• Habe am Freitag bei meinen Bienen die Winterbehandlung gemacht. Bei dem einen Standplatz ist alles soweit o.k. aber bei dem anderen Standplatz sind 2 Völker kaputt. Die Anzeichen sind aber nicht wie bei Varroa, sondern bei beiden Kästen sind die ganzen toten Bienen inklusive Königin auf dem Boden. Die beiden Völker waren im Abstand von 1 Meter aufgestellt
    und es war die ganze Futtermenge noch vorhanden. Auf der anderen Seite vom Bienenhaus hat ein Imkerfreund seine Völker stehen, die sind alle o.k. Der Imkerfreund meinte, dass es vielleicht Viren waren oder eine Wasserader unter dem Bienenhaus an der Stelle. Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen und wo kann ich die toten Bienen einschicken zur Untersuchung.


    Mfg
    Roman1984

  • Hallo Simon
    Der Rainer hat den "Zähneklappern" geschlossen,
    aber ich habe da noch ene Frage:
    Die Bienen sterben in der Traube an Varroa, nicht verhungert,ein großer Teil auf den Waben,der Rest liegt auf dem Boden.
    Dann müssten doch aber beide Gruppen mit vielen Milben besetzt sein,natürlich auch tot,oder ?
    Wie ich meine verstanden zu haben sind keine Milben zu finden,
    Gruß
    Helmut

  • Was unmittelbar führte zum Tod des Berges Bienen auf dem Boden und der Immen in der Rest-Bienentraube, auch, wenn nur das Sterben sie in der Traubenform vereinigt? Es kann nicht die bloße Anwesenheit einiger Milben in der rel. kleine Resttraube sein! Dabei gilt es, wie immer wieder geschrieben wird zu bedenken, dass bei hoher Milbenlast die betreffenden Bienen selbst bei Frost mit ihrer Last den Stock verlassen. Und heftigen sowie Dauerfrost gab es in der jetzigen Überwinterungsperiode noch nicht.

  • Es kann nicht die bloße Anwesenheit einiger Milben in der rel. kleine Resttraube sein!

    Nein, kann es nicht. :roll: Nie und nimmer. :daumen: Alles, bloß die Milbe nicht. :u_idea_bulb02: Schließlich kann es nicht immer nur die Milbe sein!


    Laßt uns weiter Bißchen im Kaffesatz lesen! Bitte keine Probe einschicken! Auf keinen Fall. Sonst käme da womöglich raus, daß das Volk hochgradig Nosema hatte, daran alleine aber nicht eingegangen wäre, hätte es nur ausreichend gesunde Jungbienen gehabt. Dann war natürlich die Nosema Schuld und nicht etwa die fehlenden Jungbienen. Ist doch klar.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Leute,
     
    ich hab grad mal wieder bei meinen 8 Völkern ne Gehörprobe gemacht. Es summt noch in jedem Stock, bin sehr erleichtert.
     
    Muss allerdings zugeben, dass ich im Herbst behandelt habe, wie verrückt. 2 Monate lang, je nach Witterung wöchentlich mit OS begast oder AS mit Schwammtuch. Bei jeder Kontrolle wurden das eher mehr als weniger Milben. Für mich hat sich die Frage gestellt: Entweder so lange behandlen bis das aufhört, selbst auf die Gefahr hin, dass es den Bienen langsam zu ätzend wird, oder der Milbeninvasion nur "sanft" gegenzuhalten und damit das Risiko der Winterverluste in Kauf zu nehmen. Wo die her kamen war mir zwar ein Rätsel, aber andererseits konnte ich ja nichts dagegen unternehmen, also wars auch irgendwie wieder wurscht, sie waren da.
     
    Naja, momenatan schauts so aus, dass ich richtig entschieden habe. Hoffentlich fällt ihr jetzt nicht über mich her, wegen den vielen Behandlungen.
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hi Gerhard,
    kannst Du mal genauer beschreinen was und wieviele Behandlungen Du wann durchgeführt hast?
    Kann es sein, dass viele Ihre Bienen totbehandeln oder verkraften die das wirklich so gut.
    Wenn ja, dann wäre ja schon fast des Varroaproblem gelöst.
    Alle behandeln maximal und dann ist erstmal eine Weile wieder Ruhe.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo,
     
    glaube nicht, dass das Varroaproblem so einfach zu lösen ist.
     
    Ich habe das so gemacht: Wenn die Witterung für AS nicht optimal war, habe ich die OS mit dem Oxamat verdampft. Soweit ich das beurteilen kann, wird das OS-Gas von den Bienen gut vertragen, bei uns im Verein hatte damit noch keiner Königinenverluste zu beklagen, auch tote Jungbienen sind selten. Allerdings wirkt OS-Gas kaum in die Brut. Gleich nach dem letzen Schleudern konnte ich mit dem AS-Schwammtuch behandeln, was - so glaube ich - sehr wirkungsvoll war. Aber gegen die permanente Reinvasion wollte ich wirklich wochentlich und regelmäßg vorgehen. Witterungsbedingt hat sich etwa ein 50% AS/50% OS Behandlungsmix über c.a. 8 Wochen ergeben, bis sich dann endlich die Milbenlast minimiert hat. Aufgrund des hohen Befalls habe ich die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Bienen zu Tode behandle geringer eingeschätzt als das Risiko eines Zusammenbruchs durch Varroa.
    Von den AS-Verdunstern halte ich nicht so viel, weil meiner Meinung nach eine kurze und kräftige Behandlung verträglicher und auch wirkungsvoller ist, als das dauerhafte bedunsteln. Ausserdem wirkt der Verdunster nur bei entsprechender Witterung und ich wollte den Milben gezielt regelmäßig die letze Ehre erweisen.
     
    Also, ich bin ein Anfänger und kann nur meine Überlegungen dazu mitteilen, über viel Erfahrung verfüge ich nicht. Viellecht kann mir einer der erfahrenen Imker seine Meinung dazu sagen. Die Zulassungsstreiterei des Oxamats ist mir ehrlich gesagt wurscht. Für die Bienen ist es gut verträglich und ich kann mich mit Mundschutz ausrüsten, wenn ich unbedingt meinen Rüssel rein halten muß.
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo Gerd !
     
    Meine Frage ist nur, wie wurde die Höhe des Milbenbefalles festgestellt? Denn nach einer OS-Behandlung dauert der Milbenabfall laut Dr. Liebig sehr lange an, wodurch man nicht mehr feststellen kann, ob es sich um einen natürlichen Abfall oder um eine behandlungsbedingten Abfall handelt. Ist die Anzahl der gesamten abgefallenen Milben bekannt, würde mich interessieren.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo,
     
    also, ob es sich um Milben handelte, die keinen Bock mehr hatten, oder um junge, reproduktionsgeile, konnte ich natürlich nicht feststellen. Aber ich bin mir sicher, dass ich die Milbenlast von anfänglich Hunderten, in Einzelne, also um 10², reduziert habe. Nach den ersten Behandlungen hat sich der Milbenabfall deutlich reduziert, allerdings auf hohem Niveau, so dass ich die Behandlungen regelmäßig fortgesetzt habe. Daran hat sich dann mindestens 4 Wochen kaum was verändert, bis dann endlich nur noch einzelne Milben auf den Windeln lagen.
     
    MEIN Fazit für die Behandlung im Spätsommer ist:
     
    - für die Dauer und Intesität der Behandlungen ist für mich die Milbenlast im Volk entscheidend. Ein allgemeingültiges Rezept bzgl. Behandlungsmethoden und -dauer, gibt es aufgrund der wechselnden Umstände derzeit nicht.
     
    - da die verschiedenen Behandlungsmethoden unterschiedlich wirken und teilweise witterungsabhängig sind, werde ich mein Behandlungskonzept den wechselnden äußeren Umständen (Witterung) anpassen. Um regelmäßige und wirkungsvolle Behandlung durchführen zu können, werde ich entweder AS-Schwammtuch oder den Oxamat einsetzen.
     
    - Einer Reinvasion kann ich letztlich auch nur bedingt durch Abstimmung mit den Nachbarimkern entgegenwirken. Erstens sind nicht alle kooperativ und zweitens ist die Kontamination durch "wilde" Völker immer vorhanden. Folglich kann ich derzeit nur mit eigenen Behandlungen reagieren.
     
    Ich möchte die Experten hier bitten, mich in den Punkten zu korrigieren, bei denen ich falsch liege, bitte dabei aber mein Outing als Behandler zu berücksichigen.
     
    Danke schon mal und viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo Gerhard,
    Wenn wir mit Ameisensäure behandeln vernichten wir auch die Varoas in den verdeckelten Waben.
    Somit müssten noch eine ganze Zeit nach der Behandlung die Windeln voll sein, ohne dass wirklich viele Varroas noch überlebt haben.
    Gibt es hierzu eine Auswertung?

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )