Alternative Vorschläge zur BIENenhaltung

  • Hier sollte jeder ungeachtet seiner Betriebsweise sich einbringen, der neue
    oder auch alte Wege sucht, die Vitalität des BIEN zu fördern und zu erhalten.
    In Betracht der Betriebsweise von Günter Friedmann, Michael Weiler und vielen anderen.:daumen:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • :p_flower01:Danke für die neue CHANCE!


    Liebe Interessierte,
    meiner Meinung nach stehen wir in einer Symbiose zu den Bienen.
    d.h. der Bien braucht uns und wir brauchen die Bienen.
    Es wurde gemunkelt (Einstein), daß mit dem Verschwinden der Bienen
    auch rasch der Mensch verschwindet.
    Wir IMKER sehen uns daher einer großen Aufgabe gegenüber, die
    keinerlei LÄCHERLICHKEIT duldet!
    Wir haben das Problem, daß durch die Varroamilbe und die dazu notwendigen
    Indikatoren zur Bekämpfung nicht immer wirkungsvoll sind oder ganz zur Resistenz führten. (30 Jahre nach Varroa). Von der Belastung des Biens,
    des Honigs und des Wachses ganz zu schweigen.
    Die durch diese Problematik aufgezwungene Völkerführung hat mich verunsichert und neue Wege suchen lassen.
    Ich bin zur Erkenntnis gekommen, daß man mit Bienen anders umgehen kann
    und andersumzugehen hat.
    Wobei das sehr unkompliziert ist und keine Kopfschmerzen verursacht.


    Das Auffälligste ist, das die Vitalität der Biene abnimmt und die Schadens-
    schwelle der Varroa dadurch höher liegt.
    Es gibt in der Evolution immer eine logische Weiterentwicklung.
    Der BIEN ist 80 Mio.Jahre, der Mensch 5 Mio.!
    Was tun wir da, gemessen an der Zeit?


    Hab noch viel zu schreiben. udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Lieber Udo,


    Einstein mag ich sehr... und ich bezweifle auch nicht seine Aussagen, sowohl in den Bereichen Physik als auch allgemein, auch wenn manche von der Zeit mittlerweile modifiziert sind... sein, aus welchem Zusammenhang auch immer geholter Spruch macht Angst und die ist ein schlechter Ratgeber...


    Recht mag er haben bezüglich des heutigen, sesshaften Menschen. Doch gibt es viele Pflanzen, die vom Wind bestäubt werden... Sammler und Jäger hätten also ne Chance.


    Trotzdem hab ich mich aufgrund seines Ausspruches näher mit dem Thema befasst und dabei erfahren (obs stimmt oder nicht... ich weiß es nicht, wer nicht selbst die Statistiken erstellt hat, weiß es nicht), dass auch Wildbienen noch reichlich bestäuben, so man ihre Umwelt nicht soweit "modernisiert", dass sie nicht mehr genug Futter finden.


    Jetzt wollte ich mal fragen, ob die Solitärbienen eigentlich auch unter der Milbe zu leiden haben, wenn ja, in welchem Ausmaß, wenn nein, wo der Unterschied ist... vielleicht gäbe es da einen Ansatz???


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hallo, Lisa,
    nein, die Solitärbienen sind für die Milbe völlig uninteressant, weil die "nur" im Frühjahr schlüpfen, sehr kurz leben, ihren Nachwuchs verproviantieren und dann zügig sterben.
    Varroa braucht überwinternde/übersommernde ganze Völker, keine Einzelindividuen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke Sabi(e)ne...


    das löst jetzt eine Flut von Gedanken in mir aus.. aber um bei den Bienen zu bleiben... irgendwie kommen die Wildis von einem Jahr zum andern... und fangen dann neu an?


    Bevor mich mein Gedankenschwapp in den Synapsenkollaps bringt... sag ich gute Nacht


    Herzliche Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Moien, Lisa,
    es gibt absolut keine Erkenntnisse, daß Solitärbienen etwas gegen zu setzen
    hätten. Das sagte auch Sabine.:)
    Jäger-und Sammler-Mentalität verstehe ich auch, aber ist in diesem Thema
    nicht nützlich für den BIEN.:Biene:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Lieber Udo,


    ich finds insofern nützlich, weil ich mir denk, es ist eben für uns, so wie wir grad leben, wichtig, die Honigbiene aus egoistischen Gründen weiterzufördern. Es gibt leider sooooo viele Tiere, besonders Insekten, die uns - scheinbar - gar nicht betreffen... ich glaub, es hängt schon zam... auch, mir die Gründe klarzumachen, warum ausgerechnet die Honigbiene wichtig ist...


    Schlaf gut!!
    Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • :liebe002: Zum letzten und dann schläfst du:
    Es ist nicht egoistisch, Bienen zu halten, WIR brauchen sie und sie brauchen
    uns!!!:-Grosse ALARMMELDEGLOCKE! Es ist kein Spaß, keine Verlustigung,
    wir können so nicht mehr rumblödeln.
    Nimm es nicht persönlich:liebe002:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • :Biene:Liebe Lisa,
    mir sind schon manche Themen gekippt worden, ich bin stolz, daß ich hier eine echte
    Chance erhalte.:roll:

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo bienudo,


    ich denke, du hast recht bezüglich der Forderung, dass endlich eine der neuen Situation angemessene Betriebsweise entwickelt werden muss. Durch die Säurebehandlungen wird die Vitalität der Bienen geschwächt und die der Varroen gestärkt. Das ist ein Teufelskreis, aus dem Bien und Mensch nur als Verlierer hervorgehen können.


    Von einem erfahrenen Imker, dessen Namen ich nicht nennen will, und der bereits seit Jahren nicht mehr behandelt, erfuhr ich, dass er auf seinem Bienenstand irgendwie eine sanftere Milbe 'gezüchtet' habe, indem er über Jahre alle Völker, die den Winter überlebten, reichlich vermehrte. Damit belohnte er jene Milben, die ihre Wirtsvölker nicht ausrotteten und bestrafte jene, die ihre Wirtsvölker nicht über den Winter kommen ließen. Binnen einiger Jahre hatte er eine freundlichere Milbe.


    So etwas nennt man dann Koevolution. Ich schrieb schon einmal über diese Sache, benutzte allerdings etwas missverständlich das Wort "Symbiose".


    Ich habe mir aus solchen Kenntnissen und meinen Überlegungen eine neue Betriebsweise ausgedacht und mit Hilfe der hier Anwesenden ein wenig (im zT heftigen Streit) getestet, bevor ich sie nächstes Jahr praktisch anwenden werde.


    In einem ersten Schritt werde ich die Vitalität meiner Bienen stärken, indem ich ihnen ab nächstes Jahr nicht mehr mit Säure die Fühler verätze. Außerdem bringe ich sie auf ihre natürlich Körpergröße zurück, was das Immunsystem zusätzlich stärkt. Zudem werde ich alle Völker, die den Winter überleben, vermehren: Schwarmvorwegnahme, Kunstschwärme, Naturschwärme.
    Das bedeutet: Fangwabenverfahren und kleine Zellen, kleine Wabenabstände (4,9 mm Zellen, Wabenabstand 32 mm). Säure nur noch, falls das mit den Fangwaben überhaupt nicht funktionieren sollte, wie die Experten im Forum mir versicherten.
     
    Habe ich es geschafft, meine Völker von derzeit 5 auf mindestens 10 zu vermehren (1 Wirtschaftsvolk werde ich mir außerdem hinzukaufen), kommt der sog. "Überlebenstest" mit der sog. "Züchtung" einer milden Milbe. In diesem Stadium gebe ich dann keine Zellgrößen mehr vor, sondern lasse Naturbau zu. Ob dieser Schritt bereits übernächstes Jahr schon möglich ist oder ob ich noch ein Jahr mit Fangwaben dazwischenschieben muss, wird sich zeigen.


    Als begleitende Maßnahme lasse ich die Abdeckfolie weg, in den Deckel kommt seitlich ein kleines Flug- und Lüftungsloch (auch gegen Schimmelbildung und zum Honigtrocknen). Sobald das Fangwabenverfahren abgeschlossen ist, kein Absperrgitter mehr und nur noch wenig Zuckerwasserfütterung, mehr eigener Honig.


    Soweit meine Pläne, die natürlich ständig verbessert werden. Bis nächstes Jahr ist noch weit...


    viele Grüße
    joachim

    Anfänger, Imker seit Mai 07, 5 x Carnica, 1 x Primorski, Selbstbauholzbeuten, Deutsch normal