Tunnelstöcke

  • Ah...
     
    Jetzt kapier ich, aus dem Pillepalle, Ferula haben sie die gebaut.
    Ich sag ja immer: langsam lesen, genau lesen!
     
    Hab mal im Lexikon gespickt:
    Da gabs auch alpine Tunnelstöcke aus Holz mit 1m Länge, 30cm Höhe und Breite.
     
    Das Maß kommt mir bekannt vor!
    Eine umgelegte Warre!
     
    Warre einmal anders mit einer ebenso raffinierten, einfachen Betriebsweise.
    cool!
     
    Gruß Simmerl

  • Morgen allerseits!
     
    Eigentlich noch simpler, wie bei der Warre.
     
    Das Floglochbrett (Stirnbrett) war mit dem hinteren Stirnbrett austauschbar.
    Der Honig wurde hinten (Fluglochfern entnommen), im Frühjahr das
    Ganze gedreht, die Stirnbretter vertauscht, so daß der Weg zum Flugloch hin lang wurde. So bauten sie sich ihr Brutnest wieder Richtung Flugloch und pressten hinten den Honig zusammen.
     
    Ein zweijähriger Umtrieb mit KG. Erneuerung durchs Schwärmen.
    Ein schier unsterblicher Stock, so stehts geschrieben.
     
    Und so arbeiteten sie und arbeiten noch in ähnlichen Varianten und Hüllen seit 1 1/2 Tausend Jahren oder mehr.
     
    Die TBH´s sind eben auch nur eine Variante des oben gesagten, ebenso, wie der liegende Klotz.
     
    Gruß Simmerl

  • Guten Morgen,

    Zitat

    Römische Imkerei aus E. Herold "Neue Imkerschule" 1965
    Die Beuten waren unterschiedlich im Material, aber alle sehr ähnlich in Größe und Gestalt, die liegende Röhre, im allgemeinen rund, sie konnte aber auch viereckig werden. ... Viereckig, wenn sie aus Brettern oder aufgespaltenen Ferulstengel gefertigt wurde (Das gemeine Steckenkraut, Ferula communis, ist im ganzen Mittelmeergebiet daheim und wird 2 bis 5 Meter hoch.


     
    Auch wieder eine Lagerbeute, wie eine andere auf der Titelseite der aktuellen "Die Biene" zu sehen ist.
     
    Viele Grüße
    Peter

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
    ----------------------------------
    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.

  • Hallo Drohn, hallo Simon,
    ähnlich der Bienenhaltung in den Sizilianischen Beuten muss die in der "Thüringer Walze" gewesen sein. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe war die rund und aus Stroh (ist richtig, wie ihr an oberem Link seht :cool:).
    Ich hoffe, es traut sich der, der versucht in "anderen" Beuten zu imkern, hier noch zu äüßern.


    Gruß
    Ralph
    der hofft, dass der "Klimawandel" IF noch umkehrbar ist. :Biene:

  • hallo,


    das prinzip ist gleicht der bienenhaltung in den nilschlammröhren der alten ägypter (durchmesser ca. 40 cm) und der strohgeflochtenen "thüringer walze".
    http://www.lvthi.de/dbm/pages/…_bienen_haltung_thuer.htm


    kiek mal eener an.


    bis bald

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • hallo,
    habe gerade mit einem sehr alten imker aus tirol über frühere betriebsweisen gesprochen. der erzählte , dass sein vater in der zwischenkriegszeit mit so einer ähnlichen beute gearbeitet hat.
    die war aber aufgestellt und hatte oben und unten ein flugloch.
    zur ernte wurden die waben der oberen hälfte des kastens ausgestochen.
    im frühling wurde das ganze umgredreht und es ging heiter weiter.
    die abmessungen kommen mit ungefähr 30x30x100 auch den vorhin beschriebenen nahe.
    cu, alfred

  • Moin,


    Wie entwickelt sich ein Bien in solch einem System?


    Ja, eine interessante Frage. Am besten wie er will.


    Was passiert mit dem Brutnest im Frühjahr?


    Es dehnt sich aus? :lol: Die spannendere Frage ist doch wohl, wie das Brutnest sich im Herbst und Winter verhält...


    Kann es möglich sein auf eigenem Honig zu überwintern?


    Das ist nicht möglich. Auch Kälber vertragen die Milch der Mutterkühe nicht gut, deswegen werden sie von den Mutterkühen getrennt und mit höherwertiger Pulvermilch aufgezogen. Bienen und Honig, nein nein. Zucker ist hygienischer und obendrein für das Verdauungssystem der Bienen besser. Eigentlich wollen die Bienen Zucker produzieren, wenn sie den Nektar sammeln. Weil sie ein Teil der Natur sind, sind sie eben nicht perfekt. Zum Glück haben sie uns Menschen, die Meister der synthetischen Produktion. Ohne uns würden sie nur den Honigdreck essen müssen. :wink:


    Wie erfolgt Varroabehandlung?


    Kommt darauf an, ob Du die Varroen gut oder schlecht behandeln willst. Was ist so unvorstellbar an einem aufgelegten Schwammtuch? Oder einem Zerstäuben und Einblasen von Oxalsäure? An einem Träufeln von Perizin? Man kann auch zur Abwechslung denken und auf ganz andere Maßnahmen kommen.


    Wie eine Notfütterung?


    Kennst Du die Flaschentränken, die man Kaninchen in den Stall hängt? Mit einem Nippel zur Abnahme des Wassers? Solch eine Flasche kannst Du außerhalb des Stockes hängen, den Nippel durch ein Loch in die Beute. Nach der Fütterung einen Korken in das Loch - fertig. Denkbar sind auch andere Modelle.


    Fragt der Drohn


    Immer diese rethorischen Fragen...:roll::lol: Du weißt doch die Antworten schon. :daumen: