Warré Arbeitskreis?

  • Hallo Berhard, danke für Deine Antwort
    - lese ich daraus, das Du in diesem Jahr keinen Honig entnommen hast? Oder noch nicht, oder überwinterst Du ihn.
    Die Mischung bringt nach meinen Erfahrungen keinen Kristalle freien Honig, aller Mischhonig aus dem Mai ist bei mir am Ende des Juni in den Waben fest und eigendlich ohne Mühe und Wabenbruch nicht erntbar. Ich würde auch die Reifung nicht mit der langen Einlagerung in Verbindung bringen und Stocktemperatur ist doch auch keine Wärmebehandlung, oder meinst Du außerhalb.
    Eigendlich verfehlt Ihr doch das Ziel einer Honigernte.
    Die Bienen sind die eine Seite , aber Honig möchte ich doch auch zumindest etwas ernten.
    Herzlichen Gruß Peter

  • Hallo Peter,


    das sind die gleichen Fragen, wie Du sie vor zwei oder drei Jahren (?) bereits schon mal stelltest. Ich frage Dich, ob Du den Warrébienenstock nun ausprobieren willst, oder nicht? :p


    Liebe Grüße


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,

    im nächsten Jahr möchte ich bei den neuen Schwärmen und beim Erweitern die Nut in den Oberträgern auch nicht mehr mit Wachs ausgießen.
    Wie bekommst Du zur Honigernte das Wabenwerk von Deinen Oberträgern gelöst?
    Im Bienenjournal konnte ich mir unter dem " ...vor und zurück... " nicht so richtig etwas vorstellen.

    Grüße aus dem Vorharz

    Jörg

  • Vor und zurück meint: Die Wabe mit der Hand festhalten und daran wackeln :daumen: Sie bricht dann ab und kann entnommen werden.


    Bernhard

  • Aha, danke!

    Wenn ich die Oberträger nicht verschraubt habe, sollte ich den gesamten Block doch auch nach oben entnehmen können, oder?

    Grüße aus dem Vorharz

    Jörg

  • Die Idee hatte schon jemand anderes. Derjenige hat sich Lattenroste gebaut, die wie ein Deckel in die Zargen eingelegt wurden. Ich habe noch nicht nachgefragt, wie es geklappt hat. Wenn Du interessiert bist, kann ich Dir davon Bilder senden. Die Oberträger sind einfach an der vorderen und hinteren Seite mit jeweils einer Querlatte verbunden.


    Ich kann mir vorstellen, dass die Bienen das Ganze zupropolisieren. Wenn Du nicht jede Woche reinsiehst, ist die ganze innere Beute mit einer dicken Haut aus Propolis überzogen, zumindest ist das bei mir so. Wenn der Lattenrost dann erst von Propolis befreit werden und die Waben rundherum gelöst werden müssen, kann ich nicht den Vorteil sehen, weswegen Du das Wabenwerk am Block rausnehmen willst? Vielleicht noch, um es als Block in eine passende Presse zu legen?


    Viele Grüße
    Bernhard

  • martin


    ...schön, wie unbefangen die Kleinen mit den Bienen umgehen, eben der Jungimker von Morgen

    Wenn zwei Imker einer Meinung sind, hat einer von ihnen keine Ahnung.....

  • Bernhard, ich habe mir überlegt, die Oberträger nicht anzunageln, sondern die Unterseite in Wachs zu tauchen und einfach aufzulegen. Dann sollte es doch möglich sein die Waben einzeln zu ziehen. Dies gäbe aber wieder die Baurichtung vor, welches sich kontra zur frei gewählten Baurichtung der Bienen (Erdmagnetfeld) verhalten würde. Die Arbeit an diesen Völkern wäre aber vereinfacht.

    Grüße Celine

    Wenn zwei Imker einer Meinung sind, hat einer von ihnen keine Ahnung.....

  • Hallo celine
    So hab ich das Problem gelöst. Hat sich bewährt. Die Oberträger ( Fichte ) werden mit 6mm Tackerklammern an den Querstreifen ( Fichte ca. 1mm Stark) befestigt. Bei Bedarf können die Querstreifen mit einem Taschenmesser leicht im ganzen abgehebelt oder einzeln durchgeschnitten werden. ( Man sieht ja dann anhand der Propolisspuren wo der Oberträger hingehört.
    Siehe :
    http://galerie.immenwiese.de/main.php?g2_itemld=5822-
    Album Finvara, Unteralbum Naturbaubeuten.


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • [quote='BernhardHeuvel','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=207692#post207692'] Die Oberträger sind einfach an der vorderen und hinteren Seite mit jeweils einer Querlatte verbunden.
    /QUOTE]

    So habe ich es zur Erstbesiedelung, auf Hinweis aus dem Forum, schon gemacht, damit die Oberträger nicht verrutschen.
    Nächstes Jahr werde ich probieren und berichten.

    Allerdings ergeben sich für das nächste Jahr gerade noch ein paar andere Fragen für mich.
    Ich habe bis jetzt zwei Stellplätze. Der eine besteht aus mehreren Hektar Streuobstwiesen, Heide und Brachland sowie ein Dorf in fünfhundert Meter Entfernung, im nächsten Jahr von Raps eingekreist.
    Der andere aus mehreren Hektar Streuobst, Obstplantagen, Brachland und Mischwaldrand aber weit und breit kein Raps.
    Ich habe drei Schwärme aus 2009 auf Warre´und möchte weitere sechs Völker, fünf Einzarger und ein Zweizarger, alles Ableger aus 2009, auf Warre`umsiedeln. Weiterhin möchte ich Schwärme fangen und Honig ernten.
    Welche Völker stelle ich wohin???

    Grüße aus dem Vorharz

    Jörg

    Ps.: Ach ja, es sind die mit dem "C" am Anfang.

  • Hallo celine
    So hab ich das Problem gelöst. Hat sich bewährt. Die Oberträger ( Fichte ) werden mit 6mm Tackerklammern an den Querstreifen ( Fichte ca. 1mm Stark) befestigt. Bei Bedarf können die Querstreifen mit einem Taschenmesser leicht im ganzen abgehebelt oder einzeln durchgeschnitten werden. ( Man sieht ja dann anhand der Propolisspuren wo der Oberträger hingehört.
    Siehe :
    http://galerie.immenwiese.de/main.php?g2_itemld=5822-
    Album Finvara, Unteralbum Naturbaubeuten.


    gruß Finvara


    Super, Danke für diesen Tip!


    Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, wie ich dieses Problem am besten lösen könnte und über so eine Konstruktion nachgedacht. Ich hatte aber Bedenken, ob das zusätzliche Hölzchen nicht irgendwo zum Verbauen führen könnte. Diese Befürchtung ist dann ja wohl unbegründet.

  • Ich hatte aber Bedenken, ob das zusätzliche Hölzchen nicht irgendwo zum Verbauen führen könnte. Diese Befürchtung ist dann ja wohl unbegründet.



    Nicht ganz!
    Sie verbauen schon.
    Ich hatte zum Zeitpunkt einer Massentracht einen Schwarm eingeschlagen.
    Die mußten schnell und viel bauen, um so viel wie möglich bunkern zu können. Da haben sie zwei oder drei Wabenenden unten auf den nächsten Oberträgern ein wenig abgestützt.
    War aber kein Problem und auch keine Sauerei.
    Nächstes Jahr, zur eventuellen Honigernte, werde ich vorher einfach eine geflochtene Angelsehne durchziehen.

    Grüße aus dem Vorharz

    Jörg