Wintertraube

  • Vor zwei Wochen hab ich bei meinen Völkern eine Behandlung mit Oxuvar durchgeführt. Schon da schien mir die Traube des einen Volkes recht schwach.
    Heute Morgen habe ich die Schiebewindeln kontrolliert und anhand des Milbenfalls festgestellt, dass das eine Volk schön rund sitzt und etwa 6 Wabengassen besetzt, das andere jedoch gerade mal 3.
     
    Wie gut stehen die Chancen für das Überleben des schwachen Volkes?
    Kann ich das schon abschreiben?
    Gibts irgendeine Möglichkeit wenigstens die Königin zu retten, sofern sie noch lebt?
    Oder überlässt man das Volk lieber seinem Schicksal bzw wartet ab?
     
    :-(

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Ich würde das Volk dem Schicksal überlassen. Es lässt sich da um diese Zeit nicht viel retten. Sollte das Schwache Volk das Frühjahr überleben, ca im März über Absperrgitter einem überstarken Volk aufsetzen(laut Anweisung von Dr. Liebig). Bienen vom starken Volk wandern zum schwachen Volk und bringen das Brutgeschehen in Gang. Nach ca drei Wochen wieder trennen und auf dem Platz des überstarken Volkes aufstellen. Dadurch erhält das schwache Volk nochmals eine erhebliche Anzahl von Flugbienen.
     
    MfG
    Honigmaul

  • das dumme ist nur, dass ich kein überstarkes Volk habe... ;-)
     
    Als problematisch sehe ich, dass auch das schwache Volk auf zwei Zargen sitzen. (im Spätsommer sah alles noch bestens aus...)
    In der oberen Zarge war bei der Oxuvar-Behandlung zwar alles voll mit Futter, aber keine einzige Biene!
    Ist das Entfernen der oberen Zarge eine Verbesserung oder eine Verschlechterung?

  • Falls du für Eingriffe den rutschigen Aufstieg in das Baumhaus wagen musst: Lass es!
    Ein sehr schwaches Volk kann im Frühjahr zu einem für die Sommertracht sehr guten Volk genesen (Methode wurde beschrieben). Das Futter wird dazu abgesetzt. Ich würde das Volk so belassen wie es ist. Für eine sichere Überwinterung werden 5 000 Bienen benötigt, darunter wird es ein Glücksspiel, egal wie die Behausung beschaffen ist.
    Denk an dein Baumhaus und an die Absturzgefahr .....sssst....krch. Aaargh.:daumen:


    Gruß
    Simon

  • der Aufsteig ins Bienen-Baum-Haus ist keineswegs rutschig und die Absturzgefahr, sowohl für die Bienen als auch den für den Imker, so gut wie ausgeschlossen... ;-)

  • Hab jetzt das letzte mal nach den Varroas auf der Schiebewindel geschaut. es scheinen alle gefallen zu sein.
     
    Beim starken Volk(7 Wabengassen) hab ich die Windel gezogen, bei dem schwachen Volk(2 Wabengassen) würde ich sie drinlassen, da das Volk leider zweizargig sitzt und die Windel Wärmeverluste und vielleicht schlimmstes verhindert.
     
    Futter hat es genug, sodass es bei der Grösse wohl ausgeschlossen ist dass alles gefressen wird. Was spricht also gegen das belassen der Windel?

  • Hab jetzt das letzte mal nach den Varroas auf der Schiebewindel geschaut. es scheinen alle gefallen zu sein.


    Beim starken Volk(7 Wabengassen) hab ich die Windel gezogen, bei dem schwachen Volk(2 Wabengassen) würde ich sie drinlassen, da das Volk leider zweizargig sitzt und die Windel Wärmeverluste und vielleicht schlimmstes verhindert.


    Futter hat es genug, sodass es bei der Grösse wohl ausgeschlossen ist dass alles gefressen wird. Was spricht also gegen das belassen der Windel?

  • Tach Sam,


    hast Du das Gefühl Dich verstehe hier keiner, oder warum schreist Du so?
    Die Windel drin zu lassen ist sicher kein großes Problem. Vielleicht fällt die eine oder andere Milbe nicht tief genug und findet zurück. Oder sie gehen ein paar Tage früher in Brut, weil sie denken, der Winter sei nicht mehr winterlich genug, und holen sich beim nächsten Atemzuge Väterchen Frosts eine kalte Nase, weil sie ein Brutnest heizen müssen und nicht nur selbst am leben bleiben. Aber Futter hast du ja genug drin, wie es scheint.
    Die müssen da jetzt einfach durch.
    Wenn du unbedingt ganz besonders fürsorglich sein willst, klettere drei mal täglich auf Dein Baumhaus, nimm die Windeln raus und die Deckel ab, und mache den Winterruhebeschwörungstanz indem Du von Beute zu Beute springst. Wenn Dir die Viecher die Mühe nicht Wert sind rüttel allermindesten ab und zu bei jeder Gelegenheit am Baumhaus.
    Vielleicht hast Du mich ja verstanden.


    Gruß Jörg

    Konfuzius sprach:
    Worte sollen den Menschen etwas sagen - das ist alles.

  • Was Du sonst noch machen könntest: Bei etwas höheren Temperaturen die besetzten Waben zusammen mit ein bis zwei Futterwaben in einen 5-W-Ablegerkasten umsetzen, dann kann sich das Völkchen später unter besseren Bedingungen erholen..


    Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • sollte das jetzt witzig sein? :confused:


    Moin , Moin aus Hamburg,
    Ich würde das eher als perfekt ironische Schreibweise verstehen.:daumen:
    Ein nochmaliges lesen der Antwort unter diesem Gesichtpunkt wird Dir eine wirklich gute und richtige Antwort offenbaren.Vielleicht sehe ich das aber auch falsch:roll: (weil ich doch so schrecklich harmoniesüchtig bin:wink:)
     
    :p_flower01:Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)