Futtersituation

  • Guten morgen,
     
    wie sieht bei Euren Völkern die Futtersituation aus?
    Habe meine Völker (Buckfast, Holzbeuten Dadant n. Ries) auf ein durchschnittliches Gesamtgewicht von 40kg mit Sirup im August aufgefüttert.
     
    Nun habe ich feststellen müssen, das die Völker doch teilweise extrem leicht geworden sind. Das Gleiche wurde auch von mehreren Vereinskollegen bestätigt. Räuberei ist auszuschließen, die Völker habe eine gute Größe.
     
    Ist das bei Euch auch so?
    Kann ich jetzt noch mit Futterzarge auffüttern? Die Tage sind ja doch noch recht warm und es soll bis zum Wochenende auch so bleiben.
     
    Viele Grüße,
    Helge

  • Ist das bei Euch auch so?
    Kann ich jetzt noch mit Futterzarge auffüttern? Die Tage sind ja doch noch recht warm und es soll bis zum Wochenende auch so bleiben.


     
    Ist bei mir z.T. auch so und ich habe schon wieder ein ungutes Gefühl, dass zu wenig in den Völkern sein könnte. Aber ich werde mich auf meine Hände setzen und nix tun. Es ist Oktober und ich werde die Bienen nicht mehr stören. Die Völker sind jetzt schon brutfrei (meinte ein Imkerfreund, der am WE 3 Völker, die von Frevlern umgeworfen waren, wieder aufrichten mußte und dabei alle Waben in die Hand nehmen mußte). Und wenn sie brutfrei sind, so ist ihre Zehrung sehr gering.
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Ist bei mir z.T. auch so und ich habe schon wieder ein ungutes Gefühl, dass zu wenig in den Völkern sein könnte. Aber ich werde mich auf meine Hände setzen und nix tun. Es ist Oktober und ich werde die Bienen nicht mehr stören. Die Völker sind jetzt schon brutfrei (meinte ein Imkerfreund, der am WE 3 Völker, die von Frevlern umgeworfen waren, wieder aufrichten mußte und dabei alle Waben in die Hand nehmen mußte). Und wenn sie brutfrei sind, so ist ihre Zehrung sehr gering.
     
    Alfred


     
    Das deckt sich voll mit meinen Beobachtungen. Leider habe ich die Brutnestbegutachtung auch aus dem gleichen Anlass gemacht wie Dein Freund.
    Wenn ich die erwische die das waren....

  • Danke für die schnelle Antwort.
     
    Kannst Du ca. abschätzen, wieviel Gewichtsverlust Deine Völker haben?
     
    Du hast schon recht, die Völker jetzt nicht mehr stören, aber besser jetzt als dann im Feb / Mar notfüttern müssen, oder?
    Denn so eine extreme Abnahme habe ich in meiner langen Imkerzeit (doch schon 3 Jahre :wink:) noch nicht festgestellt.
     
    Gruß,
    Helge

  • Wulle
     
    der Frevel scheint dieses Jahr wieder mehr in Mode zu kommen.
    Bei mir hatten hirnlose Idioten einen Bienenstand zerstört. Dabei sogar Beuten richtig kaputtgetreten und Waben rausgerissen und zerstört.
     
    Und dank unserer superhellen Polizei natürlich keinen erwischt, obwohl einige Wochen später in einem benachbarten Garten einige Spinner beim randalieren erwischt und verhaftet wurden.
    Auf Nachfrage auf der Wache waren die Randalierer aber nicht für meinen Schaden verantwortlich, woher der Sachbearbeiter das auch immer wußte...:daumen:

  • In den Wirtschaftsvölkern habe ich nicht reingeguckt, allerdings in einen schwächeren Ableger. Dieser hat noch auf mindestens 3 Waben gebrütet.
    Bei uns ist noch recht schönes Wetter, deshalb gehe ich davon aus, dass auch noch die Wirtschaftsvölker brüten.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • In den Wirtschaftsvölkern habe ich nicht reingeguckt, allerdings in einen schwächeren Ableger. Dieser hat noch auf mindestens 3 Waben gebrütet.
    Bei uns ist noch recht schönes Wetter, deshalb gehe ich davon aus, dass auch noch die Wirtschaftsvölker brüten.


     
    Hallo Christian,
     
    lass Dich von dem Ableger nicht täuschen, vor allem nicht von einem verhältnismäßig schwachen. Die Bienen wissen selbst recht gut, welche Volksstärke für eine erfolgreiche Überwinterung erforderlich ist. Bei schwachen Jungvölkern kann deshalb noch voller Brutbetrieb herrschen, während die starken Wirtschaftsvölker schon weitgehend Brutfrei sind. Ich habe auf meinem Außenstand 3 Jungvölker stehen, zwei davon sind recht stark, die nehmen kein Futter mehr ab und haben nur noch wenig Brut. Der dritte (ich habe an anderer Stelle in diesem Forum berichtet) ist noch etwas schwächer. Die haben trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit bis vor ein paar Tagen noch gut Futter abgenommen und haben noch reichlich Brut.


  •  
    Die Fütterung war bei mir eigentlich vor 4 Wochen beendet. Dieses Eine Jungvölkchen hatte schwierigkeiten hochzukommen. Ich dachte, es wäre Weisellos, weil lange keine Brut zu finden war. Bei einer Weiselprobe wurden erst Weiselnäpfchen angezogen, dann aber wieder abgetragen. Später zeigte das Brutnest das typische Bild eines drohnenbrütigen Volkes. Aus Zeitmangel habe ich mit dem Auflösen gewartet. Nach 14 Tagen war dann doch ein schönes Brutnest und eine offensichtilich normal legende Königin vorhanden. Keine Ahnung, ob die später nochmal zu einem Begattungsflug unterwegs war oder am Anfang Ladehemmung hatte. Während der ganzen Zeit wurde kein Futter angenommen, später habe ich dann auch nicht mehr gefüttert, weil ich das Volk aufgegeben hatte.
    Nach der Entdeckung der Königin und der gesunden Brut habe ich dann halt (zum Glück mit Erfolg) versucht noch genügend Futter für die Überwinterung in die Kiste zu bekommen. Da wegen Ameisesäurebehandlung sowieso noch leere Zargen drauf waren habe ich den anderen Völkern am Stand auch immer noch kleinere Futtermengen reingestellt. Da haben die aber an einem halben Liter Apiinvert mehrere Tage rumgenuckelt.
     
    Gruß
    Wulle

  • Hallo Christian,
     
    lass Dich von dem Ableger nicht täuschen, vor allem nicht von einem verhältnismäßig schwachen. Die Bienen wissen selbst recht gut, welche Volksstärke für eine erfolgreiche Überwinterung erforderlich ist. Bei schwachen Jungvölkern kann deshalb noch voller Brutbetrieb herrschen, während die starken Wirtschaftsvölker schon weitgehend Brutfrei sind. Ich habe auf meinem Außenstand 3 Jungvölker stehen, zwei davon sind recht stark, die nehmen kein Futter mehr ab und haben nur noch wenig Brut. Der dritte (ich habe an anderer Stelle in diesem Forum berichtet) ist noch etwas schwächer. Die haben trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit bis vor ein paar Tagen noch gut Futter abgenommen und haben noch reichlich Brut.


    Ja, ich weiß, deshlab hatte ich ja extra daraufhingewiesen, dass es sich um einen schwachen Ableger handelt (der noch was aufholen muss).
    Wie gesagt, kann nur von außen die Situation im Inneren bestimmen und das mehr schlecht als recht !
    Werde mit dem OS auf alle Fälle bis Dezember warten, gab zu dieser Zeit immer ein, zwei warme Tage.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo


    @Finstermoor


    Du bist 30 Km. von mir entfernt. Bei mir Brutgeschäft noch voll am Gange. Und die Bienen haben 1,5 mal mehr an Futter verbraucht als üblich. Unsere Vereinsvorsitzende sagte dass dieses Jahr die Völker stark wie schon lange nicht mehr. Die brüten und fressen. Komischerweise mit Varroa auch seltsam gut! Mit solche lange Brutperiode sollte doch umgekehrt sein! Oder?


    MFG Andrej

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Hallo,
    darf ich mich als Neuling in die Diskussion mit einer Frage einklinken?
     
    Wann (ver-)brauchen die Bienen denn mehr Futter, bei schlechtem oder bei gutem Wetter.
     
    Ich habe entsprechend dem, was man hört und liest aufgefüttert und die Fütterung inzwischen abgeschlossen.
     
    Bei mir (ich gehe auf meinen ersten Imker-Winter zu...) ist bei schönem Wetter zur Zeit ganz toller Flugbetrieb, so dass ich fast Angst habe, dass die alle Wintervorräte durch den Flug "verbrennen"...
     
    Oder kann jetzt noch Tracht gefunden und eingetragen werden ?
     
    Danke für Eure Hinweise !

  • Der Verbrauch ist vom Umfang der zu pflegenden Brut abhängig. Gegenwärtig scheint nur noch wenig (bis gar keine) Brut in den Völkern zu sein, so dass der Futterverbrauch auch gering sein sollte.


    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Wann (ver-)brauchen die Bienen denn mehr Futter, bei schlechtem oder bei gutem Wetter.
     
    ... zur Zeit ganz toller Flugbetrieb, so dass ich fast Angst habe, dass die alle Wintervorräte durch den Flug "verbrennen"...
    Danke für Eure Hinweise !


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    die Mädels fliegen nicht zum Vergnügen.Die denken 100 % wirtschaftlich. Wenn es nichts zu holen gibt, hast du auch keinen dollen Flugbetrieb.
    Tracht im erweiterten Sinne kann aber auch Pollen oder Wasser sein. Die schwierigste Zeit , was den Verbrauch der Reserven angeht ist , wenn sie viel Brut in einer zeit haben, wo es draußen nichts gibt. Daher ist die kritischste Zeit für das Volk auch im Frühjahr, wenn Sie aufgrund eines milden Winters früh in Brut gegangen sind, oder wenn sie den Winter durchbrüten.
    Wenn es schön knackig kalt ist, alles in der Wintertraube hockt , ist der Verbrauch wesentlich geringer.
     
    Viele Grüße aus dem sonnigen Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)