Obstbäume und Bienen viele Fragen

  • :oops::oops:Ich beabsichtige eine neue Obstplantage ( Äpfel /Edelobst ) neu augzubauen!
    Welche Apfelsorten bringen den höchsten Gewinn auf dem Markt .?
    Und was für Bodenpflanzen brinen den meisten Honigertrag ?
     
    :confused:Grundstückfläche ca 8 x 100 m:oops:

  • Hallo Fensterkutscher


    Welche Apfelsorten bringen den höchsten Gewinn auf dem Markt


    Das wird deinen Bienen aber höchstwahrscheinlich nix bringen und sowas von egal sein
    irgendwie frag ich mich was diese Diskusion hier im Imkerforum soll,da gibts bestimmt nee bessere Beratung wenn man sich im richtigen Fenster befindet.Bei 8X100 mtr. Obstbaumreihe reichts eh höchtens nur für ein paar mal zum Frühstücken für die Bienis,oder?????
    imkerliche Grüße

  • Hallo,
    ähm, Herby hat recht.
    Neumoderne konventionelle Buschapfelplantagen haben 10 Jahre Anlaufzeit und können dann etwa 15-20 Jahre lang beerntet werden, 2000 Stück auf einem Hektar (10.000qm); Unterwuchs geht nicht, die Bäume brauchen alles an Energie.
    Hier verkauft die Raiffeisen das Kilo zum Selberpflücken für 83 Cent....und das sind Tapfeläpfel, keine billigen Mostäpfel.
    Womit eventuell noch Geld zu verdienen ist, wären alte Sorten in Bio, wenn du so einen Bestand geerbt hast, ansonsten dauert es zu lange, bis die richtig tragen.
    Außerdem kannst du nicht jedes Jahr mit Vollertrag rechnen, die alten Sorten kriegen auch gern viele Krankheiten.
    Edelobst: das immer noch teuerste auf dem Markt sind Himbeeren, weil sie so entsetzlich transportempfindlich sind und blitzschnell schimmeln.
    Für Bienis neben Brombeeren eine der besseren Trachtquellen im Frühsommer.
    Aber auf 8 x 100m würde ich eher Kräuter anbauen, oder sonstwas, was in deiner Gegend keiner hat; hier bei mir ist das (insgesamt, nicht so als Schlauch) normale Hausgartengröße der Siedler "von nach dem Krieg"....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Eine Hecke vielleicht mit Kornelkirschen (blühen aber zwar von Anfang an, tragen tun sie jedoch erst nach ca. 10 Jahren), Schlehen, Weißdorn und wie Sabine schon schreibt, seltene Kräuter. Hab mir heuer Kardensamen gepflückt und hoffe, er geht auf. Seit Storl die Karde als Borreliosemittel berühmt gemacht hat, ist die oft schwer erhältlich...


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hallo,
    auf 8 x 100 m könnte man zwei Reihen a 90 Bäume pflanzen. Je nach Pflanzmaterial (gut verzweigte Knippbäume), Pflanzzeitpunkt und Bewässerungsmöglichkeit ist schon eine (kleine) Ernte im Pflanzjahr möglich. Nach dem 3. Laub sollten -je nach Sorte- ca. 10kg/Baum zu ernten sein. Eine Anlaufzeit von 10 Jahren ist völlig unrealistisch!
    Wenn Du Äpfel verkaufen willst, solltest Du gängige Sorten wählen. Es kommt ganz auf die Käufergruppe an, aber grundsätzlich würde ich die Finger von alten Sorten -auch biologisch produziert- lassen. Empfehlenswert sind neuere biotaugliche Sorten. Hier besonders die Sorte Topaz (als rote Mutante).
    Gruß
    Dirk

  • Eine Anlaufzeit von 10 Jahren ist völlig unrealistisch!


    Ja, ich weiß, heut muss alles schnell gehen... presto presto. Früher hat man halt auch in die Zukunft gepflanzt. Was nicht gegen ein paar Bäume mit rascherem Ertrag spricht... aber die großen Apfelbäume, die mächtigen Nussbäume... kaum einer hat noch Zeit für solch unwirtschaftliches Zeugs... rascher Euro ist gefragt.


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hi,


    ich hab mir die Zeit und das Geld vor kurzem genommen und habe vor zwei Jahren auf knapp 800 qm 8 schöne Hochstammsorten geflanzt. Die haben 2007 sogar schon ein paar Früchte getragen.


    Hauxapfel, 2x Maunzenapfel, 2x Rheinischer Bonapfel, Schweizer Wasserbirne, Goldparmäne und ne Apfelquitte.


    Purer Luxus (25€/Baum), aber ich hoffe dass ich bis zu meiner Rente in deren Schatten sitzen kann.


    Ich liebe Streuobstwiesen...


    Grüssle
    Veet

  • Wenns mal wieder schnell gehen soll....tststs.... dann würde ich an deiner Stelle mal Kontakt zu der Rhönbrauerei aufnehmen.
    So wie es aussieht steigt der Bedarf an Holunder momentan exorbitant.
    Und die Rhönbrauerei befürchtet schon, dass sie für ihr BIONADE nicht mehr genug davon bekommt, wenn jetzt allenthalben nachgemachte BIONADE-Produkte auf den Markt geworfen werden.
    Die Rhönbrauerei bezieht zur Zeit ca. 72% der gesamten Holunderproduktion in Deutschland.
    (lt. einem Interview des hessischen Rundfunks mit dem BIONADE Erfinder, Diplom-Braumeister Dieter Leipold vom Februar 2008)
     
    Ansonsten - alte Apfelsorten anpflanzen- was sonst ;)
     
    Gruß
     
    Martin

  • Hallo !
     
    Naja, Holunder ist nicht so die Trachtpflanze für die Bienen ....
     
    .... aber alte Apfelsorten sind Klasse ! ... und dann einen sortenreinen Apfelwein ! .... das kann lecker sein ....
     
    Gruß
    Bienen.Knecht
    A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Alex,
     
    das mit den Trachtpflanzen muß ich erst noch lernen :)
    Bin ja diesbezüglich noch ein Newbien :Biene:
    Aber hier schien es ja drum zu gehen, welche Obstsorten kurzfristig "Cash"-Ertrag abwerfen.
    Ich denk mir, Holler wird auch in der Anpflanzung nicht so einfach sein.
    Ist ja bestimmt ne Sissifusarbeit soviel Holler zu ernten.
     
    Ich helf immer nem Bekannten bei der Apfelernte unten in der Wetterau.
    Der hat so wunderbare alte Sorten auf dem Pflegepachtstück.
    Berner Rosenapfel, Kaiserapfel Goldparmäne und und und - mann, ich komm immer wieder ins Schwärmen. Wenn man dann sieht, das viele alte Streuobstanlagen verwaisen und dann verkommen, dann möchte man eigentlich schreien :-(
     
    Ich pflanz bei mir im Garten auch jede Menge alte Obstsorten an, größtenteils als Hochstämme. Ist aber schon schwierig, weil die rsten 5 - 7 Jahre ist meißtens mit keinem Ertrag zu rechen.
     
    Aber ich will ja auch irgendwann unter den Bäumen sitzen und mit meinen Enkeln spielen, sofern ich dann welche habe :cool:
     
    Rate mal, welches mein Lieblingsgedicht ist
    Klar - kennste:
     
    OT-Modus an :wink:
     
    Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

    Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
    Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
    Und kam die goldene Herbsteszeit
    Und die Birnen leuchteten weit und breit,
    Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
    Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
    Und kam in Pantinen ein Junge daher,
    So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
    Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
    Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«


    So ging es viel Jahre, bis lobesam
    Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
    Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
    Wieder lachten die Birnen weit und breit;
    Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
    Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
    Und drei Tage drauf, aus dem
    Doppeldachhaus,
    Trugen von Ribbeck sie hinaus,
    Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
    Sangen »Jesus meine Zuversicht«,



    Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
    »He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

    So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
    Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
    Der neue freilich, der knausert und spart,
    Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
    Aber der alte, vorahnend schon
    Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
    Der wußte genau, was damals er tat,
    Als um eine Birn' ins Grab er bat,



    Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
    Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

    Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
    Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
    Und in der goldenen Herbsteszeit
    Leuchtet's wieder weit und breit.
    Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
    So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
    Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
    Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«


    So spendet Segen noch immer die Hand
    Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
     

     
    OT-Modus aus
     
     
    Gruß
     
    Martin

  • "Welche Apfelsorten bringen den höchsten Gewinn auf dem Markt .?"


    Dazu kann ich nur sagen: Unser hiesiger Bioladen verkauft und kauft gerne ausgefallene schmackhafte Sorten wie Ananasrenette, Goldparmäne etc.! Ich bin letzteren geschmacklich auch verfallen und habe daraufhin direkt zwei Hochstämme auf unsere Streuobstwiese gesetzt. Auch auf dem Wochenmarkt steht in der Erntezeit im Herbst ein Privatmann der 6-10 verschiedene Apfelsorten im Angebot hat. Alles Eigenanbau versteht sich. Der nimmt ganz gutes Geld dafür und der stand ist stets belagert. Ich finds schön, weil wenn ich die fiesen grell-grünen Dinger im Supermarkt sehe wird mir :mad:. Falls Du Bezugsadressen für alte Sorten brauchst, schick mir ne PN.
    Gruß
    Roman

  • Wir hatten jahre lang einen alten Wilden Apfelbaum an der Weide stehen. Waren immer viele kleine feste gelbe Äpfel dran. nur halb so groß wie die "normalen" aber lecker.
    Nur zu Apfelmus schälen war mühsam....
     
    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....