Warré Arbeitskreis?

  • Hallo
    @herbert, alles richtig, bei mir gibt es keine Läppertracht.


    gun42, Ralf
    auch alles richtig, ich freue mich mit dir.
    Es geht mir hier nur um die Warre'.
    Sie funktioniert nur bei dauerhaftem Trachtangebot(das ich hier nicht habe)
    Zuckerfütterung ist bei der Warre`nicht vorgesehen.
    Bei meinen DNM Völkern kann und muß ich(bei Honigentnahme)doppelt füttern.
    Ob sich das noch rechnet weiß ich nicht, aber ich bin bereits dabei die Anzahl meiner Völker zu halbieren.
    Gruß
    Helmut

  • ....ja aber sowas sieht man meines erachtens viel besser auf der Wabe anstatt wenn man in den Wabengang rein schaut.
    Ich meine ich muss nur an meine Warres denken - wenn ich da in den Wabengang rein gucke wirds dunkel nach paar cm. Wenn ich bei den Magazinen eine Wabe ziehe dann sehe ich wesentlich mehr.



    ....aber am Anfang schlägst du den Schwarm in eine leere Warre o. Christbeute. Wenn die Bienen nun anfangen die Waben zu bauen, kannst du erstmal alles beobachten was ich aufgezählt habe.Und dir dabei Zeit lassen, denn das ist wirklich fazinierend und sehr interessant....Die aus dem Magazin gezogene Wabe würde ich nicht so lange anschauen wollen, denn ich lasse ungern die Kiste längere Zeit auf, zumal die Bienen dann auch irgendwann "unleidlich" werden.
    Aber ich stimme dir zu, dass es leider nicht mehr viel zu gucken gibt, wenn die Waben größtenteils ausgebaut sind.
    Deshalb überlege ich mir zusätzlich eine Schaubeute zu basteln, wo man die Waben einzeln sieht....habe da kürzlich von jemanden am Lagerfeuer einen heißen Tipp bekommen.:liebe002:


    Zitat

    Na wer weiß - ich guck lieber Flugloch :)
    Olli



    Da sieht man aber nicht alles....:wink:

    @ Remstal Herbert...es gab nicht nur Kaffee sondern auch Kuchen.:p
    Solltest Du einmal durch das schöne Hessenland reisen, lade ich dich hiermit auf einen Kaffeeklatsch ein....:liebe002:

    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo
    Es geht mir hier nur um die Warre'.
    Sie funktioniert nur bei dauerhaftem Trachtangebot(das ich hier nicht habe)
    Zuckerfütterung ist bei der Warre`nicht vorgesehen.

    Helmut



    Hej Helmut,

    ich bin ja Imker-Neuling und meistens wenn man hier was fragt, geht's kurz drauf nicht mehr weiter, aber ich wage es doch mal: Wo liegt der Unterschied zwischen Warré- und anderen Betriebsweisen, der bewirkt, das Warré nur mit dauerhafter Tracht funktioniert? Mittelwände geben oder warum?
    Und zur Fütterung: es gibt Bauanleitungen für zwei verschiedenen Fütterer, und Warré beschreibt auf S. 77 dt. Ausgabe, wann, warum und wie gefüttert werden muss. Also ich werde meine Bienen zur Not füttern, da seh ich keinen Grund drin, deswegen 'in anderen Kisten' zu imkern.

    LG
    Ralf

    Wir redeten ein bißchen was, dann ging sie wieder. C. Bukowski: Ein Profi

  • ....Warré nur mit dauerhafter Tracht funktioniert? ...


    Ralf,


    nicht verwirren lassen. Unabhängig von dem Warré-Bienenstock müssen alle Lebewesen genug zu essen haben, um zu überleben.


    Allgemein wird in der heutigen Tierhaltung in Deutschland zugefüttert. So auch bei den Bienen. Du kannst die Bienen auch in Warré füttern.


    Die Tiere werden in Deutschland zugefüttert, weil das Land alleine die Tiere nicht ernähren kann.


    Warum kann das Land die Tiere nicht ernähren? Warum können die Landschaften hier die Tiere nicht selbst ernähren?


    Nun, das ist eine der Folgen der Bodenverwüstung. Selbst wenn Du durchgehend Blüten bei Dir stehen hast, heisst das noch lange nicht, dass diese Blüten auch alle Inhaltsstoffe enthalten, die deine Bienen benötigen, um gesund zu bleiben.


    Also gibt es neben einem mengenmäßigen-quantitativen auch einen inhaltlich-qualitativen Bedarf bei allen Lebewesen.


    Warum verhungern Tiere oder zeigen Mangelerscheinungen, obwohl sie genug zu essen bekommen?


    Das liegt an den Nährstoffen, die müssen irgendwo herkommen. Und die Nährstoffe für Tiere kommen von den Pflanzen. Die Pflanzen wiederum bekommen ihre Nährstoffe über den Erdboden - ABER nicht direkt aus dem Erdboden, sondern mithilfe von Mikroben und Mikro- und Makrolebewesen. Erst die BIOLOGISCHE AUFSCHLIESSUNG durch HUMUS stellt den Pflanzen ausreichend Nährstoffe in der Kombination, in der sie von den Pflanzen gebraucht wird.


    Was wird heute gemacht? Heute wird mit chemisch-synthetischen Düngern gearbeitet und mit mechanischer Zersetzung!


    Mechanische Zersetzung (= Erosion!) statt biologischer Aufschließung.


    Dies führt unweigerlich zur Wüstenbildung und allgemeinen Lebensfeindlichkeit. Denn Pflanzen bedürfen der Aufschließung durch Humus, um sich ordentlich zu ernähren. Die künstliche Ernährung durch Dünger führt zu Mangelerscheinungen und Erkrankungen, wie wir sie heute kennen. Überall fallen Pathogene/Zersetzer über die Pflanzen her.
    Dagegen angekämpft wird mit chemischen Pestiziden, mit all seinen Folgen!
    Anstatt die Ursache, nämlich den Mangel an biologischer Aufschließung zu beseitigen.


    Der Mangel an vollwertigen Nährstoffen für Pflanzen wirkt sich auf die Tiere aus, die sich von den Pflanzen ernähren. So auch die Bienen.


    Der Humus ernährt sich von toten Tieren, der Humus atmet die Kohlenstoffe wieder aus, die Pflanzen atmen diese wieder ein und bilden daraus verschiedene Zucker und Fette und Sauerstoff, die wiederum von den anderen tierischen Lebewesen verwendet werden. Das Wasser dient dabei als Kommunikations- oder Transportmittel, in allen Lebens- und Umwandlungsprozessen ist es Träger.


    Die Landwirtschaft ist seit Jahrtausenden auf dem Holzweg, indem es HUMUS in großem Maße zerstört und die drei Lebensreiche Humus, Pflanzen und Tiere voneinander trennt. Alle drei brauchen aber einander, um zu atmen! Alle drei brauchen das Blut, das Wasser, ohne dem der Gesamtkörper nicht funktioniert. Wir vergewaltigen den Wasserhaushalt mit unserer Verwüstung. Und die Schäden entwickeln eine Eigendynamik.


    Es ist wahrlich an der Zeit, sich dieser Vorgänge bewußt zu werden, um mit KLEINEN Änderungen GROSSES zu bewirken.


    Siehe auch: http://www.imkerforum.de/showthread.php?p=207027


    Erst wenn die Humusverwüstung aufhört und in Humusaufbau gewandelt wird, werden die Pflanzen vollwertig ernährt werden, dadurch gesund bleiben, dadurch werden keine Pestizide notwendig, die gesunden Pflanzen produzieren gesunde Tiere, welche ebenfalls keiner Pestizide benötigen. Der daraus resultierende Humus ist ebenfalls gesund und wird neues Leben gebären.


    Bernhard

    Einmal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel () aus folgendem Grund: @Drohn: Verstehst DU nun das Bild der Yggdrasil?

  • Hallo gun42,

    Zitat

    Hej Remstalimker,ich weiß ja nicht wo 'wir' wohnt :D , aber ich z. B. wohne in Mainz-Gonsenheim (bekannt aus Funk und Fernsehen). Die Bienen stehen an einem Bach, Abstand zum Wasser und den Weiden 10m. Dann die Haselnuss beim Nachbarn 10m, kleine Haselnussplantage 200m. Der Baum unter dem sie stehen Mirabelle/Zwetschge auf eins, das größte Kirschenanbaugebiet Europas leider ein km zu weit weg. Viel Apfel, überhaupt alles Obst, der ande...............

    Wenn du als Anfänger gleich mal so um dich tritts, dann hast du das Problem, dass manche keine Antwort mehr geben. Ich habe von Warre keine Ahnung, doch von Imkerei so viel, dass ich mir ein bestimmtes Szenario durchaus vorstellen kann. Ich musste dieses lernen, dass in einer Akazientracht kaum gebaut wird. Unter 'wir' verstehe ich die Imker der letzten 80 Jahre mit einer Ausnahme - du, denn du hast ja als sichere Tracht aus drei Haselnussbüschen. :lol: Die Entfernung deiner Kirschbäume ist eigentlich kein Problem. Leider ist da nicht viel zu holen. Eine Sache siehst du gut. Ein Volk kann alleine auf weiter Flur einen guten Ertrag bringen, den es mit einem zweiten schon teilen müsste. Nicht siehst du, dass eine Warreimkerei mit einem Volk höchst gefährdet ist.
    Gruß aus "wir"
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Regina,

    Zitat

    @ Remstal Herbert...es gab nicht nur Kaffee sondern auch Kuchen.:p
    Solltest Du einmal durch das schöne Hessenland reisen, lade ich dich hiermit auf einen Kaffeeklatsch ein....:liebe002:

    ich komme gleich morgen. Den virtuellen Rosenstrauß bekommst du gleich :p_flower01::p_flower01::p_flower01::p_flower01:.

    :liebe002:
    Herbert

    Ups, der Strauß hatte 19 Rosen und ich musste kürzen. So wird man zum Geiz getrieben.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Ralf,
    ich versuche es kurz zu machen.
    Es ist vorgesehen, die obere Zarge einmal im Jahr zu ernten.
    Ob im Herbst oder zu Ostern bleibt dir überlassen.
    Der Wabenhonig(bebrütet) wird ausgeschnitten und gepresst.
    Die leere Zarge wird wieder untergestellt.
    Punkt Ende und Aus !!


    Den abgeernteten Honig wieder einzufüttern wäre unklug.
    Aber Zuckerfütterung ist auch nicht vorgesehen, weil du damit die später zu erntende Zarge mit Zucker füllen würdest.
    Auch Mittelwände sind nicht vorgesehen.
    Selbst mit Wachslinien greifst du in den Naturbau ein.
    Bei den Futtergeschirren darfst du auch nur Honig füttern.
    Sicherlich kannst du die Warre' so umbauen, daß du darin ganz normal imkern kannst,
    (normal imkern solltest du dann aber auch können)
    Meine DNM haben Innenmaß 40x40 die Warre' 30x30.
    Da brauchst du dann 3 Bruträume, beweglich Rähmchen, Absperrgitter, dann 2 bis 3 Honigzargen.
    Wird ein hoher Turm.
    Also :wenn du in einem guten Trachtgebiet lebst,kannst du Warre'imkern.
    In einem schlechten Jahr erntest du dann einfach keinen Honig, und fütterst mit DEINEM Honig vom Vohrjahr auf.
    Noch Fragen ?
    bin morgen für ne Woche weg, ohne Internet
    Gruß
    Helmut

  • Zitat

    ...ist ja alles schön, gut, richtig und wichtig.

    Deshalb stören deine berechtigten Ergüsse in diesem Fred keinesweg. Sie bereichern ihn und helfen, über den Horizont von 2 Weidenbäumen und 3 Haselnuss hinaus zu schauen. Praktisches Arbeiten, ja, bei gleichzeigem Schauen, was zu schauen gilt.
    Freundschaft !
    Gruß
    Martin

  • Wo liegt der Unterschied zwischen Warré- und anderen Betriebsweisen, der bewirkt, das Warré nur mit dauerhafter Tracht funktioniert? Mittelwände geben oder warum?


    Hallo Gunny,
    laut Warre werden keine ausgebauten Waben (egal ob MW oder NB) drauf-, drunter oder mittenrein gehangen ->kaum Platz bei Massentrachten zur Honigspeicherung.

    Zum Problem wirds wenn ausser 1 bis 3 mal im Jahr nichts mehr reinkommt. Die Bienen bauen nicht nach unten weiter und sitzen auf 2 Zargen, so dass nichts für den Bienenhalter zu ernten ist. Wenn nur frühe Trachten anstehen wie Raps und Akazie haben sie das meiste bis zum Herbst wieder aufgebraucht...

    Wo finden sich halbwegs dauerhafte Trachtgebiete?
    Eigene Beobachtung und alte Hasen bequasseln:daumen:

    Bis bald Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

    • Offizieller Beitrag


    Wo finden sich halbwegs dauerhafte Trachtgebiete?
    Eigene Beobachtung und alte Hasen bequasseln:daumen:


    Man munkelt das Großstädte gute Trachtgebiete sind.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Darum, ... Wandern.
    Ohne das geht es auch bei Warre nicht. Und die wenigen Glücklichen mit einem durchgehenden Trachtfließband kann man leider nicht mehr als Maßstab nehmen.
    Seit " Hochwürden " hat sich eben doch einiges geändert. Vor sechzig / siebzig Jahren sah die Welt noch anders aus .


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte