Wir reden uns um Kopf und Kragen!

  • Ich schon wieder, ich weiß:oops:
     
    Aber ein wenig Diskussionsstoff brauchts nunmal!
     
    Den link zur TBH von der lvbi hat hoffentlich jeder gesehen und gelesen.
    Darin wird verwiesen auf die Anfragen von interessierten Nochnichtimkern.
    Ein Fachwart schimpfte bei der letzten Tagung, was das Ganze denn da soll, mit ihren Kisten. Ich seh das anders!
     
    Bin froh, daß Eric seinen Warre ausgebuddelt hat und Markus die Tunnels ins Gespräch brachte und nun der link von der lvbi. Das bringt mich doch dazu:
    Irgendetwas machen wir/ich falsch in Sachen Nachwuchs.
     
    Wir reden uns um Kopf und Kragen, da nehm ich mich nicht aus.
    Zum Imkern sag ich immer brauchts drei Sachen: Ein gscheiter Smoker,
    ein Stockmeißel und ein Bartwisch.
     
    Doch eigentlich tuts ein Zigarrerl, ein scharfer Meißel und ein Indianerfederl auch.
    Will damit sagen, wir sagen den Anfängern zuviel:
    Ja, dann brauchst Mittelwände, doch paß auf, wo Du die käufst wg. der Belastungen, dann brauchst eine Schleuder, einen Abfülltopf, ein Melitherm,
    ein Edelstahlsieb und und und. Und natürlich Kästen und Bienen.
     
    Daß sich da so mancher umdreht und "nein Danke!" sagt, ist doch verständlich. Von den gutgemeinten Ratschlägen der verschiedenen Betriebsweisen/Rassen einmal abgesehen.
    Wir sollten daher dringlichst uns selbst bei der Nase nehmen und unsere Klientelwerbung anders gestalten.
     
    So nach dem Motto: Ein Imp in jeden Garten!
     
    Da kommt mir jeder Umweg TBH, Warre oder Tunnel gerade recht!
     
    Viel Senf, wünscht ich mir zu diesem Thema.
     
    Gruß Simmerl

  • Da hast du nicht ganz unrecht.


    Ich habe ja auch diese Saison angefangen, und war Anfangs schon ganz schön überfordert ob der Masse an Variationen und Gerätschaften, und gerade für "eingefahrene" Imker ist nur die Beute A das Wahre, Beute B ist der völlige Mist und umgekehrt. Da gibts wenig grau, aber viel Schwarz und Weiss. Letzendlich habe ich mich erstmal völlig meinem Bienenpaten ergeben und seine Betriebsweise und die entsprechenden Geräte fürs erste Jahr 1:1 übernommen, und da wirklich wie Du schon sagst, nur das notwendigste:


    Stockmeissel
    Smoker
    Beute
    paar Bücher


    Alles andere hab ich mir ausgeliehen und so konnt ich erstmal ganz gut vergleichen und nächste Saison nach und nach die Dinge ändern oder nachkaufen, die ich für mich selbst für sinnvoll halte. Vielleicht ist weniger oft mehr.

  • Moin Tombee,

    Letzendlich habe ich mich erstmal völlig meinem Bienenpaten ergeben und seine Betriebsweise und die entsprechenden Geräte fürs erste Jahr 1:1 übernommen.

    und genauso muß das! :wink: Schließlich willst Du was lernen und er Dir was beibringen. nd er weiß nun mal am Bestenbescheid über die Sachen, die er hat und mit denn er arbeitet und deren kleine Kleinigkeiten er kennt. Schließlich wollt Ihr ja nicht gemeinsam neu Betriebsweisen und neue Beuten entdecken, sondern es geht um Grundlagen.


    Stellt Euch nur vor, Ihr geht in eine Tauchschule und dort lehrt man das Tauchen mit einfachen Reglern von Scubapro und mit bleiintegrierten Jackets von mares. Würdet Ihr noch bevor Ihr tarieren könnt anfangen andere Jackets auszuprobieren und noch bevor Ihr Wechselatmung beherrscht Eurem Gegenüber einen ihm unbekannten Regler zumuten? Nix würdet Ihr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also, lieber Simmerl,


    ich muss schon sagen, dass Du Dir da wohl in meinem Fall überhaupt keine Mühe gemacht hast :wink: Weder hast Du mich mit Informationen überschüttet, noch total verwirrt (hehe, das kann ich schon selber, mich wirr lesen), noch abgeschreckt. :liebe002:


    Ich kenn das halt aus der Pflanzenwelt... wenn ich ne Kräuterwanderung mach, pass ich auch auf, zügel mich, weil alles auf einmal eh nur einen Wattekopf erzeugt.


    Mal so als Bienen-Anwärter: wichtig ist, dass der geneigte Imker selbst einigermaßen sicher ist, welches Betriebssystem er seinem Schützling ans Herz legen will. Wichtig ist, auch noch so kuriose Fragen zu beantworten (außer man hat so den Typ Mensch vor sich, der nur wegen des Fragens frägt... gibts ja auch...). Wahrscheinlich gut sind Humor und Toleranz. Und letztendlich sollten sich Pate und Anfänger zumindest einigermaßen riechen können, sonst wird das nix.


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Moin Simmerl,
    so ähnlich sehe ich das auch.
    Nach eigenen Erfahrungen kam ich zu der Überzeugung das,obwohl ich DNM habe,Zander in Verbindung mit Liebigs" Einfach Imkern" der beste und einfachste Einstieg für einen Anfänger ist.
    Doch wenn er nicht sofort den Bienenvirus bekommt,wirds schwierig,denn auch bei Liebig sind erst einmal einige Euro`s fällig,selbst wenn du ihm die Völker schenkst.
    Mal ganz abgesehen davon,wieviel Platz er plötzlich braucht.
    Vielleicht auch noch ein Auto?
    Was bleibt über: Oh,das ist aber ein interessantes Hobby,im Moment kann ich leider noch nicht,meine Arbeit ,wenig Zeit,meine Frau,die Küche,später aber bestimmt,ganz sicher!
    Deshalb lohnt sich der Weg über die Warre`,ohne das ganze Brimbamborium, für dieses Klientel ganz bestimmt.
    Wie ich in einem anderen Beitrag schrieb:man kann auch über den ersten Honig zur Biene Kommen.
    Wenn ihn dann der Bienenvirus erwischt kann er immer noch investieren,aber gaaaaanz langsam je nach Lust oder Geldbeutel
    Das ist der Grund,das ich mich im Moment so in die Warre`reinknie e
    Das Klappt bestimmt ,nen paar Kandidaten habe ich schon im Auge.
    Nur die Varroa könnte mich noch stoppen.
    Gruß
    Helmut

  • :pNa Lisa, das läßt sich alles ändern!
    Ich werd mich bessern, versprochen.
     
    Das Wichtigste ist doch der Wille und wollen willst Du ja und Bienen, die Dich wollen, werden wir wohlwollend finden.
     
    Die Thematik betreffend: Wir sollten doch die Anfänger nicht zumüllen, das verschreckt. Einfach, einfach imkern, wenns geht: noch einfacher!
     
    Wer mal 30/40/50 Jahre geimkert hat, der weiß was man alles wegschmeißen kann und wie simple imkern sein kann. Es bedarf meist keiner großen OP´s, oft
    kommt man schon mit einem "Handauflegen" zurecht.
     
    Nein Henry , ich bin kein Alpenschamane und ich will auch keiner werden, aber um neue Imkerinnen und Imker zu werben, die dafür das schönste Hobby der Welt bekommen, ist mir fast jedes Mittel recht.:p

  • aber um neue Imkerinnen und Imker zu werben, die dafür das schönste Hobby der Welt bekommen, ist mir fast jedes Mittel recht.:p


    Oh, DAS tönt gefährlich... doch... wenn ich könnte, wie ich wollte, wär ich eine Fee, dem Simmerl den Wunsch erfüllend und natürlich, hüstl, würd ich dafür sorgen, dass unser Garten ein siebter ist... :lol:


    Wegen der Kosten, falls man doch gleich "klassisch" anfängt... würde es eventuell Sinn machen, bestimmte Dinge wie Schleuder oder ähnliches in einem Gebiet sozusagen gemeinschaftlich zur Verfügung zu stellen? Lohnt halt nur, wenn es genügend Nutzer gibt... oder in der Region nicht mehr gebrauchte Smoker, Handschuhe etc. flohmarktähnlich anzubieten (halt kein Floh sondern ein Bienenmarkt) Nur so als Idee...


    von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hallo Lisa
    Imker sind Eigenbrötler und Geheimnisträger !
    Es ist sehr schwierig gemeinsam Geräte zu nutzen,es sei denn einer ist dabei der alles organisiert,alles bezahlt,alles saubermacht und alles pflegt.
    Ein ganz ganz dickes Fell muß er auch noch haben.
    Man muß sich vieles selbst erarbeiten;zB das ein Dampfentsafter zum Wachsschmelzen ausreicht oder anstatt eines teuren Abfüllers ein Quetschhahn im Eimerdeckel ausreicht.
    Komischerweise erzählen Imker,die dich nicht als Konkurenten sehen ,viel mehr Tricks als dein Nachbar.
    Im Urlaub beim Biermeier in Bayern,da treffen sich Imker aus ganz Deutschland,der Schweiz und Österreich,kann ich gar nicht genug Ohren und Zeit haben,was da alles ehrlich rüberkommt.
    Aber auch kein Konkurent in der Nähe!
    Aller Anfang ist schwer,muß aber nicht unbedingt so teuer sein
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Leute,
     
    also mal aus meiner Anfängersicht:
    Am Wichtigsten ist es, einen Imkerpaten zu haben, mit dem auf einer Linie liegt, sonst hat das alles keinen Sinn. Normalerweise wird der Imkerpate die erfordeliche Ausrüstung an die Situation des Neulings anpassen. Wenn er über genügend Kohle verfügt und erkennbar ist, dass er nicht demnächst wieder abspringt, kann man ja schon mal etwas besser einsteigen. Denn auch die ersten Ergebnisse sind hier von grosser Bedeutung (Motivation).
    Ein armer Teufel (so wie ich) legt sich schrittweise eine vernünftige Ausrüstung zu und greift dabei immer weniger auf das Angebot seines Paten zurück, teuere Teile auszuleihen (Schleuder....).
    Auch als Anfänger habe ich keine Lust, mit minderwertigem Zeug zu handtieren und die Freude über das Ergebnis ist besonders groß wenn man im Vergleich zum Paten, Honig in annähernd geicher Menge und Qualität ernten kann. Vielleicht sollten da die Imkervereine den Anfängern mehr Ausrüstung anbieten.
    Mit den Rähmchenmaßen bin ich sowieso gut beraten, wenn ich mich auch am Paten, oder der umliegenden Imkerschaft orientiere (gegenseitiger Austausch).
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Es muss doch noch einfacher gehen als der ganze Rähmchensalat und Beutengemüse.
    Die schwierigst Frage am Anfang ist doch die, ob sie genug Futter haben, wieviel Honig kann ich wegnehmen, was mach ich mit der Varroa.
    Bienenbiologie gibt es in guten Fachbüchern.
    Bücher über Betriebsweisen würde der Drohn keinem Anfänger in die Hände geben.
    Magazinbeuten lenken den Blick vom Bien ab, mann sieht nur Scheibchen aber nicht das Ganze.
     
    Im Prinzip langt eine alte Hinterbehandlungsbeute die man total ausräumt, ein Spundloch in den Deckel schneidet und einen Schwarm einschlägt.
    Durch das Fensterchen hinten, lässt sich der ganze Jahreslauf schön beobachten, durch das Spundloch kann gefüttert werden oder ein HR aufgesetzt werden. Honig lässt sich auch gewinnen durch pressen und die Varroabehandlung läuft über verdampfen im Winter und beträufeln des nackten Schwarmes. Der bien wird dadurch kaum gestört und der Jungimker hat viel zu sehen.
    Nach zwei bis drei Saisonen ist der Jungimker so fit und selbstbewußt sich seine eigenen Gedanken zu machen.
     
    Der
    Drohn

  • Nur zum Verständnis!:wink:
    Der Drohn hat diese Betriebsweise drei Jahre lang gemacht und macht das noch heute wenn Beuten ausgehen. Solche Völker lassen sich sehr gut verscheken mit Bienen.
     
    Noch was zu einer Problematik die auftritt!! Speilen ist sehr wichtig!! Sonst krachen die Waben bei Volltracht und dann würde man im Boden auch noch ein Loch brauchen um den Hobok darunter zu stellen:lol:
     
    Gespeilt wird mit 7 Rosenzweigen die zu einem Kreuz gesteck werden!!!!!!!!!
     
    Der
    Drohn