Wieviel Naturbau ist möglich?

  • Liebig schreibt in seinem Buch Einfach Imkern auf Seite 136: "Erst später, wenn sie (Jungvölker) mehr als 5 Waben besetzen, wird auch Drohnenbau errichtet."
    Wie sind eure Erfahrungen mit Naturbau, kann man auch mehr Naturbau hinbekommen (auch im Honigraum) ohne Mischbau mit Drohnenzellen?
    Und wie sieht´s mit der Stabilität aus beim Schleudern und Wandern?

    Langstrothbeuten selbstgebaut nach Plänen der Magazinimker e.V., Imker seit Anfang 2007, jetzt 9 Ableger eingewintert

  • Nabend, Burgbiene,
    Der Naturwabenbau ist auch im Honigraum möglich und geht ziemlich rasch,
    so das du im gleichen Jahr noch schleudern kannst. Die Rahmen aber wegen
    Schleudern drahten und Anfangsstreifen geben. Wenn du allerdings ohne
    Absperrgitter arbeitest, hast du etwas Brut oben.
    Ich schreibe aus meinen eigenen Erfahrungen.
    Im Brutraum habe ich keine Drähte, dafür einen Stabilisierungsstab.
    Die Brutwaben sind übergroß 4/3 Zander (Honigraum 2/3 Zander). Auch
    hier Anfangsstreifen. Die Waben setzen niemals unten auf, sie wollen frei
    schwingen. Allerdings mußt du die Beute mit der Wasserwaage ausrichten,
    damit die Waben lotrecht bleiben.
    Damit ich etwas ernten kann, arbeite ich noch - mit Absperrgitter.
    Es gibt viel Drohnenbrut, die meines Erachtens eine Sinn hat, auch wenn
    ich noch nicht alles verstehe, ich lasse den Bien. Der macht das schon so-
    lange....
    Liebe Grüße Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Moin, Burgbiene,
    ja, 100% Naturbau geht.
    Dann empfiehlt sich aber wegen des Drohnenbaus der 32mm statt 35mm Abstand der Waben, und im Honigraum nur halbhohe Waben.
    Drahten oder sonstwie verstärken (Schaschlikspieße aus Holz gehen auch) ist Pflicht (im Brutraum!), und Anfangslinie aus Wachs als Vorgabe, die aber trotzdem ab und zu kontrolliert werden muß, gerade bei Volltracht.
    Wichtig ist, früh genug den nächsten HR aufzusetzen (wenn sie den darunter gerade belaufen).
    Wandern geht erst im zweiten Jahr, wenn die Brutwaben mindestens an den Seiten gut angebaut sind, und dann auch nur sehr vorsichtig (kein Anhänger, sondern im Sprinter o.ä., optimal wäre ein luftgefedertes Fahrzeug). Ist also eher was für Standimker.:wink:
    Bei halbhohen Waben ist schleudern nicht das Problem, die werden sehr schnell ringsum angebaut, halt vorsichtig sein.
    Ich arbeite ohne Gitter.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    ich kann mich Sabiene nur anschliessen. Habe im HR 1/2 Zander, die nur 10 cm hoch sind. Da ich keine Rähmchen drahten muss, noch MW einlöte habe ich einen Zeitvorteil den ich selbst durch die doppelte Anzahl an Rähmchen geschleudert in der Radialschleuder nicht mehr abgeben brauch. Wabenbruch <5%, was letzendlich kaum stört, da ich die Rähmchen trotzdem nur einhängen bräuchte. Wanderungen ohne Probleme beim Naturbau ohne Draht im HR.


    gruesse


    seb

  • Hab mir den thread "Kleine Zellen: Wabenabstand ändern" durchgelesen, puh.


    sabi(e)ne : Hast du, als du die Hoffmannseitenteile an jeder Seite um 1,5mm abgehobelt hast, auch die Oberträger so abgehobelt, sonst passt ja nicht mehr mit den 8mm beespace zwischen den Oberträgern?


    Gruß die burgbiene

    Langstrothbeuten selbstgebaut nach Plänen der Magazinimker e.V., Imker seit Anfang 2007, jetzt 9 Ableger eingewintert

  • Hallo, Burgbiene,
    nein, haben wir nicht, die Bienen stört es nicht; es ist weder zu eng noch wird verbaut.
    (ich hab noch NIE so wenig Wachs an den falschen Stellen gehabt, und ich hatte schon immer wenig....:wink:) Wir haben beim Umbau eines Teils der Beuten auch den bee-space zwischen den Zargen enger gemacht, der liegt jetzt bei 6-7mm und auch da wurde bislang nix verbaut.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo sabi(e)ne,


    Der Abstand zwischen den Rähmchenoberträgern wäre dann nur 5mm. Kommen da die Drohnen denn noch durch, denn das Drohnenabsperrgitter von bienenweber z.B. hat 5,2mm Gitterweite?
    Oder sind die Drohnen dann durch die kleinere Zellengröße auch kleiner, so dass sie da durch passen?


    Gruß die burgbiene

    Langstrothbeuten selbstgebaut nach Plänen der Magazinimker e.V., Imker seit Anfang 2007, jetzt 9 Ableger eingewintert

  • Hallo, Burgbiene,
    bislang gab es in der Richtung keinerlei Beschwerden und auch keine festgeklemmten Drohnen zwischen den Oberträgern, wie es z.B. passiert, wenn Drohnen über Absperrgitter im HR festhängen.
    Die Drohnen sind etwas kleiner (10%, hat man mir vorgerechnet :wink:), aber soooo präzise war die Hobelei auch nicht, irgendwo wird es immer irgendwie passen.
    Ich hab Weber-Rähmchen mit Hoffmann-Abstand, 25mm Oberträger, macht bei 35mm auf jeder Seite 5mm, insgesamt 10mm Platz.
    Davon 3mm (= 2 x 1,5mm) weg macht immer noch 7mm zwischen den Oberträgern, das reicht dicke für die Anton(ov)s...:wink:

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