Flugloch im Winter verkleinern?

  • Guten Morgen...
     
    ich bin Jungimker und der erste Winter steht vor der Tür. Natürlich will ich ja nix falsch machen, bzw versuchen soooo viel wie möglich richtig zu machen! :u_idea_bulb02:
     
    Deshalb mal ein paar Fragen an Euch:
     
    - Ich überwinter auf Segeberger... soll ich die Einfluglöcher übern Winter verkleinern oder so lassen?
     
    - Schnee auf dem Anflugbrett liegenlassen, auch wenn das Flugloch komplett zugeschneid ist?
     
    - Gibts sonst noch was wichtiges worauf ich zu achten habe?
     
     
    Danke...
     
    Daniel
     

  • Moin, moin,
    ja: unbedingt Mäusegitter rein, und zwar spätestens zum ersten Frost.
    Sobald die Bienen im Cluster sitzen, sind sie für Mäuse ein lebendes Buffet....:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi Sabi(e)ne...


    Ja Mäusegitter habe ich schon überall davor...
    Soll ich denn die Länge des Einflugloches noch zusätzlich verkleinern... ich meine wegen der Kälte?

  • Flugloch verengen ist nicht schlecht, da weniger kalte Luft von draußen rein kommt.
    Und im Frühjahr haste einen Schutz vor ungebetenen Gästen wie Mäusen die was zu futtern suchen. Wobei die auch schon bei Frost kommen können.

  • Hallo
     
    Du kannst die Fluglöcher so lassen. Wenn Fluglöcher eingeschneit sind Schnee sobald wie möglich entfernen, sonst Erstickungsgefahr bei den Bienen, falls du offene Böden hast ist es nicht so schlimm, da kommt dann Luft von unten rein.:wink:
     
    Gruß Petra

    Geniesse dein Leben! - Du hast nur eins!

  • Hallo,
    Ich enge die Fluglöcher schon während der Einfütterung ein und lasse sie bis zum Frühjahr eng (Erlanger Magazine haben offene Gitterböden). Die Einengung erfolgt also weniger wegen der Kälte - die schadet den Bienen sehr wenig - sondern mehr gegen Eindringlinge.
    Ein relativ trockener Bienensitz ist im Winter wichtig. Deshalb wird mitunter auch empfohlen, die Deckelfluglöcher im Winter zu öffnen, damit die warme Feuchte nach oben abziehen kann - ich mache es und hab' bisher gute Erfahrungen damit gemacht. Gerade bei Kunststoffbeuten halte ich dies für empfehlenswert.
    Schnee vor den Fluglöchern macht angeblich nichts - im Gegenteil, er sorgt für ein sehr ausgeglichenes Klima in der Kiste. Das kenne ich aber nur aus Büchern, da hier so viel Schnee nicht liegt.
    Gruß
    Günter

  • Bei meinen zwei Wintern, die ich als Jungimker mitgemacht habe, war es so:
    Ich habe Bergwinkelbeuten. Da ist der Boden gitteroffen und die Fluglöcher auf ganzer Breite offen. Eine Mäusesperre ist grundsätzlich eingebaut.
    Manchmal, wenn das Flugloch ganz zugeschneit ist, kehre ich es teilweise frei, falls doch mal eine Mutige nach draußen scheuen will.
    HO

  • Moin Sabi(e)ne,

    Sobald die Bienen im Cluster sitzen, sind sie für Mäuse ein lebendes Buffet....:evil:

    ich hab zwar keine Cluster in meinen Beuten, aber die Mäuse fressen die Bienen auch so. Es hilft also nichts, die Cluster einfach nicht in Beuten einzubauen. (Was sind eigentlich Cluster und braucht man die auch, wenn man nicht Checkerboarded and also only Beekeept old german style?)


    In Segeberger Beuten bleiben bei mir die Schlitze auf und zwar ganz voll weit und breit. Es kommt das Gitter rein und Schluß. Flugbretter nehm ich sowieso nicht mehr. Anlaufkeile nehm' ich im Winter weg. Wenn plötzlich Ende Januar alle Bienen zum Sch ... aufenstergucken raus wollen, weils plötzlich ma warm wird, dann gäb ein Enges Flugloch Stau in alle Richtungen und die würden auf dem Rausweg schon abkacken und am verstopften Reinweg verklammen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich wüsste nicht, warum man ein Flugloch bei einem starken, gesunden Volk einengen sollte. Bei mir ist noch alles sperrangelweit offen. Nach der Fütterung (meist so Anfang Oktober) kommen die Mäusegitter rein und fertig.


    lg, Stefan

  • Ich wüsste nicht, warum man ein Flugloch bei einem starken, gesunden Volk einengen sollte. Bei mir ist noch alles sperrangelweit offen. Nach der Fütterung (meist so Anfang Oktober) kommen die Mäusegitter rein und fertig.
     
    lg, Stefan


     
     
    Oki doki...
     
    und den Schnee? Lässte liegen oder fegste weg?
     
    Daniel

  • In Segeberger Beuten bleiben bei mir die Schlitze auf und zwar ganz voll weit und breit. Es kommt das Gitter rein und Schluß. Flugbretter nehm ich sowieso nicht mehr. Anlaufkeile nehm' ich im Winter weg.


     
    Und was machst du mit Schnee?? Liegen lassen? Oder weg?
     
    Daniel

  • Moin,


    1. unterhalb eines Segeberger Flugloches ohne Ansteckbrett ist Platz für 10cm Schnee.
    2. in der Beute isses Warm, zumindest wärmer als es nachst draußen kälter ist, daher entsteht ein Beutenbreiter Schmelzschlitz oberhalb des Flugloches.
    3. völlig und meterhoch eingeschneite Beuten lassen Bienen in Ruhe und Frieden überwintern, weil Schnee luftduchlässig ist aber vor Störung aller Art schützt.
    4. trotzdem popel ich manchmal die Fluglöcher frei, weil Winter ist und ich als Imker da sonst nüschd bienenmäßiges zu tun hab. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Stefan,

    Zitat

    Ich wüsste nicht, warum man ein Flugloch bei einem starken, gesunden Volk einengen sollte.


    wei bei vielen (besonders Jungimkern) nicht alle Völker stark genug sind und ihnen der Mut, Erfahrung bzw. auch die Völkeranzahl (manchmal liegts auch am Geiz) fehlen. Dann hilft ein eingeengtes Flugloch im Spätsommer schlimmeres zu verhindern. Denn in genau dieser Situation befinde ich mich jetzt. Zwei meiner Völker räubern beim Nachbarimker (200m entfernt). Er füttert gerade seine HB´s und hat seine Fluglöcher nicht eingeengt.
    Als ich gestern zu meinen Bienen sah, 9°C und starker Flugbetrieb sowie Flugrichtung erkannt, war mir alles klar.
    Ich sofort ihn gebeten das Flugloch auf Bienenbreite einzuengen, doch er schaute mich ungläubig an.
    Wie soll ich mich weiter verhalten?
    Gruß Peter

  • Moin Peter,


    Futterkosten sparen und die eingeschleppten Varroen im Auge behalten. Wenn Deine Bienen draußen offensichtlich was finden, warum dann füttern? :p


    Winterflugloch ist Flugloch im Winter. Winter ist die Zeit wo's kalt ist. Schweinekalt bzw. hundekalt oder auch saukalt. Jedenfalls kein Bienenflug und also daher auch nicht jetzt. Mindestens mal Nachtfrost bis in den Tag oder mehrerere Tage hinternander nicht über 10°C. Alles davor ist Spätsommer- oder Herbstflugloch.:wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder