Hat das schon jemand ausprobiert? Anti-Räuberei?

  • Hallo,
    mir hat heute jemand etwas erzählt, was mir zuerst die Nackenhaare hochstehen ließ, sich bei näherer Überlegung aber durchaus als ausprobierfähig erweisen könnte.
    Wenn er Anzeichen von Räuberei entdeckt, und der Ableger anscheinend gerade verliert, wird das Volk noch schnell mit einem Wasserbeutel a la Ziplock verproviantiert, und dann 3 Tage zugemacht.
    Die Theorie dahinter lautet, daß durch die Gefangenschaft die feindlichen Flugbienen assimiliert werden, und nach 3 Tagen FÜR das zuvor ausgeraubte Volk und ihre "neue" Königin arbeiten.
    Nichts anderes als im KS sozusagen.
    Geht allerdings nur bei Ablegern, Vollvölker würden keine 3 Tage geschlossen überstehen.
    Angeblich macht er das schon drei Jahre so und soll wunderbar klappen.
    Was haltet ihr davon?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo


    drei Tage reichen meiner Meinung nach nicht aus, um sich dem Ableger anzuschließen.


    Aber sie können auch keine Verstärkung holen und nach drei Tagen findet sich
    oft etwas besseres an Tracht für das Räubervolk.
    Und einige Räuber werden bestimmt erkannt und von der Gefangenschaft erlöst.


    Gruß Uwe

  • Um Räuberei festzustellen, Deckel auf.
    Wenn die Ertappten auffliegen, waren es welche (die Bösen).
    Falls das Volk noch nicht ganz deprimiert ist, hilft es oft das Flugloch mit einem Gegenstand abzuschatten, ein Brett vor den (kleinen!) Eingang lehnen.
    Die Flugbienen lassen nicht locker und wissen wo ihr Zuhause ist. Die
    Gierigen suchen und suchen. Funktionierte schon öfters.
    Die Räuberbienen sind auf Ärger und Meuterei programmiert, die brauchen schon eine mächtige Dosis Königinnenpheromon um sich der neuen Sekte zuzuwenden.


    Gruß
    Simon

  • Moin Sabi(e)ne,

    Angeblich macht er das schon drei Jahre so und soll wunderbar klappen.

    Wenn er das schon drei Jahre so macht, dann sollte sich der vielleicht mal fragen, wie man Räuberei gleich verhindert.


    Ich denke, die Räuberbienen werden nicht assimiliert und fliegen sich auch nicht auf die neue Heimat ein. Das Völkchen gewinnt lediglich in der Zeit wieder Koordination und Bienennachwuchs das Flugloch besser zu verteidigen. Die Räuber bleiben Räuber und entweder sie überleben das nicht oder sie fliegen in ihr Volk zurück und kriegen dort wegen des Geruches Ärger und werden womöglich noch dort bekämpft.


    Ich habe einmal versucht einen weiselrichtigen beräuberten Ableger samt Räuberbienen (bzw. mit ihnen verstärkt) wegzustellen und so die Räuberbienen noch zu nutzen. Ich hab den auch noch verhaftet, wenn ich mich recht erinnere. Dennoch ist nichts drauß geworden. Denn Räuberbienen können nur noch räubern und geben sich nicht mehr mit Nektar und Pollen zufrieden. Die brauchen dicke Zucker- oder Honigbrühe. Im Ableger sind recht zügig die Räuber wieder verloren gegangen - tot oder verflogen. Er stand hinterher schlechter da als vorher, weil die ganze Jungvolk-Harmonie im A... war.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Morgen Leute
    Im Frühjahr hatte ich mir überlegt bei einer geräuberten Mini Plus Beute
    eine Art Bienenflucht vor das Flugloch zu setzen.


    Erwartet hätte ich dann davon daß
    1.Die Räuber nicht mehr raus kommen, dadurch zuhause keine Nachricht von der Quelle geben können und die Räuberei nachlässt.


    2.Das Völkchen verstärkt wird.
    Aber ich denke Henry wird wohl recht haben, selbst wenn den Räubern nichts übrig bleibt als sich demütig einzuordnen werden sie kaum oder wenig nützlich sein.
    Ob sie als Flugbienen Tagsüber den Stock vor neuen Räubern schützen würden oder beim Brutgeschäft helfen bezweifle ich. Auch wenn mir noch Erfahrung und wissen fehlt.


    Darum hab ich mich entschieden es zu lassen.
    Auch weil ich damit Nachbars Bienen gefangen hätte.


    Gruß
    Markus

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik

  • Hallo mitenand,
     
    ist zwar was anderes, passt aber trotzdem hierher.
     
    In verschiedenen Händlerkatalogen hab ich schon "Antirapina" gesehen. Wird gegen Räuberei und allgemeine Bienenabwehr angepriesen.
     
    Hat jemand damit schon Erfahrung gesammelt?
     
    Mit freundlichen Grüßen, Emil
     
    Sabine : funktioniert wohl so ähnlich wie dein Tip mit Wicks Vaporub...

  • Ich mach immer nur das Flugloch zu, was ich am Abend dann wieder öffne! Rasensprenger an machen bzw. räubernde Bienen gezielt mit Wasserschlauch runterspritzen ist auch ganz hilfreich! Ich kenne noch nen Imker der Brennsesseln vors Flugloch packt! Ich hatte zum Glück dieses Jahr noch keine Räuberei...toi,toi,toi!
    :-) Paul

  • Hallo
    Beim Einsperren gibt es erst mal Krieg,mit vielen toten Bienen auf beiden Seiten.Oft bekommt bei größeren Mengen Räubern auch die Königin was mit ab. Also keine Lösung. Also vorher aufpassen. Starke Ableger bilden. Meine Ableger sitzen auf 2 Zargen Langstroth flach. Alle Schwächlinge machen keine Freude und nur unnütze Arbeit und Kosten. Ableger sollten fast Volksstärke besitzen, sonst wird im Frühjahr wieder nichts draus.
    Gruß Peter

  • Hallo
    Ich habe folgendes schon gehört:
    Flugloch für 1-2 Tage verschließen, und die Bienen mit Kaffeepulver bestreuen, die Bienen nehmen denn gleichen Stockgeruch an und dürfen nicht mehr in ihr altes Volk zurück, danach das Flugloch einengen, daß nur noch eine Biene durch das Flugloch passt. Eine Freundinn von mir wendet es erfolgreich an.
    Gruß Petra

    Geniesse dein Leben! - Du hast nur eins!

  • Moin Petra,


    ich kenne einen, der hat einem andern erzählt, daß er mal in einer Kneipe neben einem gesessen hat, der mit einem sprach, der mit der Schwester von einem andern lose zusammen war, welcher in einer Straße wohnte wo machmal einer durchfährt dessen Nachbar im selben Verein Mitglied werden wollte, wo man darüber munkelt, daß dort auch viele Mitglied sind, die Bienen mit Kaffeepulver bestreuen. Es funktioniert also und muß stimmen! :daumen:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • NEIN - MACHE ICH AUS PRINZIP NICHT!:liebe002:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder