• Hallo und guten Morgen,
    hat jemand Ahnung, was aus den Experimenten mit OsinAl (Oxalsäure in Alkohol) geworden ist? Mein letzter Wissensstand ist, dass es wirkt, solange die getränkten Tücher nicht staubtrocken sind. Tests waren am Laufen, wie man es erreichen könne, dass die Tücher immer eine gewisse Restfeuchte behalten (wie beim Pfeifentabak). Was ist aus den Versuchen geworden? Weiss jemand näheres? Oder wurde die Reihe gar eingestellt?


    Einen schönen Gruß an alle aus dem wolkenverhangenen Heilbronn. Pit

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Hallo, und guten Morgen,
    da die Bienen die Tücher, ob trocken oder feucht, gründlichst zernagen und du überall winzige Fitzel davon auf den Waben hast, könnte ich mir denken, daß das ein Grund war, warum es endgültig scheiterte.(ich hab's damals ausprobiert, Sauerei ohne Ende).
    Und diese dünnen Tücher sind nicht feuchtzuhalten, außer mit einer Betropfungsanlage...*g*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    die Wirkung von Osinal ist nicht zuverlässig und konstant. Es schwankt, je nachdem wie die Bienen über das Tuch laufen. Es kommt noch dazu, dass die Tücher unterschiedlich feucht sind, hier gibt es große Unterschiede innerhalb eines Standortes; Völker innerhalb einer Gruppe haben einen synchronen Abfall an Milben. Es muss also auch das Mirkoklima die Wirkung beeinflussen, oder die Viecher begehen gemeinschaftlichen Suizid. Die Platzierung des Tuchs ist auch entscheidend, bei Zweizargern in der Mitte wird es während der Auffütterung zerstückelt. Bei Einzargern über die "Traube" gelegt, wird es erst später angenagt. Es gibt einige Zusätze, Dosierungen und Tucharten, welche die Wirksamkeit steigern sollen und auch weniger angenagt werden. Mit einem bestimmten Zusatz kombiniert mit einem etwas dickeren Tuch wird die Feuchtigkeit gut gebunden. Insgesamt wirkt es eher ausdünnend, da der Milbenabfall bei einigen Völkern nur etwas erhöht wird. Eine zufriedenstellende Wirkung hat Osinal nur in der Übergangszeit zur Brutfreiheit. Wird die Brutfreiheit erreicht, steigt der Milbenabfall in die Höhe einer OS-Beträufelung (aber nicht bei allen Völkern!). Nach meinen Beobachtungen kann nach Osinal auch noch Beträufelt werden.
    In stark befallenen Völkern ist diese Behandlung nicht zu empfehlen. Wenn überhaupt, dann in Jungvölkern.
    Bei den oxalsäurehaltigen "Knabba-Streifen" wurde nun der Wirkstoff gewechselt. In dieser bisherigen Darreichungsform konnte dieses Teil auch nicht funktionieren.


    Gruß
    Simon