Sollte man eine Königin mit einer Handvoll Begleitbienen retten? Wie macht man das?

  • Hallo Ihr Varroa-Leidgeprüften,
     
    bald stehen wieder einige von uns vorm Scherbenhaufen. Unabhängig davon, wer wann welchen Fehler macht, oder nicht macht. Es sollte, so denke ich, nicht immer nur vordergründig um den Kampf gegen die Varroa gehen. Wenn schon teilweiser Rückzug, dann so „vollständig“ wie möglich, in dem wir „Verwundete“ mitnehmen. Vielen, auch Anfängern wurde das helfen, auch Hoffnung geben.
    Wie denkt Ihr über dieses Thema?

  • Moin,


    es hat keinen Sinn halbtote Minivölkchen im Dezember retten zu wollen, weil man mit den paar Bienen im Frühjahr keinen Staat machen kann. Selbst wenn man sie in die Wohnung holt und irgendwie päppelt fliegen sie beim ersten Sonnenstrahl im Frühjahr ins Nirwana. Selbst Versuche Königinnen in Kleinstvölkern zu überwintern haben recht hohe Verlustraten und dienen nicht der Völkerüberwinterung sondern nur der Königinnenüberwinterung.


    Völker kann man im Winter zur Winterbehandlung zu machen oder im Frühjahr, wenn die andern zur Reinigung fliegen. Dazwischen kann man sterbenden nicht helfen und lebende würde man nur stören. Ein totes Volk darf auch unbemerkt den ganzen Dezember über tot und offen bleiben. Winterverluste sind nun mal hinzunehmen. Die kann man maximal maximal minimieren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
     
    ich dachte, wenn ich das im Februar reinstelle, wird klar, daß ich nicht irgendeine Manipulation im Winter meine. Außerdem geht es mir um Hilfe bei der "Selbsthilfe". Irgendein Altmeister hatte doch mal gesagt, das eine Weisel im Frühjahr ein halbes Volk wert wäre!?
     
    Herzliche Grüße, Torsten

  • Früher, da konnte eine Weisel so alt werden, daß sie alters starb im Winter. Da hatte man dann ein gutes Volk und keine Königin dazu. Das ist eine andere Problematik. Varroa-Schäden wirst Du nicht finden, in der Literatur um 1920.:wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Na klar Henry,
     
    soo alt sind wir beide ja nicht, das wir von den damaligen Problemen mehr als Kenntnis haben. :daumen:
     
    Aber ich kenn schon noch die Nosema-zeit mit ihren, heute vergleichbaren Volkszusammenbrüchen. Zeiten, in denen Z.Bsp. der Raps in unserer Höhe kaum vor Mitte Juni blühte und in Beobachtungsberichten von 5 wiklichen Trachttagen im Jahr gesprochen wurde. Damals habe ich angefangen und sofort versucht, die ersten Völkchen vor dem Untergang zu retten. Damals habe ich mir bei meinem Opa die ersten "Sporen" verdient. In der ersten Varroazeit habe davon profitieren können.
    Weil Du vorhin den Winter erwähnt hast: In Kanada sollen um den Februar herum bei Temperaturen bis -20° C Manipulationen an offenen Völkern gemacht werden, die den Zweck haben, die brütende Wintertraube nicht den Kontakt zum Futter verlieren zu lassen. Einen Link muss ich Dir schuldig bleiben. Das ist Literatur, und die ist bei mir zu Hause(570km weg)
    Übrigens kann ich nur während der Pausen hier auf der Arbeitsstelle reagieren.
    Mit Recherchieren ist da gleich gar nix.
    Im Übrigen geht es mir (nochmal wiederholt!) um Hilfe. Wir können (meine Meinung!) nicht einerseits uns über mangelnden Nachwuchs beklagen, wenn wir andererseits von Betroffenen erwarten, dem Sterben ihrer "Restvölkchen tatenlos zuzusehen! Vielleicht noch mit dem Satz: "Im Juli kannst du dir einen neuen holen! Bis dahin drück die Schulbank!"
     
    Nachdenkliche Grüße, Torsten

  • Danke dem Drohn für Seinen Beitrag!:p_flower01:
     
    Wenn die Bienenkugel 3 Wabengassen belagert und die mittlere mind. 15cm hoch ist, habe ich auch noch nichts gemacht. Wenn sich da nichts Wesenliches ändert, hat's bis ins Frühjahr Zeit. Weniger als 3 Wabengassen allerdings sind Bienen nur Tage, kaum Wochen lebensfähig. Also bleibt nur Eingreifen oder Sterben lassen.
     
    Bis morgen dann!
     
    Mit Herzlichen Grüßen, Torsten

  • Hallo ,schau mal hier:


    http://www.holtermann-shop.de/…ory/segeberger-beute.html


    Art:Nr.1280 Zwichenboden . Die Platte mit den Öffnungen für Bienenfluchten entnehmen .
    Dann das Drahtgitter rein . Flugschlitz einengen . Zwischenboden auf größtes Volk aufsetzen.
    Dann Kleinvolk oben aufsetzen .Die von unten aufsteigende Warmluft hilft dem Kleinvolk mächtig .Einige zusätzliche Bienen kann man auch noch zugeben !


    Mit imkerlichen
    Gruß Josef.
    derbocholter

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Die von unten aufsteigende Warmluft hilft dem Kleinvolk mächtig .



    Hallo,


    das legt dann wieder den Gedanken nahe, unten eine X-beliebige Wärmequelle und oben dann das zu rettende Minivolk drauf...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,
    der gute alte heißgemachte Ziegelstein, den man früher unter die Völker zu legen pflegte...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.