Blütenhonig ... Backhonig, WKD: 185 Euro

  • Hallo,


    vor ca. 1/2 Jahr hatte ich Backhonig zum 1/2 Preis von Blütenhonig verkauft, nach
    Anraten unserer BV-Honig-Sachverständigen, denn teilweise hatte mein
    Honig etwas über 18% Wassergehalt und manchmal Bläschen an den Glasrändern.


    Beim auf dem PC editierten Eigen-Etikett war aber versehentlich mitkopiertes
    "Blütenhonig" mit drauf, 1 Stunde stand das auf dem Wochenmarkt, dann kam der WKD.


    Ein Glas von jenam Rapshonig, 18 %ig ohne eventuelle Gärbläschen, nahm der WKD als Probe.
    Der Honig entsprach auch der Blütenhonig-Qualitätsanforderung.


    Das vom FDS-WKD beauftragte FR-Labor beanstandete "Blütenhonig ...
    Backhonig" wegen Doppelbezeichnung als "Irreführung des Verbrauchers",
    das Bussgeld betägt 185 Euro.


    In nun 3 Schreiben kommt Irreführung jeweils 3-4 mal vor.


    Mein Schuldbewusstsein hält sich demgegenüber in Grenzen, "Backhonig aus Blüten",
    wäre das erlaubt gewesen, im Gegensatz zu "Backhonig aus Wald"? Allenthalben Mitbewerber
    könnten mit Irreführung argumentieren, aber doch nicht Kunden.


    Sollte ich gegen den Bussgeldbescheid Widerspruch einlegen, oder könnte
    mich dann das hiesige Landratsamt dann mit einer Merfach-Ordnungswidrigkeits-Geldbusse
    aufwarten?



    Beim der damals gleichzeitig genommenen Propolis-Lösung konnte keinen
    Bussgeldbescheid verhängt werden wegen behauptetem nichtzugelassenem Medikament.
    Ob die 185 Euro nun die Retourkutsche ist?

  • Hallo, Jonny,
    bei *18nochwas%* verkaufst du als Backhonig? *kreisch*
    Solltest du sowas nochmal haben (mit Rückstandsanalyse), dann PM mich doch bitte....*flööööt*
    Zur Erklärung des *kreisch*: Backhonig ist normalerweise bereits angegorener Honig (so ab 21%), der kurz hocherhitzt wurde (pasteurisiert), und damit nicht mehr in den HMF-Rahmen paßt, bzw. durch das Erhitzen nicht mehr nur *kaltgeschleudert* ist.
    Den nimmt man nur noch wirklich zum Backen oder für Met, aufgekocht.
    Aber bei 18,nochwas ist der lt. Honigverordnung noch völlig okay.
    Du schmeißt Geld weg...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • >>vor ca. 1/2 Jahr hatte ich Backhonig zum 1/2 Preis von Blütenhonig verkauft, nach
    >>Anraten unserer BV-Honig-Sachverständigen, denn teilweise hatte mein
    >>Honig etwas über 18% Wassergehalt und manchmal Bläschen an den Glasrändern.


    >Backhonig ist normalerweise bereits angegorener Honig (so ab 21%), der kurz
    >hocherhitzt wurde (pasteurisiert), und damit nicht mehr in den HMF-Rahmen paßt,
    >bzw. durch das Erhitzen nicht mehr nur *kaltgeschleudert* ist.


    Nach Auskunft von Dr. Annette Schröder, Lebensmittelchemikerin bei
    www.uni-hohenheim.de/bienenkunde ist Honig mir Gärbläschen nicht mehr
    als "Honig" verkehrsfähig.


    Erklärt am 18.02.2007 bei der Verkostung von 10 "Tannenhonigen" von 50 Personen.
    Bei 3 Gläsern hatten ca. 10 Personen, u.a. ich, Alkoholbläschen festgestellt.


    Bei starker Waben-Hefebelastung kann Honig schon ab der DIB-Grenze von 18% gären,
    nicht erst ab der EU-Grenze von 20%.


    Eine starke Waben-Hefebelastung kann z.B. von einer langsamen Abnahme von Zuckerwasser
    bei der Auffütterung herrühren, IMO.


    Aber darum ging es mir mit meinen Fragen ja nicht.

  • Hallo,


    Honig gerät nicht bei 18 %Wassergehalt in Gärung und auch nicht bei 21%.
    Das ist völlig absurd, Honig wird erst ab weit über 21% Wassergehalt gärig.
    Kleehonig darf bis 21% Wasser haben.
    Die Wahrscheinlichkeit ist groß das Honig mit 21% Wassergehalt noch weitere Wasser aus der Umgebung anzieht.


    Honig mit niedrigem Wassergehalt hat eine hohe Qualität, wenn z.B. Blütenhonig 18 % Wassergehalt hat, und dieser wird nicht sachgemäß gelagert, z.B. feuchter Keller kann dieser weiter Wasser ziehen.


    Da kann ich nur Sabiene zustimmen da verschenkt man Geld.
    Ich hatte in meiner ganzen Imkerlaufbahn noch nie gärigen Honig.

  • Moin alle zusammen,
    woran erkennt man beim Honig, ob diese Bläschen Gähr- bzw. Luftbläschen sind.
    Mein erster Rapshonig ist ist in einem sehr zähcremigen Zustand in die Gläser gekommen. Nach einiger Zeit waren da obendrauf auch Bläschen zu sehen. Ich bin aber von aufgestiegenen Luftblasen ausgegangen.:confused:


    Gruß Peter

  • Moin, jonny,

    Sollte ich gegen den Bussgeldbescheid Widerspruch einlegen, oder könnte mich dann das hiesige Landratsamt dann mit einer Merfach-Ordnungswidrigkeits-Geldbusse aufwarten?

    es ist für mich recht einfach auf fremdem Arsche durchs Feuer reiten, wenn ich schreib, Du sollst Widerspruch einlegen. Der Widerspruch, so er abgelehnt wird, kostet nochmal soviel wie der Bescheid. Willst Du dann klagen bist Du mit etwa 360 Euro für die Klage am Verwaltungsgericht dabei. Gewinnst Du, zahlt den ganzen Rechtstreit nicht etwa der Mitarbeiter der Dein Gegner ist, sondern die Kommune also eigentlich auch Du und noch paar ander, die ohnehin das Gehalt des mitarbeiters zahlen. So ist das in diesem Rechtsstaat. Die Kommune kann immer Widersprüche ablehnen ohne, daß es dem eigentlichen Bearbeiter ans Eingemachte geht. Die Chancen stehen also schon aus Prinzip nicht sehr gut.


    Bist Du DIB-Mitglied? Dann wende Dich an den Vorstand für Rechtsfragen. Solange es in der Apotheke "Fenchelhonig" gibt, der eigentlich Zuckerlösung + erhitzem Honig + Fenchelöl ist, und das zulässig bleibt, solange wird man auch eine Qualitätsangabe "Backhonig" gleichzeitig mit einer Produktbezeichnung "Blütenhonig" angeben dürfen. Nochdazu, wenn das Produkt eigentlich die Anforderungen an das höherwertige Produkt erfüllt. Eine Irreführung durch Doppelbezeichnung muß das Amt im Einzelfall darlegen. Aber dort kämpft man für'n fremden Arsch. Wenn Du gewinnst hast Du praktisch nichts erreicht, verlierst Du, zahlst Du drauf.


    Hättest Du den Honig mal als Blütenhonig verkauft. Dann hättest Du wesentlich weniger Sorge. Doch Du wolltest ja Deinen Qualitätsvorstellungen treu bleiben und hast damit das Amt geweckt. Als Honig darfst Du allen Mist verkaufen. Als Blütenhonig sowieso. Aber wenn Du Backhonig draufschreibts, dann rufst Du geradezu: "Das ist Gammelhonig" und das weckt das Amt. Selbst wenn dann allerfeinster Honig im Glase ist. Und dann muß man Dich erziehen. Schließlich geht es Dir als Imker sowieso schon zu gut.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Jonny ,



    wenn Honig gärig ist dann richt man das.


    hast du schon mal einen Honiglehrgang besucht?


    Normal wird da gezeigt wie gäriger Honig aussieht und eine Erklärung gibt es dazu auch.


    Ich käme nie auf die Idee auf dem Markt Backhonig an zu bieten!


    Wenn du Rapshonig mit 18,5 % Wasser erntest sagt das noch lange nichts aus das dieser
    Honig gärig wird, du darfst den nur nicht im DIB-Glas abfüllen!


    Hefe hin oder her, ein ordentlicher Imker hat mit so was keine Probleme, wenn man bei manchen Leute die Waben anschaut da dreht es mir den Magen um, es gibt leider viele Imker die ihr Handwerk nicht verstehen die sauen an jeder Ecke rum, ich kenne das leider zu gut.
    Die Wirklichkeit sieht leider so aus.


    Das soll nicht heißen das du so einer bist.


    Man muss wissen wann der Honig reif ist, evtl. prüft man den Honig mit einen Refaktormeter, das sollte eigentlich jeder haben, bekommt man schon für kleines Geld.

  • Hallo, the czar


    >woran erkennt man beim Honig, ob diese Bläschen Gähr- bzw. Luftbläschen sind.


    IMO:


    Bei der üblichen Abfüllung mittels Honig-Hahn kommt es zu keinen bzw. kaum,
    Luftbläschen, sondern nur wenn die Honiggläser unsachgemäss per Schöpflöffel
    gefüllt werden.


    Wenn etwa nach der Lagereimer-Kandierung das Mehrfache an Schaum oben abgehoben werden kann wie üblich, beim 25 l-Eimer anstatt z.B. 0,5 cm etwa 2 cm, so habe ich das
    genauer getestet.


    Der "scharfe" Alkoholgeschmack ist deutlich merkbar, wenn möglichst nur solche
    Randbläschen mit wenig Honig abgehoben und gegessen werden. Bei wenig
    Wassergehalt gärt der Honig ja nicht durch und die Blasenbildung lässt bald nach, der
    Resthonig dürfte dann alkoholfreier sein. Es geht mir hier nur um 0,... %,
    ob das ein Refraktometer messen könnte weiss ich derzeit nicht.



    Hallo Henry (Honig-Bienen-Kurse),


    >Bist Du DIB-Mitglied? Dann wende Dich an den Vorstand für Rechtsfragen.


    Ja. Nach meinem heutigen DIB-Anruf, bei 0228 93292-0, bekam ich die Rufnummer von "deren" RA-Kanzlei S... & S... & P.... Ich werde am Montag dort anrufen.


    >Eine Irreführung durch Doppelbezeichnung muß das Amt im Einzelfall darlegen.


    Hr. O. vom Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt FR schriebt in seinem Gutachten:


    "Das Anbringen von Verkehrsbezeichnungen von zwei unterschiedlichen Erzeugnissen
    auf einer Verpackung wird als Irreführung geeignet i.S. von § 11 Abs. 1 Nr. 1 LFGB
    angesehen".


    Dort steht aber laut www.gesetze-im-inernet.de lediglich:


    "Vorschriften zum Schutz vor Täuschung ...
    Es ist verboten Lebensmittel unter irreführender Bezeichnung oder
    Aufmachung gewerbsmässig in den Verkehr zu bringen".


    Auch bei Nr. 1 steht nichts von "zwei unterschiedliche Erzeugnisse auf einer Verpackung".


    Er meinte, es sei dasselbe, wenn ein Porsche als Mercedes angeboten würde, weil in der HonigV "Blütenhonig" und "Backhonig" zwei unterschiedliche Erzeugnisse seien. Ich konnte ihn auch heute nicht davon überzeugen, dass dies kein entsprechendes Beispiel sei.


    "Irreführung wegen zwei unterschiedlichen Erzeugnissnamen" ist hier wohl seine persönliche
    Meinung, das steht IMO in keinem Gesetzt, jedenfalls konnte er mir keine solche Stelle nennen.


    Das würde ja bedeuten, dass ein Edelkastanien-Honig auch nicht als Blüten-Edelkastanien-Honig, bezeichnet werden dürfte, weil das zwei unterschiedliche Erzeugnisse seien? Natürlich
    probiere ich das nicht aus ;-).



    Hallo Michael2,


    ich habe hier das Zertifikat von meinem Heidelberger Honiglehrgang vom 12.11.2005 beim
    "Landesverband Badischer Imker e.V. ... F. P...".


    Mein Refraktometer habe ich von Kübler in Karlsruhe, ein japanisches von
    "ATAGO": HHR-2N. Für 207 Euro war das Anfang diesen Jahres, mit 0,1% Skala
    und 0,1% Fehlertoleranz das genaueste, das es in der HAND-HELD-Klasse wohl
    gibt.

  • Hallo, Jonny,
    du kannst den Hr.O. ausknocken; *Backhonig* ist kein unterschiedliches Erzeugnis, sondern kann sehr wohl aus allen Honigen entstehen.
    Als Verwerter von solchem Backhonig würde ich schon gern wissen, ob es Blütenhonig, teurer Heidehonig, oder gar Wald- oder Tannenhonig wäre, denn der Geschmack ist da schon sehr unterschiedlich, und wichtig für einen potentiellen Käufer.


    @den/die Symmetrischen/r: ehemaliger Honig aus einem Schmelzer ist nur noch *oomphffff*, damit beglücke ich höchstens meine Waldameisen und Hornissen, denen macht das HMF nix...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin jonny,

    "Das Anbringen von Verkehrsbezeichnungen von zwei unterschiedlichen Erzeugnissen auf einer Verpackung wird als Irreführung geeignet i.S. von § 11 Abs. 1 Nr. 1 LFGB angesehen". ...
    weil in der HonigV "Blütenhonig" und "Backhonig" zwei unterschiedliche Erzeugnisse seien.

    Backhonig grenzt sich von Honig ab. Ein Backhonig ist ein anderes Erzeugnis als Honig. Das eines unter Umständen aus dem andern entsteht und die Sortenbezeichnung ist da erst mal nebensächlich. Und es ist nach der obigen Darlegung sehr wohl eine Irreführung. Es kann durchaus sein, daß der Kunde nicht sofort erkennen kann, ob er Backhonig erwirbt oder Honig zum Genuß. (Du müßtest hier wenigstens mal das Etikett posten, damit irgendwie nachvollziehbar wird, wo das konkrete Problem liegt.) Da sowohl das Erzeugnis "Backhonig" als auch das Erzeugnis "(Blüten-)Honig", den Namensbestandteil "Honig" beinhalten fällt es schwer geeignete Beispiele zu finden um die tatsächliche Irreführung aufzuzeigen. Laß ma überlegen ... ... ... oder doch: "Öl" und "Altöl". Stell' Dir vor man bietet Dir eine Klarsichtflasche mit einer goldbraunen Flüssigkeit an, auf der geschrieben steht: "Altöl - Mineralöl". Da Du ein introvertierter scheuer Kunde bist, eine Ansprechhemmung und einen IQ eines Toastbrotes (ungeröstet) hast, darfst Du als Kunde nun nicht genau wissen, was drin ist, in der Flasche. Und dann bist Du irregeführt. Selbstverständlich könntest Du mit wenig Aufwand rauskriegen ob es sich um altes Mineralöl oder um lediglich zur Gewährleistungsabwehr als Altöl verkauftes (weil von zu hohem Wassergehalt beeinflußtes) Frischöl handelt. Aber das mußt Du nicht. Und deshalb will Dich der Beamte davor schützen.


    Daß wir hier ständig irregeführt werden und mit voller Absicht und die Maßnahme gegen Dich überzogen scheint, steht auf einem andern Blatte. Vielleicht geht aber auch der Strafrahmen bei 185 Euro los und endet irgendwo bei 5.000. Dann wär der Beamte regelrecht gnädig gewesen.


    Deine Chancen stehen sehr schlecht, denn Deutsche Gesetze erlauben stets die Auslegung nach dem Text. Daß das unter Umständen zu völliger Sinnlosigkeit führt (Sonntagsfahrverbot zum Umweltschutz - PickUp-Truck als LKW mit Anhänger verboten - PickUp-Truck mit zusätzlich aufgesetzter 500kg schwerer Wohnkabine = Sonderfahrzeug -> Anhänger jederzeit erlaubt) müssen wir in der Sache Befaßten immer wieder feststellen. Nur hilft gesunder Menschenverstand nicht gegen starrsinnige Schreibtischtäter, womöglich mit eingebildeter Bienenallergie.


    Beispiel für Irreführung ungeahndet:
    - REWE-Hit-Aktion "Produkte aus der Region" z.B. Honig aus Meißen aus EU- und nicht EU-Ländern, Mangosaft aus Dürrweitschen, wo die nun wirklich nicht wachsen.
    - Kerrygold Butter, "das Gold der grünen Insel" Irrland. Hergestellt in Belgien.
    - "FCKW-frei" auf Styroporteilen. Styropor wurde noch nie mit FCKW aufgeschäumt sonder mit Pentan.
    usw.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry


    >Du müßtest hier wenigstens mal das Etikett posten, damit irgendwie nachvollziehbar wird, wo das konkrete Problem liegt.


    Es geht um das was im Betreff dieses Artikels steht, mein Etikett reicht von der Deckelmitte
    bis fast zum Glasboden:


    (Auf dem Deckel)
    "Mindestens haltbar bis
    23.09.2008


    Name Vorname
    Strasse Nr.
    PLZ Ort
    Tel.
    Webseite


    (Fett) Blütenhonig
    Sammelorte: Bühl-H...
    (Auf der Vorderseite)
    Sulz-S...
    Forbach-K...


    Betriebsweise
    Chemie-, GVO-frei, naturnah
    Erntedatum MHD - 2 Jahre
    Kandierung: Beginn ca.
    05.2007, Wiederverflüssigung
    im Wasserbad ca. 2 - 4
    Stunden bei 40 Grad C
    Für Glasrückgabe 30 Cent


    (Fett)Backhonig
    d.h. Wassergehalt über 18%-
    Grenze vom DIB. 18,1%."



    >Vielleicht geht aber auch der Strafrahmen bei 185 Euro los und endet irgendwo bei 5.000.


    Ein Bussgeld für eine Ordnungswidrigkeit hier beträgt 30 bis 250 Euro, in Baden-Württemberg jedenfalls sei der Beamte bzw. Bearbeiter nicht gezwungen ein Bussgeld zu verhängen, so sind meine Infos.



    >>Der Widerspruch, so er abgelehnt wird, kostet nochmal soviel wie der Bescheid. Willst Du dann klagen bist Du mit etwa 360 Euro für die Klage am Verwaltungsgericht dabei.
    Bist Du DIB-Mitglied? Dann wende Dich an den Vorstand für Rechtsfragen.


    >Nach meinem heutigen DIB-Anruf, bei 0228 93292-0, bekam ich die Rufnummer von "deren" RA-Kanzlei S... & S... & P....


    Von RA S. selbst bekam ich die Auskunft:


    1. Der Widerspruch kostet weit weniger wie der Bescheid.
    2. Würde nach meinem Widersruch vom 11.11.2007 nun noch etwas kommen, dann vom Amtsgericht.
    3. Das Entlastende für den anderen Bearbeiter war nochmals vollständig darzulegen, u.a.:
    a) Es handelte sich nur um 3 Gläger, die Probe, meine Gegenporobe und ein "korrigiertes" Glas.
    b) Es wurde kein Honigkunde um einen Cent geschädigt, selbst wenn der Honig von einem Markt-Kunden als Blütenhonig gekauft worden wäre, der Honig hat auch dieses Qualitätsmerkmal.
    4. Die "Irreführung" wird eingeräumt. So ein PC-Leichtsinnsfehler kommt sicher nicht mehr vor.
    5. Ich bat um die Einstellung des Verfahrens.
    6. RA S. "Sie werden sehen, es wird nichts mehr kommen".


    Es fehlt oben auch "500 g", das Eichamt KA bat aber nur, wenn korrigiert, um ein Probe-Etikett, das hat mit obigem Bussgeld nichts zu tun. "500" müsse mindestens 4 mm gross geschrieben werden. Selbst beim DIB-Gewährsstreifen sind es nur 3,3 mm.


    Hr. O. von FR. erklärte bzw. schrieb noch in seinem "Gutachten", es würde auch fehlen "Deutscher Honig". Laut RA. S. genügte aber für das lokale Angebot auch die lokale Herkunftsangabe, Bühl, ....


    Das Bussgeld selbt beträgt 100 Euro, 60 Euro sind für das "Gutachten" der Rest sind "Auslagen", ....


    Anstatt meinem Marktstand gibt es nun einen Vereinskollegen mit u.a. den Produkten von www.comnatura.de

  • Hallo,


    heute wurde das Bussgeldverfahren vom AG FDS, Richter M.-F. eingestellt, 17:36-18:05.


    Wieder Fr. ... vom Landratsamt-Veterinäramt hatte, nach meinem Einspruch, jenen ersten Bussgeldbescheid zurückgenommen und ihn mit einem gleichlautenden erneuert, erweitert um das fehlende "Deutscher Honig".


    Im Telefonat erklärte sie mir, "Blütenhonig ... Backhonig" u.a. sei einfach ein Bezeichnungsfehler, die Bussgelder hätten sich erhöht, sie müssten wissen was sie dürfen, deshalb sei das Verfahren nun auch zum AG gegangen. Im Unterliegensfall würde mein Aufwand das mehrfache der 185 Euro betragen.


    Aber der oben erwähnte DIB-Anwalt S. machte mir noch Mut: Das müsse nicht überall so gesehen werden wie von Fr. .... Im doch etwas unwahrscheinlichen Unterliegensfall müsse besehen werden, ob per Drittelung DIB, Landesverband, ich, weiter dagegen vorgegangen werden könne.


    Der heutige AG-Dialog u.a. ca.:


    R. In Afrika haben Spitzenjuristen ganz andere Probleme als hier mit den umfassenden scharfen EU-Vorschriften die nun umgesetzt werden müssen. Einspruch zurücknehmen?


    I. Der Honig im mitgebrachten Gegenprobenglas entspricht der Blütenhonig-Qualitätsanforderung. Ich als Imker habe ihn in der Qualität herabgesetzt als Backhonig angeboten und nicht mit heraufgesetzter Qualität. Googeln Sie mal mit "Blütenhonig Backhonig Irreführung", so werden Sie lediglích Aktenzeichen für heraufgesetzte, nicht für herabgesetzte Qualität finden.


    Wenn ein Auto sowohl als "neu" und "gebraucht" verkauft wird, so kann sich auch der Kunde danach nicht über Irreführung beklagen, wenn das Auto tatsächlich "neu" ist.


    R. In der Autobranche gibt es mehr Spielraum, wie im Lebensmittelbereich.


    ...


    R. Wissen Sie was ich gedacht habe, Verfahren einstellen.


    I. Das ist für mich wie Weichnachten und Ostern zusammen.


    R. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse, der Beklagte trägt seine eigenen Auslagen. Alles Gute, ich hoffe aber, dass wir uns hier nicht wiedersehen.