Hilfe beim Zusammenstellen von Langstroth Beuten

  • Im Frühjahr soll es nun ernst werden und ich möchte mir jetzt langsam aber sicher meine Weihnachtsgeschenke zusammenstellen. Kann mir dabei Jemand helfen????? :wink:
    Habe mir verschiedene Anbieter im Netz angesehen und bin nicht sicher was zu einer vernünftigen Erstausstattung für 3 oder alternativ 5 Völker gehört. Bei www.hofmaier.de würde ich mir das gerne zusammenstellen und dann berechnen um vergleichen zu können, bin aber nicht weit gekommen.
    Dort erscheint mir die Qualiatät recht gut und die Lieferkosten sind auch moderat. Mir ist auch nicht klar ob dort wirklich alle Teile für eine Komplettzarge angeboten werden? Schimpft bitte nicht wieder auf die ahnungslosen Anfänger, irgendwann weiß ich auch mehr.Freue mich auf nette Hilfe, Tine

  • Hallo Tine,
    ich hab mir dieses Jahr einige bei ihm gekauft und kann die hohe Qualität nur loben!
    Ich habe Langstroht 2/3 Flachzargen und habe für meine Naturbauversuche auch 10er Dadant angeschafft.
    Du kannst bei ihm alles notwendige finden.


    Aber was willst du überhaupt? Als Flachzargen (leichter handhabbar als Ganzzargen!) kannst du die 2/3 auch als Honigräume verwenden, wenn du wie ich auf Dadant umschwenken solltest (wegen des ungeteilten Brutraums). :wink:


    Gitterboden
    Zargen
    Rähmchen
    Innendeckel
    Isolierplatte
    Außendeckel


    Sag mal was Du vor hast.


    Gruß
    Ralph

  • Was ich genau vor habe ist auch noch nicht klar, aber so viel: ich möchte
    gerne im Frühjahr anfangen, Bienen werde ich sicher hier von einem erfahrenen Imker bekommen. Den erreiche ich über Winter nur schwer und ich höre auch noch gerne andere Meiniungen. Ich bin auf Langstroth gekommen weil ich es für einfach und gut halte. Natürlich möchte ich nicht nur Vollzargen sondern auch Flachzargen wegen dem Gewicht und dem Kreutz mit dem Kreutz. :-( Na ja Du weisst schon. Was ist mit einer Futterzarge? Gitterboden okay aber gibt es kein Fach für die Varroamilben? oder wie ist das bei Langstroth? Ich möchte es zwar langsam angehen, aber ich möchte doch einigermaßen alles da haben, gerade weil ich nicht besonders viel Zeit habe und das bischen will ich für die Bienen haben. Alle anderen Werkzeuge kann man gut in den Büchern
    nachlesen. In der Nähe gibt es einen Handel für Imkereibedarf aber leider keine Langstrothbeuten.Danke ersteinmal für deine Hilfe:daumen:
    Tine

  • Was ich genau vor habe ist auch noch nicht klar, aber so viel: ich möchte
    gerne im Frühjahr anfangen, Bienen werde ich sicher hier von einem erfahrenen Imker bekommen.


    ok. Das ist nicht die beste Voraussetzung. Dazu später mehr.

    ...
    Natürlich möchte ich nicht nur Vollzargen sondern auch Flachzargen wegen dem Gewicht und dem Kreutz mit dem Kreutz. :-( Na ja Du weisst schon.


    Auf Vollzargen würde ich verzichten. Eine Zarge ist sehr wenig, den raum von zwei Zargen erreichst du auch mit 3 x 2/3 Zargen. Wenn du Wert auf ungeteilte Brutwaben legst, dann probiere die Dadantkiste.
    Du wirst sicher nicht gleich 5 oder mehr Beuten kaufen. Wenn dein Gefühl dich zu Langstroht geführt hat, und du zu Beginn nur 2 oder 3 Beuten kaufst, ist ein späterer Umstieg zu verschmerzen. Ich kann deine Entscheidung für LS gut nachvollziehen, aber benenne deine Gründe doch hier noch einmal.



    Was ist mit einer Futterzarge?


    Naja, die kostet viel Geld, mit einer Leerzarge und dem angebotenen Innendeckel (hat ein verschließbares 115 mm Loch) kannst du auch gut füttern. Genaueres später.


    Gitterboden okay aber gibt es kein Fach für die Varroamilben? oder wie ist das bei Langstroth?


    Doch, der bietet den Gitterboden mit Varroaeinschub.

    In der Nähe gibt es einen Handel für Imkereibedarf aber leider keine Langstrothbeuten.


    Das ist genauso wenig ein Problem, wie es unnötig ist, dein Rahmenmaß nach den dich umgebenden Imkern und deren Maß zu richten.


    Gruß
    Ralph


    PS: Trotzdem würde ich Dir empfehlen, nach einem Imker in Deiner Nähe zu suchen, der auf Deiner Wellenlänge funkt und Dich unterstützen kann.


    PPS: Was ist Dein Hauptgrund für den Einstieg in die Imkerei?

  • Danke Euch wirklich sehr, hier kommt doch etwas für mich rüber.
    Also bei Jasniak habe ich schnell nachgesehen, werde dort anrufen und mir ein verfnünftiges Angebot machen lassen, hoffe auf die gute Beratung. Das mit der Leerzarge und Innendeckel habe ich nun auch begriffen. Der Grund für meinen Einstieg ist wirkliches Interesse an den Bienen, hatte ich als Kind schon, aber es gab im Bekanntenkreis keinen Imker. Nun beschäftige ich mich schon länger, mal mehr mal weniger intensiv mit dem Thema, habe mir einige Veranstaltungen angesehen und auch einen netten Imker gefunden. Diesen werde ich dann wenn es los geht auch wieder aufsuchen. Er hat mir auch Hilfe angeboten. Mich hat das Fieber auch gepackt, hätte beinahe schon im Spätsommer angefangen, fand das aber zu überstürtzt und habe mich dann gebremst. Ich habe lange überhaupt nicht den Mut gehabt mir dieses Hobby zuzulegen. Ich bin einfach begeistert, aber ich bin mit Sicherheit nicht naiv, ich kann mir inzwischen gut vorstellen was da dran hängt. Mich reizt auch ganz besonders die Tatsache, dass es sich um ein anspuchsvolles Hobby handelt. Und noch obendrein, die Bedingungen in meiner Umgebung sind sehr gut, Garten, Wald in der Nähe, direkt neben meinem Garten fangen die Havelwiesen an, eine prächtige Lindenalle vor dem Haus und viele weitere Gärten grenzen an. Ich habe auch den Willen zum Durchhalten, zum Lernen und ich kann auch mit Rüchschlägen fertig werden, damit muss man einfach auch rechnen. Apropo rechnen, ich weiss auch dass es ganz lange nur kostet, wer weiss wenn ich mal Rentner werde, in mehr als 16 Jahren???? Schaun wir mal was dann ist! Danke an Euch, weiter so, ich freue mich über Eure Hilfe, Tine:daumen:

  • Hallo Tine,
    überstürze nichts, der Winter wird lang! :wink:


    Belese Dich zu den Beuten noch einmal. Eine gute Quelle ist die Arbeitsgemeinschaft der Magazin-Imker.


    Dort wird das zueinander kompatible, falzlose Beutensystem propagiert. Du bleibst damit in Deinen Entscheidungsmöglichkeiten wirklich flexibel!


    http://magazinimker.de/kompati…ten/kompatiblebeuten.php4


    Achte vor allem auf die falzlose Ausführung der Zargen! Es macht das Arbeiten leichter und vermindert das Bienenquetschen.


    Aber bevor du Dir den Kopf über die Beuten zermarterst, lies Dir im Forum besonders die Diskussionen zum Umgang mit der Biene durch. Es zeichnen sich im groben zwei gangbare Wege ab.
    Es gibt hier für jeden Weg Fachleute. Wer auf welchem Weg wandelt wirst du schon erkannt haben, oder noch erkennen.


    Investiere am Anfang nicht zu viel Geld, sonst wird aus Deinem Interesse an den Bienen schnell ein Interesse an viel Honig... :p_flower01:


    Gruß
    Ralph


  •  
    ''Achte vor allem auf die falzlose Ausführung der Zargen!''
     
    Ich habe die Segebergergerbeuten. Mit einem Falz, der verhindert, dass das Regenwasser nicht ins Innere eindringen kann.
    Ich quetsche die Bienen nicht. Ich verdränge sie mit dem Rauch bevor ich die Zarge aufsetze.


    Was mich stört, ist das zwischen den Zargen stehende Wasser.
    Bei den Holzbeuten sicher unsichtbar, weil es in die Wände eingesaugt wird!
     
    MfG

  • ...Mit einem Falz, der verhindert, dass das Regenwasser nicht ins Innere eindringen kann.


    :-D Irgenwie schaffen es meine Bienen so abzudichten, dass da kein Wasser reinläuft. Wie auch? Höchstens mit einem stetig gleichförmigen Seitenwind! :cool:
     

    ...Ich verdränge sie mit dem Rauch bevor ich die Zarge aufsetze...


    Ich hab dieses Jahr kaum Rauch benötigt... :daumen: Nur wenn ein "fremder Imker" mit dabei ist brennt vorsichtshalber der Smoker. Oder bei "schweren Eingriffen" die ich weitestgehend versuche zu vermeiden. :wink:

  • Hi Tine,
    Holz oder Schaumstoff, das ist die Frage!!!
    Kunststoff von Holti(Holtermann), 1 Komplettkiste- Boden (flach/Hoch) 3 Vollzargen, Futterzarge, Deckel - Summe ca 100€ + Deckelklemme + 40 Rämchen + Gitter(ca 45€) und gut.
    Holzzargen, nicht von Holti, kosten etwa das Gleiche, müssen aber noch montiert werden!!!
    Achte auf die Qualität!!!!
    Knäcke

  • hi Szar,
    na zusammenschrauben und verleimen!
    Die Seitenteile sind Stossgefalzt und der ganze Kram kommt als Brettersammlung ala Ikea.
    Nur ohne Schrauben und Imbusschlüssel!
    Die Schaumstoffkisten kannste gleich hinstellen und die Holzkisten musste halt sammschrauben. Es ist eh Winter und der Bastelkeller ist frei.
    Bedenken sollte man den Gewichtsunterschied, für Frauen und Rückenkranke sind die Schaumis DIEEEEE Lösung, denn Langstroth ist ne schwere Kiste mit 4-5kg je Honigwabe*10 oder 11....
    Die Holzis bringen leer ca 40-50 kg als Turm, die Schaumis nur 13kg!
    Knäcke

  • Also meine gekauften Holzbeuten waren immer komplett und zum SOFORT losimkern. Ich musste da noch nie schrauben. Man hat natürlich den Vorteil, wenn Fähigkeiten vorhanden, selbst welche herstellen zu können. Der Gewichtsnachteil bei Holzbeuten ist wahr, jedoch durch die Holzart variabel.
    @ Tine du wirst zu beiden Beutenarten (Holz und Schaumstoff) Vor- und Nachteile finden. Bei mir war das eine Entscheidund wie aus dem Bauch heraus.
    Ich wollte lieber Holz als Kunststoff im Garten haben.
    Gruß Peter