Stabile Völkerzahlen - wie macht ihr es?

  • Wie haltet ihr eure Völkerzahlen stabil?! 49

    1. Ich habe keine Verluste u. keine schwachen Völker, die auflösen muß. (6) 12%
    2. Ich bilde Ableger zum Ausgleichen der Verluste (Brut-, Waben-,Zargen- etc.). (30) 61%
    3. Ich kaufe hinzu. (1) 2%
    4. Ich fange Schwärme. (2) 4%
    5. Ich mache Kunstschwärme. (8) 16%
    6. Ich wähle eine andere Möglichkeit, die ich unten näher erläutere. (2) 4%

    In einem anderen Thema kamen wir auf stabile Völkerzahlen zu sprechen. Und Methoden, wie diese erhalten werden. Welche Methode wendet ihr an? :Biene:

  • Moien, Bernhard,
    Die Frage "Stabile Völkerzahlen" tritt bei meinen Bienen gar nicht erst auf.
    Sie leben im Naturwabenbau sehr glücklich, mal sind sie mehr, mal weniger.
    Architektenausbildung haben sie sowieso.
    Sie gehen auch nicht methodisch vor, sie warten auf den Imker, der ihnen
    alles sagt. Und wenn dem nix mehr einfällt, machen sie trotzdem weiter.:roll:
    Bienenhaltung kann so einfach sein!!?!!


    Liebe Grüße UDO:Biene:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo Udo!


    Mannometer, seid ihr schnell. Ich hatte die Umfrage noch garnicht fertig...


    :Biene: Die Bienen wissen es. :p_flower01:


    simon : So wie die Bienen es machen :wink:

  • Einerseits gehen immer wieder Völker an den verschiedensten Ursachen ein, andererseits entstehen durch Schwärme + Schwarmvorwegnahme immer wieder neue Völker. Die Völkerzahl wird bei mir im Frühjahr durch verkaufen/verschenken reguliert.


    Wenn ich von 2002/2003 absehe (da hatte ich einen kompletten Stand verloren), liegen meine Völkerverluste seit Jahren irgendwo zwischen 0-20%.... also so, wie sie seit Jahrzehnten (vor dem Auftreten der Varroa) üblich sind.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Simon,


    ach, soviel Suggestion ist da garnicht drin. Mich interessiert es wirklich. Ich habe in einer Bienenzeitschrift dieses Jahr von einem Berufsimker gelesen, der dort berichtet hat, daß die Aufrechterhaltung der Völkerzahlen nur noch über massenhafte Jungvölkerbildung möglich ist. Er behauptete, daß vieles noch beschönigt wird, was die Völkerzahlen betrifft.


    Wenn ich so um mich schaue, dann ist das nicht weit hergeholt. Da wird jedes Jahr gejammert, wieviele Verluste erlitten wurden. Trotzdem werden immer die gleichen Zahlen gemeldet. :confused:


    Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß es tatsächlich noch gesunde Imkereien gibt und die mit stabilen Völkerzahlen imkern. Stabil bedeutet für mich 0-20% Schwankung.


    Peace,


    Bernhard :p_flower01:

  • Bei mir trifft Punkt zwei zu, nämlich Ableger, Ableger und nochmals Ableger machen und dies solange bis alle Kisten voll sind. Zusätzlich benötigt man noch eine funktionierende Mamizucht.:daumen:


    Gute Umfrage Bernhard!

  • Moin,


    ich hab' einen traumhaften Überwinterungsplatz hier an meinen Kirschberg. Jedes Jahr im und nach dem Raps mach ich alle Kisten, die ich kriegen kann voll Bienen. Neu gekaufte, von Freunden abgegebene ect. und natürlich auch übrige. (manchmal fehlen mir dan Honigräume:wink:) Seit ich Mini-Pluse überwintere sind Königinnen auch immer zu dieser Zeit verfügbar. Je nach Jahresverlauf kann ich auch nach der Linde nochmal Kunstschwärme abgeben. Meine Imkerei begrenzt sich nach der Anzahl verfügbarer Beuten, Ablegerkästen, Schwarmkisten, Schaukästen, Pappkartons ...


    Glücklicherweise hatte ich in den letzten Jahren keinerlei Winterverluste. Im Langwinter 05/06 habe ich ein Volk eingebüßt, weil es wegen Weisellosigkeit im Spätsommer und Herbst zu klein war. Ich hätte es trotz der noch vorhandenen Bienenmenge auflösen/vereinigen sollen. Konsequenz bei der Größe der einzuwinternden Völker ist wichtig. Einzarger mach oder laß' ich wirklich nur im Notfall. Dicke Völker kommen immer durch den Winter. Geteilt/Vermehrt wird im Frühjahr aus dem gesunden Fleische und nicht im Herbst aus den Resten. 5 Starke Völker durch den Winter bringen und (z.B. mit Königinnenableger) im Frühjahr vermehren, bringt mehr Honig und mehr Völker als 10 Quickser in den Winter zu nehmen und davon 6 Überlebende im Frühjahr zu päppeln und doch wieder viel zu klein einzuwintern.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Miteinander,
     
    ich stehe erst ganz am Anfang meiner Imkerei, also kann ich nicht genau sagen, wie ichs machen werde, sondern nur wie ichs vorhabe.
    Angefangen habe ich mit 3 gekauften Völkern. Durch Ablegerbildung (2), Zukauf (1) und Geschenke eines netten Imkerkollegen (2) ist mein Völkerbestand da, wo ich ihn mittelfristig haben will.
    Zur Bestandssicherung möchte ich jedes Jahr einige Ableger bilden. Sollten die Nachzuchten den eigenen Bedarf übersteigen, finde ich dafür sicher auch Abnehmer.

  • Hallo Bernhard,
     
    bei Fliegen und Imkern irrt sich die Mehrheit nicht. Sie machen Ableger, die einzige "biologische" Maßnahme im Frühling um 10 % Varroen aus dem Volk zu nehmen.


    Ich habe eine bestimmte Anzahl von Wirtschaftsvölker und solche, welche ich zum Züchten oder andere Spielereien benötige. Mein Limit ist - dass ich den Honig noch verkaufen kann. Da ich im Winter auch Ausfälle habe, ergänze ich den fehlenden Rest mit Ablegern und Kunstschwärmen. Eine ausufernde MiniPlusImkerei habe ich auch. Sie steht jetzt noch mit in den Startlöchern für den Fall der Fälle. Bienen verkaufe ich nicht, Anfänger zocke ich nicht ab.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Zusammen,
    mir ist für die Erhaltung meines stabilen Bestandes folgendes wichtig:

    • 'Völkerstrecke' statt 'Völkerkreislauf', also regelmäßig viele Jungvölker und definiertes Abschaffen der Altvölker nach spätestens zwei Jahren.
    • Jährlich 40% Bauerneuerung,
    • Kleine Stände (maximal 8 Völker) für bestens ernährte Völker.
    • Niemals hungernde Völker! Die berühmten 2 Futterwaben nach der Schleuderung sind für starke Völker zu wenig.
    • Eigene Königinnenvermehrung von selbst ausgelesenen Völkern. Nur Standbegattung.
    • AS-Behandlung nach der Ernte (seit diesem Jahr 3 x MoT nach Liebig statt Tellerverdunster kurz und lang).
    • 1 x Oxalsäure geträufelt im Dezember.
    • Immer ein offenes Auge und ein offenes Ohr für Verbesserungen der Haltungsbedingungen meiner Bienen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Varroa.

    Viele Grüße,
    Rudi