Zurück zur Biene- Der BIEN-ein Superphänomen.

  • An die, die die Bienen lieben und bereit sind, zugunsten des BIEN auf Wirtschaftlichkeit erstmal zu verzichten.
    An die, die bereit sind, auf unnatürliche Materialien zu verzichten.
    An die, die zulassen, daß sie nicht alles verstehen und daher einfach
    zulassen, was der BIEN will.
    An die, die schlichte Wörter benutzen und einfache Hilfestellung brauchen,
    mit dem Ziel, die Bienen sinnvoll zu erhalten und zu nutzen.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Sabiene, du bist auf dem Weg. Aber ich denke an all die anderen, die ähnlich empfinden.
    Wieviele lachen mich aus, wenn ich erzählen würde, daß ich mit meinen Bienen rede?!
    Die halten mich für bekloppt. Was ja ein Kompliment ist. Ich möchte Imker jeden Alters
    ansprechen, die Bienen lieben.


    Trotzalledem udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Moin.


    Welches Ziel verfolgt dieser Thread?


    Lobhudelei? Singsang? Spielspaß?


    Wir hatten hier auch mal die Beschränkung der Unterzeilen auf 3 oder so. Jetzt muß man wiederholt schon ganze Gedichte lesen. Was ist eigentlich los? Drückt das Wetter machem so auf's Gemüt, dasser unbedingt irgendwas sagen bzw. schreiben muß? Braucht irgendwer einen andern, der ihm sagt, dasser auf'm Wege ist? Das ist doch lächerlich. Das Schöne an der Imkerei ist doch gerade, daß es eine Einzelsportart ist und kein Manschaftsspiel. Und was sind schon wieder unnatürliche Materialien? Ist Torf unnatürlich? Ist Kohle oder Erdöl daraus dann unnatürlich? Ist ein Erdöldestilat unnatürlich? Ist Chlor unnatürlich? Oder Schwefel oder Methan oder Tetrachlorkohlenstoff oder Siliziumdioxid?


    Und der Bien "will" nichts. Er kann nicht anders. Er strebt nicht und er plant nichts. Er liebt auch nicht und er denkt auch nicht. Wenn wir solche Vereinfachungen gebrauchen, dann zu Erläuterung gegenüber Kindern und Anfängern. Dann schaffen wir uns und denen ein verständliches Modell. Davon "weiß" der Bien aber nichts. Er verhält sich nicht wie das Modell in unserem Kopf. Das Modell funktioniert bestenfalls so wie der Bien.


    Natürlich redet man (als Einzelkämpfer) mit seinen Bienen. Es ist ja sonst niemand da. :roll: Wenn nun auch die Bienen nicht mehr "zuhören" wird halt das Forum zum Opfer.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  •  
     
    ''... Und der Bien "will" nichts. Er kann nicht anders. Er strebt nicht und er plant nichts. Er liebt auch nicht und er denkt auch nicht. ...''
     
    Zu dem obigem Zitat möchte ich sagen, dass es Universitäten gibt, wo daran geforscht wird. Offensichtlich gibt es Gründe, das Gegenteilige zu vermuten. Es ist faszinierend!
     
    MfG

  • Versucht doch erst mal zu verstehen, was der Bien macht ohne es zu "wollen" - das wär doch auch schon viel. Noch besser wär' natürlich Winterruhe zu halten und sich mit konkreten und praktischen Dingen der Imkerei zu beschäftigen, jetzt wo etwas Zeit ist. Man kann auch mit Rähmchen, Nägeln und Beuten reden. Sogar mit schmutzigen Futtereimern und Honigkunden. Ja es geht. Und spart Reinigungsflüge ins Forum.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Jungs,


    ihr habt es voll erkannt.
    Da hat irgendwer mal wieder den "Zeitgeist" entdeckt und versucht, mit Gewalt noch auf den Zug aufzuspringen.
    Wobei es darum konkret geht, ist egal, Hauptsache hinterher.
    Kennt noch jemand von Euch dieses Lied?:


    Wellenreiter


    1)
    Guten Abend, Wellenreiter, sag, wie geht es dir?
    Höchstens schon mal zweiter oder dritter,
    aber meistens nicht einmal Nummer vier.
    Läufst du pausenlos den Trends
    wie ein Komparse hinterher.
    Echt, das tät mich öden und zwar schwer.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...Und der Bien "will" nichts. Er kann nicht anders. Er strebt nicht und er plant nichts. Er liebt auch nicht und er denkt auch nicht. Wenn wir solche Vereinfachungen gebrauchen, dann zu Erläuterung gegenüber Kindern und Anfängern. Dann schaffen wir uns und denen ein verständliches Modell. Davon "weiß" der Bien aber nichts. Er verhält sich nicht wie das Modell in unserem Kopf. Das Modell funktioniert bestenfalls so wie der Bien.


     
    Hallo Henry,
     
    ich fürchte, du bist auf die beschreibende Methodik der Wissenschaft hereingefallen. Diese kann mit Wollen, Planen, fühlen usw. nichts anfangen. Das heißt aber nun nicht, dass es das alles nicht gibt. Sollte es das bei Bienen nicht geben - mit welchem Recht können wir Menschen dann behaupten, wir hättens?
     
    Und dann die Frage: Warum sollen wir unsere Kinder belügen? Was an dem Modell soll verständlich sein, wenn es doch - wie du behauptest - falsch ist? Außerdem sind nicht jene Vereinfacher, die der Biene Wollen uns Planen zubilligen, sondern jene, die ihnen das alles absprechen.
     
    Also weg vom Herumphilosophieren und zurück zu den Tatsachen: Der Bien lebt. Also ist er mittels mechanischer Beschreibung nicht vollständig beschrieben. Der Bien ist immer mehr! Es gibt immer Neues zu beobachten, und es wird kein Ende haben.
     
    Als ich zB vorgestern bei knapp über 10 Grad vor den Bienenkästen saß, bemerkte ich, dass bei einem Volk Flugbetrieb war, bei allen anderen nicht. Alle 5 sec flog eine Biene raus - ohne Orientierungsrunde - und alle paar Sekunden kam eine zurück. Viele sogar mit Pollen. Wo kriegen die ihn bloß her? Selbst die Herbstaster ist verblüht.
     
    Das Flugverhalten der Völker ist bereits unmittelbar an den Fluglöchern unterschiedlich. Bei Volk 1 - jenes oben beschriebene - war das ganze Jahr durch immer dieses gleichmäßige aus- und Einfliegen zu beobachten: es ging wie am Fließband im Sekundentakt oder Halbsekundentakt in der Saison. Im Nachbarvolk kamen sie mehr schubweise raus und pulkweise herein. Volk 1 hatte imemr viel weniger Milben als jenes Nr. 3.
     
    Bei der Rapsblüte flogen die meisten Bienen des 1. Volkes vom Flugloch an schnurstracks geradeaus davon und kamen auch zielgerichtet zurück; bei anderen beobachtete ich, dass sie sehr viel häufiger eine Orientierungsrunde in 3 - 4 m Höhe flogen.
     
    Jedes Volk ist einzigartig. Man mag ein paar Gründe für sein besonderes Verhalten finden, aber sicher nie alle Gründe. Das heißt, der Bien hat Persönlichkeit, Charakter. Das ist doch das Interessante an ihm!
     
    Joachim

    Anfänger, Imker seit Mai 07, 5 x Carnica, 1 x Primorski, Selbstbauholzbeuten, Deutsch normal

  • Hallo Jungs,
     
    ihr habt es voll erkannt.
    Da hat irgendwer mal wieder den "Zeitgeist" entdeckt und versucht, mit Gewalt noch auf den Zug aufzuspringen.
    Wobei es darum konkret geht, ist egal, Hauptsache hinterher. ...


     
    Was sagt denn derzeit der 'Zeitgeist'? - Keine Ahnung, was du meinst.
     
    joachim

    Anfänger, Imker seit Mai 07, 5 x Carnica, 1 x Primorski, Selbstbauholzbeuten, Deutsch normal

  • Hallo!


    Ich tue mir prinzipiell schwer damit, mir als Mensch einzubilden ich könnte ein Buch schreiben: "Wie es ist eine Biene zu sein". Ich bin nun mal ein Mensch und kann nur mit diesen Vorraussetzungen (ein Mensch zu sein, als Mensch zu denken, als Mensch zu handeln, als Mensch Bienen zu halten - und dies auch nur mit der gewaltigen Einschränkung als der spezielle Mensch "Andreas") an die Sache herangehen! Ich bin keine Biene und wenn ich es mir noch so lange Vorstelle, es würde nicht funktionieren.
    In Ghana habe ich mal ein Sprichwort gehört: Ein Holzklotz wird kein Krokodil auch wenn er noch so lange im Wasser liegt! Genausowenig werde ich zur Biene (auch wenn ich mein Leben lang Bienen halte - bleibe ich ein Mensch mit allen Vorgaben (groß oder klein, dünn oder dick, Augenfarbe, Mann/Frau, reich/arm, Ausbildung,...). Trotzdem werde ich mich am Ende leichter mit den Bienen tun wenn ich gut beobachte (und dabei auch meine Vorraussetzungen reflektiere) und nicht schon mit vorgefertigten Antworten komme. Ist es auch wirklich so, nur weil ich diese Interpretation dafür habe - was ist erwiesen, wie hat die Versuchsordnung dafür ausgesehen, ...(z.B. tue ich mir mit den Erklärungen vom "Elektrosmog" für Bienensterben schwer, auch wenn es noch so oft als Erklärungsversuch herangezogen wird, denn die Bienen von meinem Imkerpaten stehen unter einer Hochspannungsleitung und er hat die letzten Jahre kein Volk verloren und für den Standort einen guten Ertrag). Wie es ist eine Biene zu sein (mit der besonderen Berücksichtigung in einer Beute unter der Hochspannungsleitung oder was auch immer), werde ich aber nie erfassen können - LEIDER!


    lg
    Andreas


  • Und der Bien "will" nichts. Er kann nicht anders. Er strebt nicht und er plant nichts. Er liebt auch nicht und er denkt auch nicht.


    Lieber Henry,


    selbst daß Du hier schreibst, ist Ausdruck von "Willen" (in diesem Fall vielleicht von "Deinem" Willen) - aber jeder Erscheinung in der Natur, jede lebendige insbesondere ist Ausdruck von "Willen", und sei es alleine der Wille des Lebens sich selbst zu erleben!


    Viele Grüße


    Michael Weiler

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo,
     
    ohne hier Wörter zu zerklauben,
    Mit dem Begriff "Wille" ist eine bewusste Absicht, das "Wollen" zur zielgerichteten, geplanten, Handlung verbunden. Über das dafür erforderliche Reflexionsvermögen verfügt derzeit nur die Gattung "Mensch". Leider nicht alle Menschen, aber nach derzeitigem wissenschftlichen Stand, keine Tiere. Bewusstsein und die Freiheit des "Willens" ist ja schlechthin DAS entscheidende Kriterium, das den Menschen von anderen Gattungen differenziert.
     
    liebe Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.