Varroatoleranz: ohne Zucht?

  • Der Hauptfaktor für ein erfolgreiches Überleben dürfte die Abwesenheit sämtlicher imkerlicher Maßnahmen in einer artenreichen Gegend gewesen sein.
    Sprich, das größte Problem bei der Anpassung ist der störende Imker.
    Und das meine ich ernst.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Dennis,


    wieviel Prozent der Imker sind finanziell auf Einnahmen aus der Imkerei wirklich angewiesen?


    Der finanzielle Aspekt ist wohl nicht das entscheidende Hindernis, oder?


    Am Beispiel Brasilien zeigt sich, was eine landesweite Organsierung bringen kann. Als dort die Varroa eintraf, hatte man sich für konsequente Nichtbehandlung entschieden. Heute ist Brasilien weltweit einer der größeren Exporteure von Honig.


    Fairerweise muß gesagt werden, daß dort die Möglichkeiten für Wildschwärme anders sind als hier.


    Ich frage mich, ob wir wirklich eine Wahl haben?

  • Genau Zuchtauslese durch nicht eingreifen des Imkers in die Zucht.
    Schwärmen lassen und das Muttervolk selber nachziehen lassen.
    Keine Drohnenvölker-Geschwistergruppen.
    Kein Umlarven.
    Keine geköhrte Muttervölker.
    Keine Künstliche Besamung.
    Kein Zuchtbuch und keine Zuchtnummer.
    Natürliche Zucht, nicht natürlich Zucht!

  • Hallo Bernhard!
    In Brasilien herrscht doch die afrikanisierte Biene vor. Diese kann wohl mit der Milbe leben. Diese Biene ist das Resultat von Zucht, nicht die Natur hat sie selbst hervorgebracht, sondern der Züchter!(Auch wenn es für den Forscher ein Missgeschick war)
    Lusby wählt auch aus, welche Wildschwärme in seinen Bestand aufgenommen werden. Er nimmt eine Auswahl vor!
    Manne hat berichtet, dass er schwächelnde Völker aussortiert. Er züchtet auch.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

  • Hallo Imker ,hallo Eric
    Kein Drohnenschneiden!
    Danke für deine schnellen,mutigen Informationen in Sachen Mittelwände
    Meinem Patenkind(53 Jahre)konnten noch rechtzeitig die Parafine entrissen werden
    Das passte gut(Bio-Lehrer Hauptschule)wird genau das machen und lehren
    was du in deinem Schreiben empfiehlst
    Bitte bleib am Ball
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Bernhard,


    ich denke, für den Fall das es möglich ist, mit naturnaher Bienenhaltung und natürlicher Auslese, VT zu erreichen, Hobbyimker die einzigen sind, die das konsequent durchziehen können. Profiimker haben bei den zu erwartenden Verlusten keine Chance. Nur die Hobbyimker könnten überhaupt die kritische Masse zusammenbekommen, die Notwendig wäre, genug genetischen Einfluß zu gewinnen.


    Beste Grüße
    Dennis

  • Hi, Dennis,
    ich hab es jetzt schon oft genug gesagt: mit dem verkleinerten Wabenabstand auf 32mm statt 35mm gibt es diese Mordsverluste nicht mehr!
    4.9/35 ist ziemlich inkompatibel, aber 4.9/32 PASST.
    Dennis Murrell hat absolut recht, die Verluste sind völlig unnötig.
    Es ist ein winziges Detail, 3mm nur, aber es sind Welten.
    Setz einen KS aus einem normalen 5.5/35mm Volk auf 32mm und Naturbau und beobachte selbst, was passiert.
    Anders wirst du mir nicht glauben.:roll:
    Und nein, EINE Zellgröße überall trifft es auch nicht, die Bienen bauen völlig verschiedene Größen, wenn man sie denn läßt, deshalb der Naturbau & KS.
    Mit Ablegern geht das in die Hose, weil die durch die mitgenommenen Waben völlig verwirrt sind und der Schwarmimpuls fehlt.
    Versuch es selbst!:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • 'Als dort die Varroa eintraf, hatte man sich für konsequente Nichtbehandlung entschieden'


     
    Hallo,
     
    ist eine nette Umschreibung für hilflos dabeistehen und danach das Beste daraus machen.


    :liebe002:
     
    ruba
    der vor Ort in Brasilien war als Apis mellifera scutellata zum Problem wurde.

  • Moin Sabi(e)ne,
    das plane ich auch in einem Teil meiner zukünftigen Warrés umzusetzen, Anfangsstreifen an die Oberträger zu setzen macht halt nur mehr Arbeit und wiederspricht etwas dem ursprünglichem Konzept. Aber Warré kannte ja weder die Varroa noch Dennis Murrel.:wink:
    Was meinst´e könnte das klappen, Warré mit 32 Wabenabstand?


    Bernhard : Hat das schon mal jemand Versucht?


    Liebe Grüße
    Dennis

  • ich hab es jetzt schon oft genug gesagt: mit dem verkleinerten Wabenabstand auf 32mm statt 35mm gibt es diese Mordsverluste nicht mehr!
    ................ deshalb der Naturbau & KS.


    Wenn dem so wäre, sollten Heideimker schon seit geraumer Zeit varroaresistente Völker haben.......

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"