• Hallo


    Ich habe diesen Sommer 6 Ableger gebildet und mit Königinnen von verschiedenen Züchtern und verschiedenen Rassen versorgt. Die wurden ab Mitte Juli mit kleinen Portionen fast jeden Tag gefüttert. Alle entwickeln sich gut! Nun stelle ich fest dass ein Volk mit einer sehr guten und teuren Königin(Belegstelle begattet mit Abstammung Urkunde Monticola Linie Buckfast) gegen Wespen sehr unzureichenden Widerstand leistet. Die Wespen am Flugloch werden schon bekämpft, aber wenn ich ca. eine halbe Stunde beobachte dann gelingt 1-3 Wespen rein und lebendig raus zu kommen. Noch vor ein paar Wochen war das nicht so! Hängt das damit zusammen, dass es kälter geworden ist? Was soll diese Loser-mäßige-Weicheier Politik im Stock ?!!! :evil::mad:
    Alle Völker leisten vernünftigen Widerstand und gerade die teuerste Königin versagt!
     
    Ist diese übermäßige Sanftmut durch Zucht entstanden? Ich meine, Überzucht?

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Flugloch schon eingeengt(10-12 Bienen ca.). Ok, mache ich noch enger.:oops:
    Aber trotzdem.....:wink:

    Das Wort "Sibir" setzt sich zusammen aus den tatarischen Worten "sib" (schlafen) und "ir" (Erde). Sibirien ist also das "Schlafende Land".

  • Hi Sibir,


    "Überzucht" kenne ich nicht, auch keine "Unterzucht". :roll:
    Dieses Phänomen findet man allerdings häufiger. Es gibt Völker, die verteidigen nur ihr Flugloch; sollte sich ein Angreifer an dieser Verteidigungslinie vorbei gemogelt haben, hat er im Inneren freie Bahn. Man kann sogar beobachten, daß ihm die Stockbienen ehrfurchtsvoll (oder ängstlich) aus dem Weg gehen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • hallo Sibir,


    mach dir wegen der Wespen mal keine Sorgen. Etwas einengen genügt.
    Die Sanftmut, wie wir Imker es verstehen, d.h. sanfte Bienen beim nachschauen, hat nicht unbedingt mit der Fluglochwache was zu tun.


    Ausserdem: Bewerte und betrachte nicht unbedingt diese teure Königin zu genau, denn Sie soll ja warscheinlich eine Zuchtmutter werden und keine Wirtschaftskönigin. Ihre Töchter, standbegattet, dass sind die richtigen für die Honigvölker.


    Grüsse Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • Michael : ich hab zwei Völker, wo einzelne(!) und anscheinend nur ganz bestimmte Hornissen rein dürfen, alle anderen werden verscheucht. Ich hab keine Ahnung, ob die schon den Stockgeruch an sich haben oder was auch immer, auf jeden Fall dürfen da welche rein und auch heil wieder raus.
    Ebenso mit Hummeln, hab ich diesen Sommer auch öfter gesehen, daß welche den Stock enterten ohne große Gegenwehr und auch lebend wieder rauskamen.


    @Andrej: bleib ruhig, du kannst nicht von einer Eigenschaft (unperfektes Verteidigungsverhalten) auf alle anderen schließen.
    Wie PeterTD schon schrieb, ihre Töchter müssen top sein, nicht unbedingt sie selbst.
    Allerdings habe ich schon feststellen müssen, daß der Preis letztendlich gar nichts über die Qualität einer Königin aussagt, das garantiert im besten Fall nur wirklich die Abstammung.
    Wenn du eine beliebig große Serie von Königinnen ziehst, greift auch da wieder die Statistik: je 5% sind ganz schlecht oder superklasse, und alles dazwischen ist mehr oder weniger Durchschnitt.
    Deshalb ist Königinnenzucht doch so ein schwieriges Geschäft, es hat sehr viel mit Glück zu tun.
    Zieh dir deine eigenen, in großer Zahl, dann kannst du auswählen...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • http://www2.biologie.uni-halle.de/zool/mol_ecol/publ1_f.html


    MORITZ RFA (1981): Der Einfluss der Inzucht auf die Fitness der Drohnen von Apis mellifera carnica.


    MORITZ RFA (1982): Enzymatische Inzucht und Alterseffekte in Flugmuskelmitochondrien bei Drohnen (Apis mellifera carnica).


    MORITZ RFA (1982): Inzuchteffekte auf den Stoffwechsel von Drohnen (Apis mellifera carnica). Zeitschriftfür Tierzüchtung und Züchtungsbiologie

  • Aaah,


    jetzt ist ja alles klar. :u_idea_bulb02:


    @ Sabine
    Wespen dürfen das hin und wieder auch.
    Keine Ahnung, warum.
    Und dieses Jahr kann ich die Wespen alle mit Handschlag begrüßen, die tun mir fast schon leid.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Das Problem dürfte sich nächstes Jahr von selbst lösen, wenn sich die Rassen bei stiller Umweiselung oder sonstiger Standbegattung vermischen. Es ist nur zu hoffen, dass die Verteidigungsbereitschaft nicht ins andere Extrem umschlägt.
     
    Mfg
    Honigmaul

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem durchwachsen guten Morgen die 2.-te :)
    Denk einfach mal an die Varroa.
    Vielleicht macht die den Bienen zu schaffen.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Heike,


    an was soll die Varroa denn noch alles schuld sein?


    Vielleicht sollte man sich einfach mal abgewöhnen, immer neue oder exotische Rassen oder Hybriden zu halten, übrigens auch mit Rücksicht auf die Nachbarimker.


    Übrigens würde die Beschränkung auf eine an die lokale Gegebenheiten angepasste Bienenrasse auch das Problem der Varroa reduzieren, z.B. beim Brutrythmus.


    Gruß
    Heinrich

  • hallo Heinrich,


    höre ich da einen Carnica-Imker, der etwas gegen die Buckfast hat???
    Wenn alle so gute Zuchtarbeit leisten würden, wie ein grosser Teil der Buckfast-Imker, was sollte dann einen noch an die "vielgepriesene" Landrasse halten?
    Mein Motto: Immer von den "Besten" züchten, und wenn meine gute Carnica von einer guten Buckfast begattet wird, gibts ein super Wirtschaftsvolk!


    Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.