Bienenwachsseife

  • Hallo Leut,


    hat von Euch schon jemand Seife aus Bienenwachs hergestellt?
    Was ist zu beachten ?
    Findet man irgend wo Rezepte ?


    Gruß Uwe

  • :lol: Hallo, Uwe,
    ähm, wie definierst du *Bienenwachsseife*?
    Ich habe in etlichen Seifen Bienenwachs drin, allerdings in Konzentrationen von max. 3%, zum Härten; alles darüber wird un-schneidbar, unangenehm hart und fast nicht mehr schäumend.
    Es ist wunderbar, um Seifen, die vom Grundöl her zu weich würden, wie Raps, härter zu machen, aber alles über 3% geht in die Hose.
    Vom Duft riechst du nach der Verseifung eh nix mehr.
    Kannst du das also bitte noch etwas präzisieren?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Uwe,
     
    ich gehe ein bischen weiter wie Sabiene, ich gebe bis zu 6 % Wachs zu und die Seife wird gut. Leider muß ich Sabine recht geben, von dem Wachs riecht man an der Seife nichts mehr.
     
    Und der Versuch ganz zum Schluss noch Honig zu zugeben, wegen des Geruchs, ging gründlich schief. Ich habe zwei Stunden gebraucht um die Küche wieder sauber zu bekommen bevor meine Frau nach Hause kam:oops:.
     
    Gruß
    Werner

  • Ich habe zwei Stunden gebraucht um die Küche wieder sauber zu bekommen bevor meine Frau nach Hause kam:oops:.
    Gruß
    Werner


     
    Lass uns teilhaben, was war die Triebfeder? Das große A ?
    :wink:Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Daniel,
     
    es war der Versuch, Honigaroma in die Seife zu bekommen.
     
    Ich wollte ganz zum Schluss, wenn die Suppe nur handwarm ist eine gehörige Portion Honig dazugeben, wegen dem Aroma. Bis dahin lief alles normal, schöne Farbe, schöne Konsistenz nur kein Aroma. Also ersten (Salat)Löffel Honig dazugerührt, gerochen und zweiten Löffel dazu. Nochmal gerochen und nochmal ein bischen nachgelegt. Die Farbe ging inzwischen ins Rote über aber sonst alles normal. Also ab in die Form.
     
    Dann zeigten sich die ersten Schlieren, mit denen ich nichts anfangen konnte. Achja vielleicht schlecht verührt, also wie beim Marmorkuchen nochmal mit dem Kochlöffel durch die Form. Und dann ging es richtig los: Die Masse schäumte auf, stieg auf und erreichte zielsicher den Rand der Form. Nach einem kurzen "Was wird den das?" nahm ich noch schnell die Form und stellte sie in die Spüle. Das ganze sah ungefähr so aus, wie wenn mann mit Bauschaum schäumt, nur absolut flüssig. Nach langen weiteren zwei bis drei Minuten war der Zauber vorbei. Alles sackte wieder in sich zusammen und lag nun wieder friedlich in der Form, leider nur noch halb voll. Die andere Hälfte beschäftigte mich dann die nächsten zwei Stunden: schrubben, schrubben, Abguß wegschschrauben und saubermachen usw.
     
    Aber meine Frau hat nichts bemerkt, Glück gehabt. Nach der Seife habe ich noch nicht geschaut, die liegt noch im Heizungskeller. Das mache ich heute.
     
    Die Moral von der Geschichte: In Honig steckt unwarscheinlich viel Energie!
     
    Gruß
    Werner
     
    PS: was meinst du mit großem A?

  • :lol: Lieber Werner,
    daß alles, wo irgendeine Form von Zucker drin ist, Rohseife extrem aufheizt (bis zum Verkohlen des Zuckers! Ich hab eine wirklich schwarze Seife, die *etwas* zu heftig gegelt hat), steht aber in jeder Grundanleitung.:lol:
    (Und Alkohol, egal welcher, macht innerhalb von Sekunden "Soap on a stick").
    Es hilft leider nichts anderes, als Honig- und/oderWachsaroma zuzugeben...
    (und bei den % Angaben: bezogen auf die reine Fettmasse oder Gesamtmasse?:cool:)
    Zucker als Schaumförderer kann man aber bereits beim Anrühren der Lauge zugeben, und dann in Ruhe abkühlen lassen; Lauge auf Vorrat zu machen, vereinfacht es sowieso; entweder 33% oder 50%...:wink:
    Solltest du deiner Frau eine MilchSeife machen wollen, wird die Lauge mit gefrorenen Milcheiswürfeln sehr vorsichtig angerührt, der Topf im weiteren Verlauf in Eiswasser gestellt und die Form danach entweder raus in den Schnee oder in den TK, sie darf keinesfalls irgendwie warm werden, denn dann wird sie braun (Milchzucker!) und stinkt nach Buttersäure...:roll:
    Lauge mit Möhren- oder Tomatensaft anrühren geht auch, behält auch einige Zeit die Farbe; mit Spinatsaft kann man ein nettes Grün färben, aber alles nicht lichtecht auf Dauer.
    Backaroma funzt nicht, zuwenig Duft und zuviel Alk; ebenso die billigen Raumdüfte.
    Muß also schon was Vernünftiges sein.
    Und Heißverseifen im Wasserbad ist viel einfacher und sofort gebrauchsfähig.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Werner Egger


    Aber meine Frau hat nichts bemerkt, Glück gehabt.


    Da biste dir aber bestimmt zu sicher bei, meistens liegt man da aber falsch denn meine Frau merkt immer wenn in der Küche was los war ohne das sie mit gemischt hat da haben die Frauen einen Instinkt für.
    imkerliche Grüße

  • Hallo Sabine,
     
    du hast recht, es steht in der Anleitung drinnen. Das die Reaktion aber dann so heftig wird, habe ich nicht erwartet. Hier wollte das Ei mal wieder klüger sein wie die Henne! Ich habe daraus gelernt und habe des bereits so geplant wie du es geschildert hast. Das mit dem Gefrieren des Honigs ist aber noch eine gute Idee.
     
    Herby,
    ich weiß, dass ich keinen Vorgang in der Küche vor meiner Frau geheimhalten kann. Hier hilft nur Angriff, also habe ich ihr gleich beim Nachhausekommen mein Erlebnis in den schillernsten Farben erzählt. Nun ist sie froh, dass das Haus noch steht:wink:.
     
    Gruß
    Werner

  • Zum Glück hat man dann ja genug Seife, um die Sauerei wegzuputzen.


    joachim

    Anfänger, Imker seit Mai 07, 5 x Carnica, 1 x Primorski, Selbstbauholzbeuten, Deutsch normal

  • Hallo, Joachim,
    das, was Werner da in der Spüle hatte, war noch ziemlich unverseifte ätzige Fettmasse, so ziemlich das Übelste, was einem Abfluß passieren kann.
    Soviel Spüli kannst du gar nicht im Haus haben, um das zu lösen...
    Ich lasse meine Gerätschaften nach Kaltverseifung immer zwei Tage stehen, dann ist alles einigermaßen verseift und gut zu reinigen.
    Noch ein Problem, das bei Heißverseifung nicht auftritt...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • PS: was meinst du mit großem A?


     
    Na, ganz einfach. A nstand oder A ngst :wink: .
     
    :wink:Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Leut,
    danke für eure Antworten,habe nur darüber nachgedacht ob man aus Bienenwachs Seife herstellen kann.Gut das ich erst nachgefragt habe,wollte einen Versuch mit halb Olivenöl und halb Bienenwachs machen.
    Gruß Uwe

  • Aloha, Uwe,
    das wär aber sauberst danebengegangen..:lol:
    Ich empfehle http://www.naturseife.com , die Mutter aller deutschsprachigen Seifenseiten aus Ösiland, die aber leider wegen vegetarisch nicht auf so nette und weitverbreitete verseifbare Dinge wie Schweineschmalz, Rinder- oder Ziegentalg eingeht.
    Aber für Anfänger das Beste überhaupt.
    Und wer jetzt wegen der tierischen Fette *igitt* gedacht hat, gucke beim nächsten Industrieseifenkauf (Seife, nicht flüssig oder Waschstück) mal auf die Inhaltsstoffe.
    Sodium tallowate ist nix anderes als verseifter Rindertalg, und weil billig, in nahezu allen Seifen die Grundlage...:wink:

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