Schleuder für Warrebeute ?

  • Hallo


    Wem das Tropfen zu lange dauert aber für das Schleudern (Pressen etc.) noch kein Geld (oder/und Platz) hat könnte es mit dem versuchen :


    http://stebegg.nit.at/schleuder.jpg


    Hruschka hatte damals dafür auch keine großen Waben (wiener Vereinsständer ?) gehabt.


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo,
     
    da gibt es doch nur den world extractor von swienty!
    Leider kann ich noch immer keinen Erfahrungsbericht abgeben, aber sobald das Budget es zulässt wird er angeschafft.
     
    Grüße von Jan

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Für die Selbstbauer einer Stabschleuder. Es fehlt der Schnurantrieb. Bei dieser Konstruktion wird die Luft etwas honighaltig, das behauptet zumindest der Benutzer einer 4-Wabenschleuder dieser Konstruktion. Der Erfinder ist arm gestorben, die Nutzer reich geworden wie immer, also nichts wie ran.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    'Stabschleuder' klingst zumindest so wie es aussieht.
    Mit googeln fand ich allerdings nur:


    http://www.medport.de/lexikon/index.php/Schleuder_(Waffe)

    Zitat

    Die Schleuder ist eine Fernwaffe, die in der Antike und im Hochmittelalter weit verbreitet war. Sie besteht in ihrer einfachsten Form aus einem langen Streifen Leder oder Stoff, der in der Mitte eine kleine Ausbuchtung für das Geschoss hat.
    ....
    Man kann die Hebelwirkung der Schleuder verbessern, indem man sie am Ende eines Stabes anbringt. Dies ist die Stabschleuder, Stockschleuder oder Fustibal.


    Die ist ja wohl nicht gemeint.
    Wo bekommt man denn nähere Informationen über den Aufbau und die Funktion dieses Gerätes?


    Gruß
    Günter

  • Hallo,
    ich zitiere aus Gravenhorst: Der praktische Imker 1905/S.81: Die einfachste und billigste Schleuder, welche für den kleinen Betrieb vollständig ausreicht ist die von dem Engländer Abbot erfunden Stabschleuder. a ist der Stab von dem in der Zeichnung e ein Stück weggelassen wurde. Der Stift b wird in den Fußboden gesetzt und dann der Behälter c mit der Wabe um diesen geschwungen. d ist das Ausflußloch für den Honig, das während des Schwingens geschlossen bleibt.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo.


    Ihr habt das sehr genau getroffen.


    Im Frühjahr babe ich bei einem Besuch im Museum Orth an der Donau dieses Unikum gesehen mit dem Titel "älteste Schleuder der Welt von Mayor Franz Hruschka" (oder so ähnlich).


    Nach einer Handskizze habe ich diese Modell gezeichnet (ein Foto hätte ich aus urheberrechtlichen Gründen vielleicht gar nicht posten können). Die 3D Ansicht entspricht nicht genau dem Original. Die Honigwanne ist unten bauchig und der dicke Holzrahmen wird auch oben mit den Stahlbändern gehalten.
    Die Holzstrebe wurde in Hinblick auf ein Selbstbaumodell vorgedacht.


    Bei 35x35cm Aussenmaße des Holzrahmens passt nur eine Warre- oder Christwabe (oder ähnliches) hinein.


    Neu und ist für mich das die "Stabschleuder" schon vor Hruschka 1819 - 1888 erfunden wurde (österreichischer Lokalpatriotusmus ?).
    Unter John Abbot 1751 - 1840 findet man zumindest bei Wikipedia keinen Hinweis auf eine
    Schleuder.


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo,
    die Imker nehmen es oft nicht so genau und die Bienenkunde gehört unter Laien oft zu den behauptenden Wissenschaften. Da wird abgeschrieben und abgeschrieben und letztlich etwas zur Tatsache erhoben. Ich habe vor zwei Jahren einen Artikel über den Gründer des württembergischen Landesverbandes geschrieben. Beim Vergleich mit anderen Veröffentlichungen wurde aus dem Philosophen ein Doktor, er war Standesbeamter, obwohl es zu seinen Lebzeiten die Zivilehe noch gar nicht gab usw. So war das auch mit der Schleuder von Major Hruschka, Venetien. Er hat sie 1865 auf der Wanderversammlung in Brünn vorgestellt. Beschrieben wurde sie in der Eichstädter Bienenzeitung 1/1866. Ob die hier abgebildete Schleuder wirklich diese ist --------
    http://www.bienenfreunde.ch/Docs/SelbstkontrolleFormular.pdf
     
    an anderer Stelle wird von einem Schnurantrieb gesprochen. Eine Stabschleuder war es auf jeden Fall nicht.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    danke für das pdf (Aufzeichnungsblatt). Das geht ja schon in Richtung Maschinenbau. Das Datant sogleich eine Schleuder bauen lies als er von Hruschkas Schleuder gehört hat spricht eher dafür das das die Originalschleuder ist.
    Hruschka wird zwar überall als Erfinder angeführt aber vielleicht wird die Stabschleuder noch
    nicht zu den Honigschleudern gezählt.
    Da gibt es dann aber noch dieses Gerät im Museum das mit Hruschka verbunden wird. Na vielleicht gibt es unter den Imkern auch einen geschäftstüchtigen Altwarenhändler.


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo.


    Das Museum Orth hat mir heute per e-mail dieses Foto geschickt.
    http://stebegg.nit.at/schleuder3.jpg
    Das soll die originalgetreue Schleuder von Mjr Hruschka (aus dem Jahre 1865) im Bienenmuseum Kirschentheuer sein.
    Oben steht jedenfalls (gelbes Papier) "Die erste Honigschleuder der Welt, Erfinder der KuK Mayor von Hruschka (1865)"
    Wenn ich nicht früher einmal geschrieben hätte "Die Honigwanne ist unten bauchig" wäre mir kein Unterschied zur Schleuder in Orth aufgefallen.............


    schöne Grüße Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)