man abhelfen oder einen dreißten Specht verscheuchen (oder durch brutale Überfütterung mit Halsfett ausrotten).


    Ach und Nägelkauen wär noch so eine Idee. :wink: Auf der Stelle trippeln und das Thermometer warmgucken, geht natürlich auch. Am Gras ziehen hilft allerdings nachweislich nicht. :lol: Mann könnte auch zwei Schwalben importieren, weil eine Schwalbe ... ich glaube ich gleite ab ... :p

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder