GVO-Honig: Kunden information

  • Im Flugradius meinen Bienenstandes werden GVO angepflanzt (Mais, Raps,...). Würdet ihr die Kunden informieren über die Möglichkeit das im eigenen Honig GVO-Anteil sein könnten?

  • Das kann meines erachtens nach den Ruf des Honig ein wenig in den Schatten stellen und die Leute würden sich fragen :"Sind die Inhaltsstoffe jetz immer noch so gut für mich". Ist meine Meinung.

  • hi eric
    beraten kann ich dich nicht.
    aber ein beispiel von einem imkerkollegen der die preiswerten mw gekauft hat.
    nachdem klar wurde, das parafin in den mw war, hat er seine mw reklamiert und das geld zurück bekommen.
    auf meine anmerkung das der honig nicht verkaufsfähig wäre, seine antwort:
    "den kann ich doch jetzt nicht wegschmeißen"
    der honig wurde verkauft und sogar beim dib zur prämierung eingereicht.
    ich gehe davon aus das er den honig noch mit einer urkunde anpreisen wird

    Gruß Brun0


    Imker sind Kniepsäcke sie schenken anderen nicht mal Glauben

  • Im Flugradius meinen Bienenstandes werden GVO angepflanzt (Mais, Raps,...). Würdet ihr die Kunden informieren über die Möglichkeit das im eigenen Honig GVO-Anteil sein könnten?


     
    So nach dem Motto: "Mein Honig ist GVO-verseucht". Und das obwohl vielleicht gar kein GVO-Pollen drin ist? :roll: Das wäre dann ja eine falsche Behauptung.
    Also immer schön vorsichtig: Erst den Honig untersuchen lassen! Und dann kannst du immer noch drauf schreiben: In diesem Honig wurden 0,00003% GVO-Pollen nachgewiesen (oder so ähnlich.....)
    Eric, man kann es auch übertreiben.........:roll:
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Im Flugradius meinen Bienenstandes werden GVO angepflanzt (Mais, Raps,...). Würdet ihr die Kunden informieren über die Möglichkeit das im eigenen Honig GVO-Anteil sein könnten?


    Ein so betroffener Imker hat auf die konkrete Frage des Kunden drei
    Möglichkeiten zu antworten:

    • ja
    • nein
    • keine Ahnung bzw. man kann es nicht ausschließen

    Anhand seiner Orts- und Szenenkenntnisse, die jeder Imker haben soll und seiner imkerlichen Fachkenntnisse muss jeder für sich entscheiden, ob er damit wahr antwortet oder eben zum Lügner mutiert.


    Gruß
    Manne

  • Hi, Alfred,
     
    was kostet so eine Untersuchung und wer bezahlt die? Wieviel Untersuchungen wären z.B. bei einer Charge, 20 Hobbocks, notwendig und sachgerecht?


     
    Genau das ist das Problem! Und wir werden in Zukunft damit massiv konfrontiert werden. Ich habe keine Ahnung, was das kostet und wer das machen kann und wieviel Material dazu gebraucht wird. Aber wer den Artikel im dbj 10/2007 gelesen hat, weiß, was kommen wird: Den Bioimkern wird die Existenz geraubt und den "konventionellen" Imkern wird der Preis zerstört, wenn es hier erst soweit ist, wie in Kanada (Kanada: Alle Honige, die auf den europäischen Markt kommen, enthalten GVO-Pollen).
    Qualität, die von gesundheitsbewußten Verbrauchern verlangt wird, wird zukünftig in Deutschland nicht mehr hergestellt werden können..... Der Industrie sei "Dank"......

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Liebe Imker,


    vielleicht sollte bei aller notwendigen Hysterie ein klein Wenig die Relation betrachtet werden. Ich will gar nicht tiefer darauf eingehen, wie es mit der Kennzeichungspflicht steht, nach der schon der gesamte Pollenanteil des Honigs vergent sein dürfte, weil der Honig weniger Pollen enthält als anteilig kennzeichungspflichtig wäre und auch nicht darauf, in wie vielen Honigen überhaupt Maispollen gefunden wurde und in welchen Mengen. Ich will mich nur auf das Marktargument beschränken, also darauf, daß der Deutsche Imker Umsatz-, Preis-, Prestigeverluste erleidet, wenn er die 100%ige Freiheit seiner Ware von genveränderten Pflanzenteilen nicht nachweisen kann.


    Ich möchte daran erinnern, daß bereits seit Jahren die Herkunft eines jeden in Deutschland verkauften Honigs ausgewiesen werden muß und auf das von den Verbrauchern als Verfallsdatum verstandene Mindesthaltbarkeitsdatum. Was wurde darüber nicht bei Einführung und vor allem davor spekuliert. Wenn endlich auf dem Honig im Supermarkt stehen würde, wo der herkommt, dann würde der Umsatz der Haustürverkäufer steigen. War leider nicht so. Bis heute haben 93,7% :wink: aller von mir befragten Kunden noch nicht einmal bemerkt, daß die Herkunftslandbezeichung überhaupt drauf steht auf dem Honig. Dabei war die Einführung deren Verbraucherwille. Und über die Imkerei in "EU- und Nicht-EU-Ländern" und die dort nicht verbotenen Behandlungsmittel, weiß er ebensowenig, wie über die in Deutschland geltenden Kriterien für Sortendeklaration und Papierhandtücher im Schleuderraum.


    Das MHD war der Schrecken der Honiglagerung beim Kleinimker. Was wurde darüber diskutiert, ab wann es läuft und ob schon der Honig im Eimer zu verfallen beginnt und nach zwei Jahren im Eimer ist usw. Macht den Test! Fragt Eure Kunden wie lange sich Honig hält! Die Antwort wird bei 100.000 Besuchern Eurer Verkaufstände zu 93.7% sein: "Ewig!" Der Rest meint "Bisser alle ist, und das ist spätestens nächste Woche."


    Oder, nur um die üblichen drei voll zu machen, Deckeldichtungsweichmacherkrebs. Wer bis heute davon nix gehört hat fragt nicht danach. Mich hat nicht ein einziger Kunde danach gefragt. Kein einer. Nicht mal bemerkt haben die, daß im Blechdeckel noch was drin ist, außer Blech. Und was war das ein Thema. Da wurden sogar Rückgabedeckel weggeschmissen, weil man ja nicht wußte, ob die Deckelquelle sicher war oder nicht.


    Ich glaube also, nach der Erkenntnis der letzten selbst- oder sommerlochbedingt fremdhochgekochten Skandale, es wird sich wieder nichts ändern. Wo sollte der Kunde auch garantiert GVO-Pollenfreien Honig herbekommen, wenn er keinen microfiltrierten will? Analysen kann weder er noch der Imker sich leisten und auch die reagieren nur auf die Marker der bekannten und gesuchten Genveränderungen. Das Argument, daß der Honigumsatz zurückginge halte ich demzufolge als an den Haaren herbeigezogen und Kampagnebedingt eingespannt.


    Eric : War das nun GVO-Sonnenblumenhonig oder war es vielmehr so, daß dort 4,6% GVO-Pollen im gesammelten Pollen nachgewiesen wurden? Und das nach einem Verfahren und einer Hochrechnung, die lediglich von einem etwas voreingenommen scheinenden Personenkreis akzeptiert wird.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Eric,


    ich werde meinen Fehler in der Schreibung selbstverständlich korrigieren. War es Dir möglich dennoch den Inhalt meiner Frage zu erkennen? Wurde da also GVO-Pollen im BIO-Sonnenblumenhonig gefunden oder wurde da von einem BIO-Imker GVO-Pollen in einer Pollenfalle an einem GVO-Sonnenblumenfeld gefunden? (Darüber hatte ich gelesen und gehört)


    PS: Scroll ma nach ohm! Ich hab's "mm" korrigiert. Wirklich. Nu guck doch!:roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder