0°C und Bienenflug??

  • Liebe Imkers,
    habe heute mal nach den Bienen geschaut ob die Mäusegitter noch sitzen. Kalte 0°C, Teich gefroren, bedeckter Himmel.
    Aber komisch - bei fast jedem Volk flogen beständig so 2 bis 3 Bienen rein und raus. Selbst ohne sichtliche Störung...fand das merkwürdig. Kann es sein, daß es da Probleme gibt? Kann mir das gar nicht vorstellen; alle Völker wurden gut eingefüttert und hatten die Winterbehandlung vor 2 Wochen; da wirkten sie stark und gut versorgt.


    Oder ist das normal daß da immer wieder welche stiften gehen?


    Melanie

  • Habe ich bei mir auch beobachtet. Die Kisten stehen nachmittags in der Sonne und die lockt immer mal ein paar an die frische Luft. Die machten aber vor dem Loch ne elegante Kurve und flogen gleich wieder rein, bei -4°C. Varroa? Nee, Winterbehandlung gerade erst vor ner Woche gemacht.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo
    Mein Beileid.
    Die Völker waren vermutlich im August schon so stark von der Varoa geschädigt, dass eine Varoabehandlung nichts mehr gebracht hat.
    Hast Du im letzten Winter die Behandlung gemacht und die Anzahl Varoen wärend der Saison kontrolliert ?
    Es gibt bei den Bienen einen wichtigen Grundsatz welcher leider viel zu wenig beachtet wird. Fehler welche ich heute mache, sehe ich erst in einem Jahr. Das stimmt im besonderen im Zusammenhang mit der Varoa.
    Nun bleibt Dir leider nur noch die Hoffnung, dass ich nicht recht habe.
    Trotzdem wünsche ich schöne Festtage.
    Hugo

  • Hallo,
    macht doch der armen Melanie nicht gleich so Angst! Es passiert doch immer mal wieder, dass Bienen auch bei geringer Temperatur ausfliegen; seis drum, wenn es diese erwischt, heißt das noch lange nicht, dass das Volk schwächelt.
    Melanie, Kopf hoch, die Bienen schaffen es schon!


    Rabea

  • Also mir als absolutem Anfänger ist das gestern hier auch aufgefallen.
     
    In der "Imkerschule" habe ich gelernt, dass Bienen erst ab 10° C fliegen.
     
    Gestern hatten wir hier mittags plus 3° C - allerdings mit schönem Sonnenschein, der evtl. punktuell die "gefühlte Temperatur" höher geschraubt hat.
     
    Unsere Bienen flogen wie wild - aber nur die Völker, die in Styropor-Beuten sitzen. Bei den direkt daneben (ebenso in der Sonne stehenden) "Holzhaus-Völker" war es dagegen absolut ruhig.
     
    Ich habe auch beobachtet, dass an meinem Teich richtig starker Bienenbetrieb herrschte, obwohl die Wasseroberfläche zugefroren ist. Die Bienen haben offensichtlich am Teichrand am dort liegenden Teppich Wasser aufgenommen und in die Beute eingetragen. Das war fast schon ein Betrieb wie im Hochsommer - allerdings wie gesagt nur bei den Styropor-Völkern...

  • Hallo Jupp,
    Deine Styroporkastenvölker scheinen sehr trocken innen zu sein.
    Kann sein, das Flüssigkeit fehlt zum Lösen des Futters.
    Deshalb der unzeitgemäße Ausflug.
    Bei den Holzbeuten kann mehr Flüssigkeit vorhanden sein, so das diese nicht ausfliegen brauchen.
    So meine Vermutung.
    Möglich auch, das diese noch brüten; und deshalb mehr Flüssigkeit brauchen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Möglich auch, das diese noch brüten; und deshalb mehr Flüssigkeit brauchen.


    Oder schon wieder brüten. Immerhin haben wir Sonnenwende und eine, zumindest für unsere Verhältnisse, länger anhaltene Kälteperiode.


    Ich habe auch schon Bienen bei Sonnenschein und 2-3°C (allerdings nicht im Dezember) massenhaft Kittharz sammeln sehen.
    Was mich bei Melanie stutzig werden lässt, ist der bedeckte Himmel.
    Gruß Peter

  • Ja das hat mich ja auch irritiert - ich weiß, wenn die Sonne so richtig schön draufknallt dann fliegen sie auch wenn das Thermometer noch unter 10°C (im Schatten) anzeigt. Es sind zwar Styroporbeuten aber bei dieser Kälte und fehlender Sonne habe ich das noch nie so beobachtet.


    Die Winterbehandlung war am 4.12. mit Oxalsäure (träufeln) und es fielen in einer Woche zwischen 100 bis 500 Milben. Also schon heftig - im letzten Jahr fielen in 14 Tagen unter 200 !


    Tjamm, mal abwarten, ich werde Anfang Januar - wenn die Oxalsäurewirkung durch ist - mal den normalen Milbenfall ermitteln; mal sehen, was noch so da ist.


    Die Völker waren auch noch ganz schön stark bei der Winterbehandlung; denke, die haben auch lange gebrütet.


    Abwarten und Tee trinken - mehr kann ich wohl eh nicht tun...außer ggf. im nächsten Frühjahr auf Schwarmfang zu gehen....


    Danke für den Input!


    Melanie

  • Also bei mir bekommen sie so die Nachmittagssonne ab (Richtung Osten aber es liegt noch ne ganze Weile Schatten drauf) und eigentlich ist das ja nicht so falsch wenn die Sonne sie etwas rauskitzelt...so kommen sie ja auch im Winter eher mal raus und fliegen sich sauber. Sollten denn Fluglöcher lieber die ganze Zeit im Schatten liegen?


    Melanie

  • Eigentlich sollte man die Fluglöcher beschatten, damit sie eben nicht bei Kälte unnötig rausfliegen. Aber meine Bienen überleben das jetzt auch seit 3 Wintern. Meine Fluglöcher bekommen am späten Vormittag Sonne. Es sind normalerweise ja nur vereinzelte Bienen, die fliegen.
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Grüß Euch
    Bei mir stehen die Beuten im Schnee, jedoch fliegen meine Mädels um die Mittagszeit, wenn die Sonne die Beuten wärmt, regelmäßig aus. Warte ja schon sehnsüchtig auf diese Reinigungsflüge, erkennt man ja an den gelben Kotspritzer im Schnee. Und dann beginnt die Zählerei der Völker welche einen Flugbetrieb haben, welche dann in der Stockkarte notiert wird.
    jupp : Flugloch in die Sonne ist am wichtigsten und die Mädels fliegen früher zum reinigen, = Gesundheitsvorbeugung
     
    Wünsche allen Forumteilnehmer ein gutes Neues Jahr 2008, viel Erfolg mit Euren Mädels, und vor allem Gesundheit.
     
    Gruß
    Franz aus der Steiermark