Wie sieht der Wintervorrat aus?

  • Hallo,
    gestern ist meine Varroabehandlung ausgelaufen. Bei dieser Gelegenheit habe ich kurz den Wintervorrat (je Volk, zweiräumig, 16 Liter Apiinvert) kontrolliert, d. h. eine mittlere Wabe gezogen. Muss da jetzt nicht überall verdeckeltes Futter sein? Statt dessen fand ich bei allen Völkern in der oberen Zarge dicke Pollenränder um die Waben, in der Mitte meist mit offenem Futter, manchmal sogar mit verdeckelter Brut. Muss ich nachfüttern oder ist das normal? Letztes Jahr habe ich nach der AS-Verdunstung überhaupt nicht mehr nachgesehen und trotzdem hatte ich im Frühjahr überzählige Futterwaben.
    Wisst Ihr Rat?


    Grüße Rabea

  • Muss ich nachfüttern oder ist das normal? Wisst Ihr Rat?
    Grüße Rabea


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    Welcher Beutentyp ? Anzahl der Zargen ? Gewicht der Beute ges. ?
     
    Ich stelle bei meinen zur Zeit auch fest , das sie wesentlich leichter sind als letztes Jahr (trotz Auffütterung ). Was auffällig ist, das viele das Futter nur sehr zögerlich und langsam abgenommen haben.
    Wieso weiß ich auch nicht. :confused:. Viel Pollen ist aber nicht schlecht.
     
    Viele Grüße aus Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Rabea,


    wegen den unverdeckelten Futterwaben brauchst du dir keine Sorgen machen, die Bienen wissen schon was sie tun. Hauptsache es ist genug Futter drin.


    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo drobi, hallo Drohne Daniel,ich benütze Zandermagazine mit je 10 Waben. Eine Idee ist mir noch gekommen: ich habe beim Einfüttern das Flugloch nicht verkleinert, Räuberei gab es so viel ich weiß aber keine. Das Futter wurde zügig abgenommen, innerhalb von 4 Tagen!
    Grüße aus der Oberpfalz!
    Rabea

  • Hallo Rabea,
    dass Bienen dieses Jahr weniger Futter haben als letztes Jahr ist logisch, weil im Juli kaum Tracht war und die Lieben nur gefressen haben. Das offene Futter im Brutnest könnte auch in Zeichen sein, dass deine Bienen gemostet haben und Fruchtsäfte eingetragen haben. Meine Tiere kamen in den letzten Wochen auch mit weißem Rücken. Das ist ein Zeichen einer Springkrauttracht, obwohl ich bei mir bisher diese Pflanze noch nicht beobachtet habe.
    In deiner Antwort hast du nicht gesagt, ob du letztlich auf einem oder zwei Magazinen einwinterst. So über den Daumen gepeilt: Links und rechts drei volle Zanderwaben und auf den mittleren dicker ein Honigkranz dürfte ausreichen. Bei Überwinterung auf zwei Magazinen sollte man nicht aus dem oberen Magazin hinausfüttern, denn ein Umsteigen der Wintertraube auf das obere Magazin ist bei einer Kälteperiode kritisch.
    Es werden sich aber sicher noch Leute mit ganz anderer Erfahrung melden.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,


    was bedeutet: Bei Überwinterung auf zwei Magazinen sollt man nicht aus dem oberen Magazin hinausfüttern?


    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Drobi,
    bei manchen Angaben des Bedarfes eines Volkes ist das obere Magazin komplett gedeckelt. Die Wintertraube befindet sich dann im unteren Magazin. Kommt dann ein Wintereinbruch zur Unzeit passiert es gerne, dass die Traube nicht an die Vorräte des oberen Magazons kommt und unter 20 kg Futter verhungert.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin,

    Es werden sich aber sicher noch Leute mit ganz anderer Erfahrung melden.

    Genauso ist das. :daumen: Wenn alle Wabengasse perfekt übereinander fluchten, worauf der zukünftig mit einer Träufelbehandlung behandelnde Imker ohnehin unbedingt achten muß, dann gibt das keine Umstiegsprobleme. Jedenfalls nicht in Beuten in denen entweder der Zargenabstand ordentlich paßt oder denen man den Überbau dazwischen hat stehen lassen.


    Ich wünschte mir auch manchmal, das ganze Futter läge schon zum Herbstanfang komplett in der oberen Zarge, dann könnte man sehr schön Vereinigen. Aber das ist eben nicht so. Manche Völker richten sich die Futterkappe tatsächlich erst ein, wenn das Novemberwetter anfängt und überhaupt kein Nektar mehr rein kommt. Erst dann gibt es für die keinen diem mehr zu carpen und erst dann machen die "klar Schiff" - wie der Bayer so sagt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo nochmal,
    ja, die Bienchen kommen mit weißen Punkten auf dem Rücken, selbst mein letzter Honig hat schon nach Springkraut geschmeckt (ähnlich wie der Duft der Pflanze, nein, besser, irgendwie fruchtig zitronig). Diese "Tracht" geht bei uns bis zum Frost.
    Kann unter dem Pollen eigentlich auch Futter eingelagert sein?
    Gruß Rabea

  • Kann unter dem Pollen eigentlich auch Futter eingelagert sein? Gruß Rabea


     
    Meiner Erfahrung nach nicht. Aber Pollen unter dem Futter.
     
    Viele Grüße aus dem sonnigen Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Henry,
    wenn der Wenni mit dem Hätti nicht in den Wald gegangen wäre. Gekaufte Rähmchen haben bei mir eine Differenz oft von 5 mm. Zitat von dir: "Beuten in denen entweder der Zargenabstand ordentlich paßt" Holz, auch das industriell gefertigter Beuten. verändert seine Höhe. Ich habe dieses Problem mit Dadant gelöst. Das ist hier ein Vorteil.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin Herbert,

    Gekaufte Rähmchen haben bei mir eine Differenz oft von 5 mm.

    Bei mir nicht. Meine sind tatsächlich neu alle sehr gleich groß. Später mögen sie etwas ausleiern und auch mal wegen Propolis schief hängen, aber 5 mm flacher als sie sollen, sind sie nicht.

    Zitat

    Zitat von dir: "Beuten in denen entweder der Zargenabstand ordentlich paßt" Holz, auch das industriell gefertigter Beuten. verändert seine Höhe.

    Styropor nicht. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Remstallimker,
     
    Beuten, die sich 5 mm in der Höhe durch Schwinden oder Quellen des Holzes verändern sind eigentlich nicht vorstellbar.
     
    Der Breitenschwund bzw. das Quellen sind im Mittel der Holzarten 10 % der Breite und zwar vom Fasersättigungsbereich (wenn das freie Wasser in den Zellen verdunstet ist, aber das in den Zellwänden chemisch gebundene Wasser noch da ist ca. 30 % des Gesamtgewichtes) bis zur Darrtrockenheit(nur technisch möglich, die totale Abwesenheit von Wasser im Holz). Wenn Dein Hersteller also waldfrisches Holz verarbeitet und die fertige Zarge dann im Ofen so weit runtertrochnet, dass kein Wasser mehr enthalten ist , schwindet diese Zarge bei einer Breite von 300 mm nur 3 mm. Da diese Situation nur technisch machbar ist und Holz mit max 15-18% Holzfeuchte verarbeitet wird (was schon sehr viel ist, aber für den Außenbereich vertretbar) ist ein Schwund von 5 mm nicht möglich.
    Oder den Hersteller wechseln. Dringend.
     
    Grüße von Jan
     
    PS: Die industrielle Fertigung der Rähmchen garantiert eine hohe Maßgenauigkeit.

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  • Ich weiß, ich weiß


    schon ein langes Leben. Es gibt Sachen die passieren nur mir. Kaufe bei jedem Produzenten in Deutschland ein Rähmchen und du wirst merken, dass es mit der Norm nicht weit her ist. Ich hatte mal einen Varroachrash und musste Völker kaufen, diese Rähmchen geistern noch heute in meinen Völkern. Ich könnte ja noch ehrlicher sein.


    Ich meine, irgendwie bei Schundau gelesen zu haben, dass Styropor auch schrumpft. Aber Henry, wie hälst du es mit Bio? Styropor, pfui Teufel. Willst du mich vom rechten Weg abbringen? Ich bin kein Biofuzzi, doch esse ich meinen Honig mit Genuss und da ärgert mich sogar die Chromatographie der Ameisensäure.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: