Langstroth = Dadant oder Zander????

  • Hallo an alle hier!!!
     
    Ich stehe noch ganz am Anfang der Imkerrei, so am Anfang das für mich jetzt die Frage gekommen ist welche Beute?
     
    Modern zeitgemäss...
     
    Die Langstroth Beute kann mir jemand deren Aufbau bzw einteilung erklären
    oder was ist der Unterschied zur Dadant Beute und ist die Langstroth Beute
    grundsätzlich zu empfehlen???
     
    Oder besser gleich wieder Dr. Liebig Hohenheimer Einfachbeute Zandermaß???
    Als abschluss noch hat jemand erfahrungen oder Beuten der Fa. Massivholz-Schreiner.com bezüglich Qualität etc.
     
    So Besten Dank fürs Lesen würde mich über ein paar Antworten sehr freuen
    DANKE!!!
     
    Beste Grüße
    Patrik

  • Hallo Pady,


    Ganz grob als Richtwert:
    Bei den Rähmchen:


    Langstroth = Zander, nur das eine ist in Zoll, das andere im metrischen System entstanden...
    Also hierzulande einfach Zander nehmen...
    Im Normalfall besteht der Brutraum eines Wirtschaftsvolkes aus 2 Zargen.


    Dadant und die Verzanderung "Zadant" (wie es immer wieder gerne bezeichnet wird) ist von der Länge der Rähmchen her gleich, jedoch sind sie deutlich höher um einen eingeteilten Brutraum zu ermöglichen.


    (Und das ganze gibts auch nochmal mit Deutsch-Normal, hier sind die Rähmchen kürzer und meist im Warmbau angeordnet...)


    Was für ein System sollst Du wählen?
    Frag nach, was bei euch in der Gegend verbreitet ist, das gibt weniger Probleme, wenn mal ein Ableger/Schwarm den Besitzer wecheln soll)


    Mit dem angesprochenen kompatiblen System der Magazinimker kann man alle wichtigen Rähmchenmaße kombinieren, bzw es gibt nur unterschiedliche Zargen, der Rest wie Boden, Deckel, Fütterer sind gleich. Das habe ich selbst im Einsatz und bin sehr zufrieden.
    Gut durchdacht, ohne viele Spielereien wie Falz oder Wanderbeschläge. Und lass Dich nicht verunsichern, beides ist auch zum Wandern nicht notwendig - ein GUTER Spanngurt mit Ratsche und das hält bombenfest...
    Im übrigen habe ich Völker sowohl auf 2xZander als auch Dadant sitzen - anderes Arbeiten, aber was mir nun wirklich auf Dauer zusagt? Kann ich nicht sagen, hat beides so seine Vorteile und Nachteile...


    Mirthran

    Wer Linksschreibfehler findet, darf sie behalten...

  • Hallo Patrik,


    ich arbeite seit über 20 Jahren mit der 'Erlanger Magazinbeute' aus Holz (übrigens immer noch mit den ersten) und bin sehr zufrieden damit.


    Eine Frage, die für einen Neuimker ebenfalls entschieden werden muss, ist die nach dem Beutenmaterial (Kunststoff/Styropor/Styrodur oder Holz).


    Du findes mit der Suchfunktion zu alles Beutenproblemen und -entscheidungsgründen jede Menge Informationen.


    Gruß
    Günter

  • Hallo !
     
    Was ich mich hier frage ist modern = zeitgemäß ?
     
    Die Frage ist doch gößer als das Rähmchenmaß ...
     
    ... wahrscheinlich wären wir auch nicht zum DeutschNormal DN gekommen wenn hier bei uns nicht fast jeder damit imkern würde.
     
    Wieso geht hier jeder davon aus das Pady Magazine will ?
     
    Man kann auch wunderbar in Trogbeuten oder Lagerbeuten imkern ....
    ... machen wir ja auch und oftmals leichter (Rückenschonender) als mit Magazinen.
     
    Gruß
    A-l-e-x-a-n-d-e-r-B-i-e-n-e-n-k-n-e-c-h-t

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hi Neueinsteiger, Grüße an alle,
    Hinterbehandlungsbeuten sind auch noch im Rennen, und Rämchenmaße um so mehr.
    Falscher Ansatz, nur zu schauen was andere haben! Auch mal ausbrechen kann neue Wege bereiten. Bei uns in Neufünfland wurde hauptsächlich in Hinterladern DNM geimkert, schön stapelbar im Bienenwagen bis 60 Kisten in einem LKW-Anhänger + Schleuderraum mit Doppelschlaffeldbetten. In den gebrauchten Bundesländern meist mit Magazinen, die lassen sich gut im PKW-Hänger transportieren und auf jedem Handtuchfeld abwerfen.
    Die moderne Völkerwanderung bringt auch eine Vermischung der Systeme mit sich.


    Viel wichtiger: 1. Wo hinstellen (Kleingarten oder Großplantage), 2. Wie hinstellen (Freistand oder Hütte), 3. Wie sind die Trachtverhältnisse (gut oder mickerlich), 4. Bienen im Umfeld (Buckis oder Carnis oder was sonst), 5. Was macht der Rücken, 6. Wandern ja oder nein,.....
    So nu mach was draus.
    Knäcke

  • Hallo Bienenknecht,


    Hallo !... wahrscheinlich wären wir auch nicht zum DeutschNormal DN gekommen wenn hier bei uns nicht fast jeder damit imkern würde.


    Eben aus dem Grund imkere ich im Zandermaß, weil da, wo ich anfing zu imkern eben fast alle mit Zanderbeuten gearbeitet haben.
     

    Wieso geht hier jeder davon aus das Pady Magazine will ?


    Wer geht den davon aus? Ich denke es ist gut einem Wissbegierigen seine eigenen Erfahrungen mitzuteilen - die Entscheidung kann ihm ohnehin keiner abnehmen. Und wenn von 20 Wortmeldungen 18 mit Magazinen arbeiten, dann sagt das ja schließlich auch was aus.


    Gruß
    Günter

  • Hallo Pady,
     
    du stellst die Gretchenfrage der Imkerei. Hier wird dir auch jeder Vertreter eines Sonderweges antworten. Ich versuche es ganz objektiv, wenn das überhaupt geht. Vorweg, ich imkere mit Dadant, weil mir bei Zander in der Frühtracht die Türme zu hoch wurden.


    Ich fasse zuerst Zander und Langstroth zusammen. Die Wabengröße unterscheidet sich kaum, Langstroth ist ungefähr 2 cm breiter. Um dies sind die Ohren (Rähmchenauflage) bei Zander länger. Ich finde das gut, weil man das Rähmchen hier gut packen kann. Nachteilig ist dies bei der Beutenkonstruktion. Sie wird dadurch aufwendiger. Zander arbeitet mit einem Wabenabstand von 37 mm. Das gilt heute als viel zu groß, manche streben sogar zu 32 mm. Theoretisch ist dies auch in der Zanderbeute möglich, doch werden die Bienen im zusätzlichen gewonnenen Platz Wildbau aufführen. Langstroth, als nichtmetrisches Maß, wurde bei uns eingeführt, weil man die Imkerei international machen wollte. Also Bienen aus Südfrankreich in die Frühtracht nach Deutschland. Auch sollten die Beuten durch Normung dann billiger werden. Vor dem Verschieben der Bienenvölker wird heute gewarnt und aus den Billigbeuten ist auch nichts geworden. Auch in Sachen Rähmchen ist kein preislicher Vorteil zu sehen. In der heutigen Zeit mit dem Varroaproblem ist es doch notwendig, dass man Völker dazu kaufen muss oder welche verkaufen kann. Da ist zumindest in Süddeutschland günstig Zander zu haben. In der Regel benötigt man beim Zander und Langstrothmaß zwei Bruträume. Ich würde bei Zander oder Langstroth mit drei normalen Zargen, zwei Bruträume und im Frühjahr einen Honigraum, den Rest jedoch mit halb hohen Honigräumen betreiben.


    Dadant hat die gleiche Breite des Langstrothrähmchens ist jedoch höher. Mit zwölf Rähmchen im Brutraum genügt einer. Das hat zuerst mal Vorteile und natürlich auch Nachteile. Bei der Varrobehandlung ist dies so. Bei Dadant arbeitet man mit anderen Rähmchen im Honigraum, das wird von manchen, welche dies nicht haben, als Nachteil angesehen. Objektiv liegt der Nachteil von Dadant in der Erneuerung des Brutraumes. Doch Findige lösen dieses Problem locker vom Hocker. Zu allem Überfluss gibt es bei Dadant zwei Maße modifiziert und Blatt. Ersteres ist in Deutschland häufiger anzutreffen. Es wurde von den Buckfastlern wegen des großen Meisters eingeführt. Dadant Blatt wird in Frankreich und wohl auch in anderen europäischen Ländern benutzt. Da bin ich allerdings nicht ganz sicher. Der Drohn hat dazu sicher einen esoterischen Link (ein Witz von mir).


    So, wenn du jetzt unsicher bist, dann halte dich an die Vorgaben der Magazinimker – alles kompatibel alles paletti. Allerdings arbeiten die durchgehend mit 10 Rähmchen im Brutraum wegen der Komplatibilität.


    So, jetzt hoffe ich, dass dir alles klar ist. Ist man selbstkritisch, dann ist immer das Maß, welches man nicht hat das bessere. Der Fanatiker sieht das anders.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Pady,
     
    du stellst die Gretchenfrage der Imkerei. Hier wird dir auch jeder Vertreter eines Sonderweges antworten. ....


     
    Und das will ich auch gleich tun: Nämlich die Flachzargen (2/3 Langstroth) erwähnen. Die Schichtenbeweglichkeit ist gewährleistet (damit Bauerneuerung völlig problemlos).
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Hallo Patrik,


    besser wie der Remstalimker kann man deine Frage nicht beantworten.Ich würde dir als Anfänger erst mal Zander emfehlen, bis du die nötigen Erfahrungen gesammelt hast. Willst du Profi werden nimm Dadant. Ich arbeite mit DNM in HBB weil es bei uns so üblich war und ab dieses Jahr im Magazin in einem Brutraum1 1/2 DNM ähnlich wie Dadant und mußte viel Lehrgeld bezahlen und hoffe nächstes Jahr auf besseres Gelingen. Bleib auf deinem Stand bei einem Rähmchenmaß.


    Viel Glück Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin, Alfred,
    die Schichtenbeweglichkeit ist sicherlich vom imkerlichen Standpunkt aus wünschenswert, aber je weiter ich mich in Richtung naturgemäße Imkerei orientiere, desto mehr frage ich mich, ob das auch aus Bienensicht irgendeinen Vorteil bringt, oder eher Nachteile....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin, Alfred,
    die Schichtenbeweglichkeit ist sicherlich vom imkerlichen Standpunkt aus wünschenswert, aber je weiter ich mich in Richtung naturgemäße Imkerei orientiere, desto mehr frage ich mich, ob das auch aus Bienensicht irgendeinen Vorteil bringt, oder eher Nachteile....


     
     
    Stimmt! Aber hier wird von Beutensystemen geredet und ich bin ein Verfechter des gleichen Rähmenmaßes für alle Beutenteile. (Ich gebe zu: Bin mit 1,5 Normalmaß und Dandant nicht klar gekommen....)
     
    Eine völlig andere Frage ist, was "bienengemäßer" ist. Da würde ich für Stabilbau plädieren...... und den mag ich, außer in einer Schaubeute nicht praktizieren (da ist mir dann das Hemd näher als der Rock :wink: )
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)