BIENENRÄTSEL oder : Weg waren sie

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Kurze Situationsbeschreibung : 10 Bienenvölker an einem Platz. Alle auf zwei Zargen ,alle aufgefüttert und vorher 2 mal mit Ameisensäure 60%Schwammtuch von oben behandelt. Geringer bis kein natürlicher Totenfall von Milben.
    Jetzt habe ich in die Völker gesehen und bei 7 Bienenvölkern ist jetzt nur noch eine Stärke vorhanden, das ich sie auf eine Zarge gedrückt habe und sie dort 5-6 Rähmchen DN (eigentlich alles Brutwaben in allen Stadien) belegen. 1 Zarge Futterwaben /Honig dafür entnommen Es waren allesammt gute -sehr gute Wirtschaftsvölker (Standvolk 50- 70 KG per anno).Alles neuer Wabenbau und Drohnenbrut regelmäßig geschnitten.
     
    Was ist passiert ? Ich habe mir auch das Hirn zermartert. Die Lösung ist simpel. Später mehr (mit nachfolgendem Hilfegesuch :wink:)
     
    Viel Grüße
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


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    Hallo.
    Es gibt mehrere Möglichkeiten. Z. B. zu viel Futter = wenig Platz fürs Brüten.
    Oder eine Legepause, weil die Königinn durch die AS gelitten hatte.
    Oder das Rassenmerkmal. Der Carnica wird nachgesagt, dass sie kleine Wintertrauaben bildet. Oder .... Oder .... Oder ....

  • Ich rate mal:
    -du hast nach dem Wandern im Juli vergessen die Fluglöcher zu öffnen,
    -das Kanisterchen AS mit dem Vorrat Lourdwasser verwechselt,
    -die AS etwas zu stark gekühlt; sie liegt immer noch in Klumpenform vor,
    -du hast CCD in den Bienenvölkern,
    -Viren,
    -...?


    Oder es ist multifaktoriell bedingt, dann hat sich das Rätsel schon gelöst.

  • Warum fragst du, wenn du die/eine Antwort ohnehin schon gefunden hast? :confused: Wir sind keine Hellseher. lg, Stefan


     
    das hätte mir auch wesentlich schneller geholfen.
     
    Allen Anderen auch vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich habe die Frage gestellt , um einfach auch mal alle vor das gleich Problem zu stellen, welches ich auch hatte. Das sollte weder schräg noch besserwisserisch rüberkommen.
    Die Lösung : Sie waren beim Bäcker. !!!!
     
    ca. 1000 Meter Luftlinie ist eine Großbäckerei. Diese hatte vorletztes Wochenende einen Tag der offenen Tür. Anwesender Gast unter anderem eine befreundete Imkerin. Diese schrieb mir eine Mail , das sie bei der Besichtigung der Backstube auf zig 10.000 (will die Zahl 100.000 vermeiden obwohl wohl zutreffend:evil: ) von Bienen aufmerksam geworden sei , die in der Glaskuppel der Bäckerei (mehrere Meter hoch) versuchten ins Freie zu gelangen. Zuflug über geöffnete Türen und Fenster (hatte nichts mit dem Tag der offenen Tür zu tun) , und versuchter Abflug über die nicht zu öffnende Glaskuppel.War wohl eine Ansammlung über Tage.
    Auf diesen Umstand von Ihr angesprochen , reagierte der Geschäftsführer etwas ungehalten und in keinster Weise kooperativ. Zwei Tage später waren die Bienen dann alle weg ..... nur bei mir ist keine mehr angekommen:evil:.
     
    Ich wollte mit meiner Frage eigentlich nur noch einmal verdeutlichen , um wie viele Ecken man manchmal Denken muß , um ein Problem zu lösen. Wie bei mir , hilft manchmal auch der Zufall.
    Auch eine besondere Art des Völkersterbens auf das normalerweise keiner kommt. Wer hat nicht alles eine Bäckerei , Mosterei , Getränke oder Honigabfüllung, Marmeladenwerk etc in seiner Nähe ? Also haltet die Augen und Ohren offen. :cool:
     
    Faktum ist jedoch, das die Völker zwar noch alle geschwächt am Leben sind , ich mir nur nicht sicher bin , ob sie es durch den Winter schaffen werden.
     
    Was würdet ihr jetzt machen. ?
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ich halte das gar nicht für ungewöhnlich.
    Warum hast du denen das Futter weggenommen?
    Wie sie sich weiterentwickelt hätten,weiss ich zwar nicht(weil ich nach der Einfütterung im Juli nicht mehr in den Magazinen herumfummele),aber im Frühjahr wurde das Futter immer bis auf 2bis3 Waben verbraucht.
    Wahrscheinlich brüten sie sogar durch.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo, Daniel,
    ich würde den vorherigen Zustand mit den Futterwaben oben wiederherstellen, sie sind darauf eingerichtet!
    Und ich denke, die Bienenmasse wird noch etwas wieder wachsen, der Bedarf ist ja dafür da.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich halte das gar nicht für ungewöhnlich.
    Warum hast du denen das Futter weggenommen?
    Wie sie sich weiterentwickelt hätten,weiss ich zwar nicht
    Gruß
    Helmut


     
    Moin , Moin Helmut,
    5 Rähmchen Ende September bekommst du nie innerhalb der nächsten 1,5 Monate auf 2 Zargen.Daher der Entschluß , alle Brutrahmen , 1 fette Pollenwabe und den Rest verdeckeltes Futter (vermutlich Honig ) und offene Futterwaben (Ambrosia) zum Auffüllen. Mit etwas Glück ist diese kleine Einheit überlebensfähig und sollte auch genügend Futter haben.
     
    Sieht das noch jemand anders ? Noch ist ja Zeit ! Im allgemeinen überwintere ich alle auf 2 Zargen. Ich werde sie aber auf alle Fälle im Auge behalten müssen.
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Daniel,


    ich hatte schon gestutzt, als Du von 5-6 Brutwaben sprachst. Bei Varroaschäden und Schäden durch AS gibt es keine so großen Brutnester mehr.
    Was Du schlussendlich verloren hast, waren Flugbienen.
    Alte und Jüngere.
    Es wäre m. E. besser gewesen, die Völker nicht auf eine Zarge zu pressen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hi Daniel
    Hoffendlich hast du nicht zuviel durcheinandergewirbelt.
    Vielleicht ist es dir möglich die völker wieder so zusammenzustellen wie sie vorher waren.
    Ich würde wirklich gerne wissen was ein Volk macht wenn es Ende September seine Flugbienen verliert,aus welchem Grunde auch immer.
    Da in diesem Fall ja kein Gift die Flugbienen abgemurkst hat,und auch nichts Giftiges eingetragen wurde,wird es wahrscheinlich sogar gesünder aus dem Winter kommen.
    Bitte halte uns auf dem Laufendem was du jetzt tust und wie es dann im Frühjahr weitergeht.
    Das ist eine Situation,in die ich niemals freiwillig gehen würde,könnte aber die Vitalität der Bienen beweisen und zu neuen Erkenntnissen führen!
    Bitte bleib eng dran
    Gruß
    Helmut