Baupläne von der Warrébeute

  • Hallo Bernhard!


    "In der Praxis sieht es bei den meisten bisher so aus, daß die Anfänger erst das "konventionelle" Imkern lernen und dann auf Warré umsteigen." So meine ich das auch. Leider habe ich ab und an den Eindruck, es läuft da etwas verkehrt. Das Arbeiten mit Warre halte ich für virtuell, man benötigt viel Einfühlungsvermögen und darf nicht nach dem Honigfass schielen. Ein Anfänger will auch mal ein Tröpfchen Honig. Wer kann ihm beim Schleudern helfen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,


    Leider habe ich ab und an den Eindruck, es läuft da etwas verkehrt.


    Was läuft denn verkehrt?


    ...man benötigt viel Einfühlungsvermögen


    Für meinen Geschmack bedarf eine Beute mit Rähmchen wesentlich mehr Einfühlungsvermögen. Und Wissen um die Vorgänge rund um das Brutnest.


    Die Beschränkung auf das Äußere bei dem Warrésystem kann ebenso als Chance verstanden werden, daß Innere vom Äußeren durch Beobachtung herzuleiten. Als Förderung der ganzheitlichen Betrachtung sozusagen.


    Ein Anfänger will auch mal ein Tröpfchen Honig. Wer kann ihm beim Schleudern helfen.


    Auch ausgeschnittene Waben können in Drahtkäfige eingesetzt und geschleudert werden. Daß mit wesentlich weniger Honig zu rechnen ist wird aus Rücksicht auf den Bien in Kauf genommen. Ein Tröpfchen Honig wird hie und da schon abfallen, genug für den Eigenverbrauch.


    Schwieriger ist da schon die Erwartungshaltung der Bevölkerung zu bedienen, die ihren Honig fordert. Das Interesse an biologischer Tragfähigkeit und dergleichen ist dort sehr begrenzt vorzufinden :lol: Da kann man unter Druck geraten. Daher Achtung (an die Anfänger): Wenn ihr erst mal angefangen habt, Honig zu verkaufen, werdet ihr weitermachen müssen. Oder in Konfrontation geraten, wenn ihr plötzlich nur noch für euch produziert. Auch dieses Problem kann als Chance gesehen werden, andere zum Imkern zu verleiten. :daumen:

  • Hallo Bernhard,
    ich finde die Beute durchaus faszinierend. In vielen Gebieten mit intensiver Frühtracht und dann nichts, ist diese Beute für einen Anfänger durchaus problematisch. Das Schleudern in zusätzlichen Taschen macht die Sache nicht einfacher. ich habe Erfahrung mit Miniplusbeuten und sehe durchaus auch ein Schwarmproblem, das sicher hier erwünscht, jedoch für den Anfänger ein Problem. Obwohl ein Kissen in ähnlichen Beute in Frankreich immer noch benutzt werden, dürfte auch ein Warre hier zu einer anderen Lösung kommen.


    Und habe das Buch auch gelesen. Ich möchte nur bemerken, dass Warre die Mittel nahm, welche günstig zur Verfügung standen. Heute stünden evtuell ausgediente Bierkisten zur Verfügung.


    Trotzdem gehe ich mit solch einer Beute "schwanger."


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Guten Abend,
    man macht sich ja richtig Sorgen um die Anfänger, so etwas bin ich bisher gar nicht gewohnt. Eher war ich als Anfänger eine drohende Konkurrenz, beim Wandern und Honigverkauf.
    Da ich wenig Hilfe vor Ort erhalten habe, habe ich viel gelesen, im Forum und offene Tage bei Imkern genutzt, um mir die vielfältigen Betriebsweisen anzusehen bzw. anzulesen. Ich hätte sehr gern an meinem Bienenstand mit einem Paten die Völker durchgesehen und mir einiges hautnah erklären lassen, aber mein Imkerpate zog es vor die Dinge aus der Ferne zu betrachten.
    Meine Hilfe mußte ich mir meist per Telefon holen, so traue ich mir schon zu, neben meinen Vökern noch 1-2 Schwärme in eine Warrébeute einzuschlagen und (wenig) zu betreuen.
    Ich bin berufstätig und möchte rationell imkern. Für mich ist die Arbeit an den Bienen eine totale Entspannung und so soll es auch bleiben.
    Meine Familie und ich essen gern Wabenhonig und der fällt hier an. Von den anderen Völkern wird der Honig geschleudert und in Gläser gefüllt, somit können auch Kundenwünsche befriedigt werden.
    Was ist "konventionelles Imkern"? Die meisten Imker bei uns denken da an Hinterbehandlung und viel Zeit im Bienenwagen mit den Bienen verbringen. Dies ist nichts für mich!

    Gruß!
    flatterfels


    Jungimkerin, 9 Völker auf Zander

  • Hallo Flatterfels,
    rationell imkern wollten die Imker schon vor 150 Jahren und haben den Hinterlader erfunden. Ich meinte, wenn einer anfängt zu imkern sei diese Beute als einzige ungeeignet. Dies trifft bei dir nicht zu. Rationell ist das Imkern in dieser Beute sicher nicht, denn bei den heutigen Bienenstämmen muss mit Sicherheit ständig geschröpft werden. So zum Spaß zwei Warrevölker im Vorgarten ist sicher eine gute Werbung. Zum Trost sei dir gesagt, mir gab auch keiner Ratschläge. Ich musste auch alles aus Büchern lernen. Hier habe ich gelesen. Ende ..... wandert man in den Buchweizen. Verdammt, ich weiß bis heute nicht wo Buchweizen angebaut wird. Ostpreußen? Polen? Zum Schluss hoffe ich, du hast für diese Beute die notwendige Dauertracht. Ich habe sie nicht.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • @ herbert den remstallimker
    schwärmen
    bei rechtzeitigem untersetzen der zargen um die märzmitte geht das meistens in ordnung und wenn bevor die kisten ganz gefüllt sind, kann wie bei j.l.christ (siehe rudi maurer threads) auch noch eine untergesetzt werden.


    schleudern
    als anfänger hatte ich noch gar keine schleuder. und die handhabung der einhängesäcke für das schleudern von entdeckelungswachs ist unkompliziert.
    wer nicht nur die waben naschen möchte, kann sie zerquetscht austropfen lassen. einfacher und günstiger geht es nicht ! und es ist eine uralte tradition !


    buchweizennektar wird übrigens noch in der lausitz ausgeschieden.


    @alle
    gedanken zur warre wurden vor kurzem hier:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=12565
    ausgetauscht.


    besten gruss molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ich habe nun mit dem Bau der Warré-Beute angefangen.
    Um die Leisten oben auf der Zarge auszurichten, habe ich mir eine Art "Lineal" gezichnet.
    [Blockierte Grafik: http://www.selbstversorgerforum.de/bienen/bilder/Lineal.jpg]
    Dieses Lineal klebe ich mit etwas Tesafilm oben auf den Zargenrand und richte dann die acht Leisten danach aus.


    Wer es auch benutzen möchte, hier der Link zur PDF-Datei:
    Lineal für Leisten


    Wenn die PDF-Datei mit 100% ausgedruckt wird, ist das "Lineal" exakt maßstäblich (300mm lang).


    Liebe Grüße, Martin.

  • Hallo.


    Heute habe ich mir den Bauplan der Warrebeute (pdf) ausgedruckt.


    Ich lese bei den Diskusionen zwar immer auch etwas von 30 x 30 uns kleinen Zellen, aber
    war nicht auch irgendwo von 28 x 28 (lichte Weite bzw Innenmaß) die Rede und 8 Leisten?
    8 x 35 wäre 280mm bzw 28cm.


    Bei der (Einzell) Zarge sehe ich zwar auch 8 Leisten (Oberträger) aber mit einer
    Breite von 20mm und einen Abstand von 12mm.
    8 x 20 + 9 x 12 ergibt bei mir 268 mm.
    Ich arbeite selber mit CAD und glaube dacher eine technische Zeichnung lesen zu können.


    Zeichenfehler, mein (Rechen)Fehler oder geheime Botschaft ?
    Ich ersuche um Aufklärung


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo Josef, ja, es war ein Zeichenfehler (Maßfehler) und ich hatte ihn schon vorher berichtigt, so das die Leisten 24mm breit sind (nicht 20mm).


    Danke Eric für die Berichtigung.


    Hallo Bernhard, könntest du die alte PDF-Datei noch austauschen, damit diese Frage nicht mehr entsteht?

  • Hallo,


    martin: Wird heute abend erledigt! :Biene:


    EDIT: Erledigt!


    Die Größe der Träger kann dann vernachlässigt werden, wenn beabsichtigt wird, die Bienen völlig frei bauen zu lassen. Es entsteht wunderschön geformter Wabenbau dabei.

  • Hallo Warreianer.


    Danke, das geht sich dann ja besser aus.
    Die 36mm Teilung ist sogar um einen mm mehr als in den (meinen) Schulbüchern.


    Als Anfänger habe ich mich noch über den großen Abstand zur Seitenwand gewundert.


    aber Bernhard schreibt ja "Wichtig bei den Oberträgern ist nur, daß die Bienen noch
    durchpassen"


    Die quadratische form ist dann wahrscheinlich nur für "strenggläubige" die auch die
    Zargen drehen wollen (kalt-warmbau).


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo Warreianer.


    Beim lesen habe ich leider eine Seite übersprungen. Dacher die unnötige Frage wegen der
    Trägerbreite.


    "In der Praxis sieht es bei den meisten bisher so aus, daß die Anfänger erst das
    "konventionelle" Imkern lernen und dann auf Warré umsteigen."


    Wie ich angefangen habe gabe es noch ein Förderungspaket mit 1 oder 2 Beuten.
    Heuer waren es nur noch 3 Beuten und wahrscheinlich nicht nur um auch die Tischler zu
    fördern. Mann kann zwischen DNM, Zander und Breitwabe wählen.
    Müßte man einen Anfänger nicht auch empfehlen mit drei Warre Beuten anzufangen.


    schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)