Buckfastkönigin und Carnicavolk

  • Hallo,
     
    ich würde gerne mal einen direkten Vergleich von Carnica und Buckfast an meinem Stand durchführen, also nächstes Jahr natürlich.
     
    Dazu meine Frage: Wenn ich die Carnica-Königin aus dem Volk nehme, könnte ich dann eine Buckfast zusetzen? Sukzessive würde ja dann dieses Volk zu einer anderen Rasse.
    Ich bin c.a. 14 km von ner Belegstelle mit Carnica entfernt. Bin mir da auch nicht sicher, ob das ok. ist, meinen Drohnen wird das ziemlich wurscht sein, welche Königin ihnen unterkommt. :oops:
     
    Danke schon mal in voraus für Eueren Rat und viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo
    Informiere Dich bitte zuerst über die Eigenschaften der zwei Bienenarten. Wirklich Sinn macht ein solcher Vergleich nämmlich nur, wenn auch die Beute und Betriebsweise den Arten angepasst wird.
    Sonst kann man ohne Vergleich sagen, dass voraussichtlich kein wesentlicher Unterschied herauskommt (wenn beides Ausgangsmaterial gut ist) und das ist die Arbeit nicht wert.
    Weiter würde ich der Belegstelle zuliebe auf den Versuch verzichten, wenn Du sicher bist, dass in der Region noch keine Buckfast vorhanden ist. Ansonsten könnte es Dir so gehen, wie vielen Bucki Imkern, dass Du zum Ziel von Frevelaktionen wirst.
    Freundliche Grüsse
    Hugo

  • Aus o.g. Gründen würde ich auch niemandem erzählen, wenn ich in ein Carnica-Gebiet "andere" Bienen einführe. Leider sind manche Carnica-Zucht"freunde" sehr rabiat in ihren Methoden.


    In solchen Fällen hilft dann nur noch der Staatsanwalt bzw. die Polizei wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung.

  • Hallo,
     
    danke für Eure Antworten.
    Ich werde das mal lieber hinten anstellen und mich erst mal über die verschiedenen Eigenschaften und Betriebsweisen schlau machen.
    Interessant finde ich das schon, dass ein Carnicavolk auch eine Buckfastkönigin annehmen würde.
     
    Mir ist schon bewusst, dass ich hier manchmal Fragen stelle, die für die Experten nervend und auch nicht nachvollziehbar sind. Andererseits will ich die Imkerei immer mehr verstehen und dabei ist dieses Forum sehr hilfreich, ich weiss Euren Rat sehr zu schätzen! Wenn man so die ersten Schritte hinter sich hat, treibt einem die Neugierde an, mal was auszuprobieren und nicht alles genauso zu machen, wie der "Alte" das seit jeher praktiziert. Mir ist dabei klar, dass ich mit Lebewesen umgehe und eben deshalb frage ich lieber sehr genau hier nach. Praktisches Wissen, aus verschiedenen Standpunkten/Betriebsweisen betrachtet, zu erfahren, mit der Möglichkeit der direkten Kommunikation, ist für mich als Anfänger viel viel wertvoller als Regale voller wissenschafticher und dennoch widersprüchlicher Bücher.
     
    Wollt ich nur mal so sagen, viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Moin, Gerd,
    eine Bucki als Carni geführt, wird nicht durch besondere Leistung auffallen, umgekehrt schon, also Carnis wie Buckis halten.
    Das brachte mich im Laufe der Zeit zu der Überzeugung, daß an der Carni-Betriebsweise, wie sie immer noch gelehrt wird, was falsch sein muß; vor allem die Begrenzung des Brutnests und die vielen Eingriffe zur Schwarmverhinderung sind m.M. völlig überflüssig.
    In Volltracht keine Leistungsunterschiede zu merken, aber wenn die Tracht nachläßt, sind Buckis um einiges findiger; das konnte ich diesen Sommer wieder beobachten.
    (und sie finden nicht nur Blüten, sondern auch jedes schwächelnde Volk und jeden zu mickrigen Ableger...:oops:).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,
    was ist das für eine Belegstelle, die sich über einen Schutzradius von 14 km erfreuen kann, das man schreibt, man dürfe dort schon nicht eine andere Bienenherkunft halten als die jenige welche auf erfragter Belegstelle zur Aufstellung kommt?
    Gibt es Bundesländer, die Belegstellen mit dermaßigen Schutzradien erlauben?
    Meiner groben Ausrechnung nach wären das etwa 700 km².
    Mal abgesehen davon,
    Buckfast gehalten wie Carnica ergibt kaum einen Unterschied, außer einigen Erleichterungen (Schwarmtrieblenkung).
    Diese braucht schon die spezielle, oder eine auf dieser Basis entwickelte, Betriebsweise, um ihre Vorteile zu zeigen.
    Soweit meine ERfahrung dazu.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo !


    Beim umweiseln von Carnicavölkern auf Buckfastmaterial ist zu berücksichtigen das man hier mitunter sehr unterschiedliches genetisches Material zueinander bringt, was auch den Bienen nicht verborgen bleibt. Haben diese die Wahl, ziehen sie ihre eigene Genetik vor (und aus dieser nach). Also zum einweiseln am besten sehr kleine Einheiten (1-3 BW Ableger o h n e offene Brut) oder besser noch Kunstschwärme wählen.



    Frank