Köln- Sperrgebiet, Bienen-Seuche in Porz

  • Hallo Imkerfreunde,
     
    heute habe ich gelesen das in Köln Porz seit fast 2 Wochen die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen ist.
     
    Hier ein paar links
    http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1004370693460&rubrikid=200&ressortid=100&articleid=1190959535110
     
    sowie


    http://stadt-koeln.de/bol/tiere/news/11184/index.html


    Gelesen habe ich es bei www.die-imker.de


    gruss aus Kölle
    webimker

    Et kütt, wie et kütt und Et hätt noch immer jot jejange

  • Nachrichten und ihre Folgen!
    Meldung vor ca. 6 WOCHEN : Ein Stand mit Faulbrut festgestellt, Sperrgebiet Teile von Köln-Porz.


    Meldung hierzu im Forum: Vor zwei Wochen Faulbrut in Köln-Porz, Sperrgebiet Köln.


    1. Reaktion im Forum: Mal schauen was das noch giebt den es ist nicht weit von mir weg.


    Wieviel km zwischen Köln-Porz und Odenthal?


    Das keine Diskussion aufkommt, ich bedauere sehr jeden Fall von Faulbrut und wünsche es keinem.


    Nur im Forum sollte nicht "Sensationspresse" gespielt werden.
    Gruß Norbert "Eisvogel"

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel
    Das habe ich nicht verstanden" Sensationspresse" ??


    Im Münsterland hatte es den Bienenstand des Mühleninstitutes voll erwischt,gerade in dem Moment als das Faulbrutmobil vorgestellt wurde,
    Nach längeren Untersuchungen wurde festgestellt das im Zoo von Münster den Bären OFFEN
    Honig verabreicht wurde,Honig aus nicht bekannter Herkunft,sporentiefunrein!!!
    Ab sofort wurde den Bären im Aussenbereich kein Honig mehr gereicht und der Imkerverein Münster stellt den benötigten Honigbebarf kostenlos zur Verfügung !!!
    Wir haben hier in Isselburg einen Bärenpark,in dem Bären versorgt werden die irgendwo in der Welt schlecht behandelt wurden.Denen geht es hier richtig gut..
    Aber mit dem Wissen aus Münster konnte ich sofort Schlimmstes verhindern,denn hier wurde ganz stolz Langnesehonig offen verfüttert.
    Der Jahresbedarf für diesen Bärenpark betägt nur 10 Kilo Honig,und der wird von meinem Imkerfreund und mir zur Verfügung gestellt,kostenlos.
    Gute Werbung,keine Faulbrut.
    Der Imkerverein Bocholt,in dem ich Mitglied bin,setzt seine Gelder für Futterkranzprobenuntersuchungen ein.
    Da sehe ich meine Beiträge gut angelegt,
    Sonst habe ich mit Vereinen nichts am Kopf
    Meine Bitte deshalb:Jede Information ob Schall oder Rauch weitergebeben, auch wenns Kloppe gibt
    Faulbrut bitte nicht auf die leichte Schukter nehmen,denn wenn es dich erwischt......dann holt dich der Brathahn
    Gruß
    Helmut

  • Das entscheidet in D. der zuständige Amtstierarzt.
    In der Regel sind sie sehr "verständig" und kooperativ. Dann wird saniert, über das Kunstschwarmverfahren.
    Bei "hoffnungslosen" Fällen wird aber auch immer noch das Abtöten angeordnet.
    Ich stehe mit 12 Völkern selbst seit Juni in einem Sperrbezirk, bin allerdings nur "Opfer", also nicht selbst befallen: Wir haben auf Anordnung bei dem betroffenen Kollegen 8 Völker per KS saniert. Jetzt werden nochmals abschließend von allen (nicht nur den sanierten) Völkern Futterkranzproben entnommen; ich rechne dann mit Auflösung des Sperrgebietes.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,

    Wir haben auf Anordnung bei dem betroffenen Kollegen 8 Völker per KS saniert. Jetzt werden nochmals abschließend von allen (nicht nur den sanierten) Völkern Futterkranzproben entnommen; ich rechne dann mit Auflösung des Sperrgebietes.

    Das gäb's bei uns hier nicht. Es werden hier nicht die Völker, sondern die Stände saniert und es gibt dazu ein Veränderungsverbot. Also auch keinen Zukauf. Entweder brennen alle und alles oder alle werden zu Kunstschwärmen zusammengeworfen. Oft auch so, daß "drei gibt zwei" oder "aus zwei mach' eines" gilt, weil dann der Erfolg ein versprechenderer ist und man nicht gleich so viele Kisten steryllisyrien muß.


    Mal ganz unter und BSVern: hälst Du eine teilweise Sanierung auf einem Stand für sinnvoll und vor allem für ausreichend erfolglich?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja, halte ich.
    Der betroffene Kollege hat im Juni in meinem Beisein vom Veterinär Futterproben entnehmen lassen.
    Bei den Völkern, die sowieso klinische Zeichen hatten, hat er KS gebildet, später noch bei Völkern, die leichten Sporenbefall hatten.
    Völker, die nachweislich keinerlei AFB-Sporen zeigen, was soll ich denn da sanieren? Ich kann die Sporenanzahl ja nicht noch nuller als null werden lassen.:u_idea_bulb02:
    Von den Völkern auf meinem Stand sind ungefähr die Hälfte Jungvölker und Ableger (KS) gewesen, keines hatte eine positive Futterkranzprobe. Die nochmals auf neuen Bau setzen, ist etwas zuviel des Guten, fand auch mein Veterinär.
    Leider gabs und gibts auch bei uns eine Veränderungssperre. Leider, denn ich konnte meine Vatervölker von der Belegstelle nicht heim holen.
    Die Frage ist, ob dies noch zeitgemäß ist. Sinnvoller wäre doch, alle AFB-freien Bienenvölker sofort abzuwandern. Sagt sogar unser Amtstierarzt. Ich muss allerdings auch sagen, der Typ hat richtig viel Ahnung von Bienen und von Mikrobiologie versteht er auch ne ganze Menge .

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael,


    da ist die Situation hier vielleicht etwas anders. Bislang waren die Stände auf denen der Imker klinische Symptome festgestellt hat stehts sehr klein. Also max. 6 vielleicht 8 Völker in Hinterbehandlung. Ich vertraue zwar den Futterkranzproben aber ich vertraue nicht den Bienen und nicht den Imkern. Außerdem sind die geizig und machen deshalb gepoolte Proben vom ganzen Stand. Je nach Jahreszeit ist es oft ohnehin nötig die Kunstschwärme stärker zu machen.


    Ganz aus dem Bauch raus, hätt' ich ein Problem, wenn auf einem Schnuddelstand ein einziges negativ getestetes Volk stünde und der Rest stinkt, diesen Volk nicht in die Sanierung einzubeziehen. Vielleicht ist es ja falsch negativ oder hat just gestern abend nicht ganz trocken geschleuderte Waben zurückgekriegt oder geräubert oder der Imker wollte Wabenwerk retten und hat es erweitert ... :confused:


    Unser Amts-Vet läßt auf kleinen Ständen und bei sichtbarer Klinik konsequent nur Feuer zu und zwar für den ganzen Stand. (da muß ich nicht mehr diskutieren - stehen da keine 8 oder wenigsten 6 Völker ist Daumen unten) Allein der Anblick der Stände gibt ihm da aber auch wirklich Recht, auch wenn das zu einer Verlängerung der Andauer des Faulbrutgebietes führt, weil ja dann keine "Gesundbefunde" gemacht werden können und wenn womöglich der Imker dann kein Imker mehr ist.


    Ein Stand mit zwei negativen Futterkranzproben würde bei uns zur Aufhebung des Sperrgebietes führen und sofort vom Veränderungsverbot befreit. Diese Bienen gelten dann als faulbrutfrei und dürften mit Gesundheitszeugnis überall hin gebracht werden, auch aus dem noch bestehenden Faulbrutgebiet raus. Der Abstand der Untersuchungen ist geregelt. Mir ist die Untersuchung, notfalls der Nachbarstände, lieber als das Aussitzen über die Zeit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,

    Zitat

    Ein Stand mit zwei negativen Futterkranzproben würde bei uns zur Aufhebung des Sperrgebietes führen und sofort vom Veränderungsverbot befreit. Diese Bienen gelten dann als faulbrutfrei und dürften mit Gesundheitszeugnis überall hin gebracht werden, auch aus dem noch bestehenden Faulbrutgebiet raus. Der Abstand der Untersuchungen ist geregelt. Mir ist die Untersuchung, notfalls der Nachbarstände, lieber als das Aussitzen über die Zeit.


    Das gilt auch bei uns. Und da stehe ich auch zu.


    Zitat

    Unser Amts-Vet läßt auf kleinen Ständen und bei sichtbarer Klinik konsequent nur Feuer zu und zwar für den ganzen Stand. (da muß ich nicht mehr diskutieren - stehen da keine 8 oder wenigsten 6 Völker ist Daumen unten) Allein der Anblick der Stände gibt ihm da aber auch wirklich Recht, auch wenn das zu einer Verlängerung der Andauer des Faulbrutgebietes führt, weil ja dann keine "Gesundbefunde" gemacht werden können und wenn womöglich der Imker dann kein Imker mehr ist.


    Schade.
    Nicht für die Schmuddel-Stände. Aber für uns.
    Was macht denn Klein-Schmuddel-Imker, wenn er was merkt? So er denn was merkt?
    Genau, er vertuscht, verdrängt, blockt ab. Behandelt schmuddelmäßig mit irgendwas.
    Ich muss ach sagen, in dem besagten Fall (s.oben) war kein
    Schmuddelimker involviert, nur eine arme Sau, die richtig und genau hingekuckt hat und darauf Alarm gegeben hat.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,
     
    einen interessanten Link zu diesem Thema:
     
    http://www.amtstieraerzte.de/a…anzeigen.php?artikelid=48
     
    Im Frühjahr habe ich Völker von einem Imker gekauft, wo wenige Wochen danach in dessen Nachbarschaft Faulbrut nachgewiesen wurde. Er informierte mich sofort, und ich ließ meine Völker von unserem Vereinswart durchsehen, der die Völker "unbedenklich" befand. Der Stand des Imkers wurde auch überprüft, und auch dort wurde glücklicherweise kein Befall festgestellt.
     
    Mit freundlichen Grüßen.
    Emil

  • Hallo Emil,


    unter den "aufgeklärteren" Amtstierärzten scheint dieses Vorgehen, wie in deinem Link zitiert, Konsens zu sein.
    Auch der "Unsrige" hat es uns als Merkblatt mitgegeben.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • wird saniert, über das Kunstschwarmverfahren.
    Bei "hoffnungslosen" Fällen wird aber auch immer noch das Abtöten angeordnet.


    Dankeschön für Eure Antworten!:daumen:


    Ich bin selbst Sachverständiger, aber abgetötet wird -wurde- bei mir bisher noch kein Volk, saniert wird bei uns ausschließlich mittels KS. Meine Empfehlung lautet jedesmal, stets genug neue Rähmchen für den Fall er Fälle griffbereit zu haben.