Mittelwand schuld am Wabenabstand?

  • ...Von daher komme ich immer mehr zu der Überzeugung, daß es das Beste für die Bienen ist, als Mensch soweit wie möglich die Finger rauszulassen...


    Hallo Sabine,
    ich möchte Dir gern Recht geben.
    Nur wie passt diese, deine neue Überzeugung dann mit deinen CB-Versuchen zusammen?
    Und wieso "verzetteln" sich meine Völker, wenn sie "zu viel Raum" bekommen haben, den sie in ihrer jeweiligen Konstitution gar nicht "kontrollieren" können?


    Gruß
    Ralph


    PS: Sorry, geht wohl vom Thema weg... :oops:

  • Moin, Ralph,
    ich sage doch, daß ich mehrgleisig fahre. Ich hab nicht eine Betriebsweise, sondern mehrere; ob es jemals bei einer einzigen endet, weiß ich noch nicht...:wink:


    Meiner Meinung nach "verzetteln" sich Völker, weil sie nur als Schwarm *einmal* ihren exakten Rauminhalt aufnehmen und danach davon ausgehen, daß der unveränderlich ist.
    Wäre er in freier Wildbahn ja auch.
    Die Bienen wissen doch nichts vom Imker und Raumvergrößerungen.
    CB ist einfach ein Trick, den die Bienen nicht durchschauen können, und so reagieren sie ihrer Biologie gemäß.
    Daraus und von den Schwärmen habe ich gelernt, ihnen von Anfang an Platz in Endgröße zu geben, und die HR sehr früh aufzusetzen, weil sie ewig lange brauchen, sie anzunehmen; die Baumhöhle wird nunmal nicht von allein größer.
    Und deshalb ist es auch falsch, sie zum Winter hin mit Gewalt kleiner zu setzen, auch wenn sie nach Meinung des Imkers zuviel Platz haben.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ...Daraus und von den Schwärmen habe ich gelernt, ihnen von Anfang an Platz in Endgröße zu geben, und die HR sehr früh aufzusetzen, weil sie ewig lange brauchen, sie anzunehmen; die Baumhöhle wird nunmal nicht von allein größer.
    Und deshalb ist es auch falsch, sie zum Winter hin mit Gewalt kleiner zu setzen, auch wenn sie nach Meinung des Imkers zuviel Platz haben.:wink:


    Hallo Sabine,
    was verstehst du unter "Endgröße"? Mit oder ohne HRme?


    Zum Thema Platz: Mich verwundert, warum auch der überwiegende Teil der biologisch, artgerecht, wesensgemäß Imkernden, den Raum entsprechend der Volksgröße anpassen. Zumindest nach dem ersten Besiedeln den BR begrenzen und erst nach und nach erweitern.


    Gruß
    Ralph

  • Moin, Ralph,
    Endgröße = 3 Zargen, keine HR im ersten Jahr.
    Da hier das Wetter dieses Jahr überhaupt nicht mitspielte, habe ich mehr oder weniger den ganzen Sommer gefüttert; dadurch haben alle komplett ausgebaut und die oberste Zarge pünktlich voll Winterfutter gehabt.
    (Ohne Füttern geht es hier aber auch in guten Jahren nicht mehr, was nach Aussage der Kollegen vor 30 oder 40 Jahren ganz anders war, da konnte man von frühen Schwärmen durchaus Mitte August noch 15kg Überschuß erwarten)


    Platz: ja, darüber wundere ich mich auch, aber es funktioniert so "unbegrenzt" halt nur mit Schwärmen, egal, ob echte oder KS. Ableger vertragen das gar nicht, die brauchen die Begrenzung, aber das Thema ist bei mir eh durch.:wink:

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  • ...Platz: ja, darüber wundere ich mich auch, aber es funktioniert so "unbegrenzt" halt nur mit Schwärmen, egal, ob echte oder KS. Ableger vertragen das gar nicht, die brauchen die Begrenzung, aber das Thema ist bei mir eh durch.:wink:


    Ne sabine, bei denen, die ich meine, ist das Thema "Ableger" auch durch, :daumen:


    Wegen deiner 3 Zargen: Was, wenn du doch mal Honig ernten möchtest?
    3 Zargen gehen dann doch nur in besten Trachtjahren?


    Gruß
    Ralph

  • Hallo, Ralph,
    da liegt ein Mißverständnis vor: den Honig kriege ich von den "schwarmvorweggebenden" Völkern, von den Schwärmen im ersten Jahr wäre ein Überschuß zwar erfreulich, aber erwarten tue ich das nicht.
    Ich mache sie ja nicht so groß wie echte Vorschwärme.:wink:

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  • Mh, sabine,


    ...Endgröße = 3 Zargen, keine HR im ersten Jahr...


    Die haben dir die 3 Zargen ausgebaut. Im Naturbau?
    Wie arbeitest du mit den 3 Naturbauzargen weiter, im zweiten Jahr?


    ...Da hier das Wetter dieses Jahr überhaupt nicht mitspielte, habe ich mehr oder weniger den ganzen Sommer gefüttert; dadurch haben alle komplett ausgebaut und die oberste Zarge pünktlich voll Winterfutter gehabt...


    Wieviel musstest du da füttern? So ungefähr?


    Gruß
    Ralph

  • Aloha, Ralph,


    früh HR aufsetzen und zum richtigen Zeitpunkt wieder Schwarmvorwegnahme.
    Im 3. oder 4. Jahr totale Bauerneuerung per KS, um der Frage nach der Wabenhygiene zuvorzukommen.:wink:
    Die unterste Zarge haben sie nicht komplett ausgebaut, nur die fluglochnahen Waben reichen fast bis an die Unterträger, der Rest ist kettenmäßig weniger.


    Futterverbrauch hab ich nicht exakt nachgehalten, waren aber zwischen 20-25kg Honig, verdünnt, am Anfang 1:1, später 1:2-3. Sie müssen aber alle annähernd mindestens dasselbe selbst noch geholt haben, ansonsten wären die obersten nicht voll...
    Hört sich teuer an, ist es aber nicht und lohnt sich.:wink:

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  • Hallo sabiene
    Da hier das Wetter dieses Jahr überhaupt nicht mitspielte, habe ich mehr oder weniger den ganzen Sommer gefüttert; dadurch haben alle komplett ausgebaut und die oberste Zarge pünktlich voll Winterfutter gehabt...
    Futterverbrauch hab ich nicht exakt nachgehalten, waren aber zwischen 20-25kg Honig, verdünnt, am Anfang 1:1, später 1:2-3. Sie müssen aber alle annähernd mindestens dasselbe selbst noch geholt haben, ansonsten wären die obersten nicht voll...
    Hört sich teuer an, ist es aber nicht und lohnt sich.

    Könnte sein das deine Bienen einen Lebensraum bewohnen müssen der ihnen ein Leben unter natürlichen Bedingungen etwa in Bezug selbst Ernährung nicht ermöglicht?
    wenn 20-25 kg Honig dann bin ich natürlich neugierig drauf zu wissen wie hoch deine Ernte pro Volk denn da is.haste etwa die Bienenvölkeranzahl pro Stand auch auf den Level der Amis anglichen??? anders kann ich mir das gelesene ohne genauere infos nicht erklären.
    imkerliche grüße

  • Hi, Herby,

    Zitat

    Könnte sein das deine Bienen einen Lebensraum bewohnen müssen der ihnen ein Leben unter natürlichen Bedingungen etwa in Bezug selbst Ernährung nicht ermöglicht?


    Nein, das nicht, aber den ganzen April ist kein Regen gefallen, der Raps hat geblüht, aber fast nicht gehonigt, und im Mai hat es nahezu komplett durchgeregnet und die Akazien sind vergammelt, bevor sie noch ganz offen waren, und so weiter. Ein ausgesprochenes Mistjahr....
    Sogar die CB-Völker sind an die Erträge der Vorjahre nicht rangekommen, obwohl es immer noch das Doppelte des Normalen war.


    Futterhonig: du findest überall Leute, die Honig billigst verkaufen, sei es aus Nachlässen oder zu wasserhaltigen oder stinkenden (Goldrute kennt eben noch nicht jeder :cool:).
    Wenn ich für 200kg nur 100€ bezahlen muß und dazu höre "gut, daß der Mist endlich aus dem Keller ist", kriege ich dafür keinen Zucker oder Sirup, und kann mir sogar noch eine Analyse vor dem Verfüttern leisten. Und ja, ich hab auch schon mal 150kg durch den Kanal gespült, weil die Rückstände jenseits von gut und böse lagen...

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  • Sabine :

    Bienen können sehr wohl in der Natur, Ihren Raum anpassen, denn sie haben ein perfektes Raumgefühl!

    In der Natur gibt es keine wetterfesten, dadurch nagfesten, Bienenbehausungen, die nicht zum Schwarm führen.

    Morsche Stämme können durch nagen erweitert werden, also der Bien kann und tut sich seinen Raum schaffen, den er benötigt!

    Der
    Drohn


  • Na, passt der Drohn seinen Bienenvölkern den Raum an? Erweitert er das Brutnest nach und nach, um es dann über Jahre dem BIEN zu überlassen, wie er es gestalten will?


    Gruß
    Ralph

  • Aloha, Drohn,
    es ist doch aber ein gewaltiger Unterschied, ob die Bienen selbst nach und nach in winzigen Schritten erweitern, oder der Imker *zack* ne ganze Zarge draufsetzt und das Volumen schlagartig um 50% vergrößert wird!
    Oder wie siehst du das?

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