Dickere Winterbienen?

  • In der "Biene 09/07" ist ein Artikel über die Erzeugung von Winterbienen, mit einem Satz

    Zitat

    "übrigens kann man Winterbienen äußerlich nicht erkennen, auch wenn tw. in der Literatur die Rede von "größeren, dickeren Bienen" ist.


    Da hat der Autor unrecht.:-D
    http://bees.farvista.net/ssiz.htm
    Sie SIND dicker.:wink:
    Wenigstens im Naturbau, und wenn sie die Möglichkeit haben, auch in größeren Zellen zu brüten.
    Ganz offensichtlich gibt es jahreszeitlich sehr verschiedene Bienen(größen), wenn man sie denn läßt, und ich wundere mich wirklich, daß noch keiner in D auf die Idee gekommen ist, das im Naturbau mal auszutesten und nachzumessen.
    In der Korbimkerei wird man das tatsächlich regelmäßig gesehen haben....
    Eure Meinungen?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • .......
    Sie SIND dicker.:wink:
    Wenigstens im Naturbau, und wenn sie die Möglichkeit haben, auch in größeren Zellen zu brüten........


     
    Wie soll ich das verstehen? die Bienen brüten im Laufe des Bienenjahres in verschiedenen Zellgrößen und damit in "verschieden Ecken" der Waben bzw. anderen Waben? Damit müßte doch das Brutnest im Laufe der Jahreszeit wandern: von der Mitte der Wabe zum oberen oder unteren Rand bzw. von Wabe 2, die im Frühjahr bebrütet wird, zu Wabe 8, die im Spätsommer bebrütet ist.... Verstehe ich Dich richtig? Oder woher kommen sonst die unterschiedlich "dicken" Bienen?
     
    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Ja, im ungestörten Naturbaunest wandert das Brutnest auf und ab und wieder von vorn, schau dir mal Dennis' Bilder aus den TBHs an, da sieht man recht gut, wie differenziert sie bauen.

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    Bruce Springsteen

  • Wurden die Biene(n) markiert, oder wie kommt die Aussage "the spring bee is several days old"? Es ist doch eine Momentaufnahme. Die Arbeiterin auf dem zweiten Bild von oben könnte dem Haarkleid nach auch vor einer Stunde geschlüpft sein.


    Und es bleibt die Frage, wie sich eine Biene im Laufe der Zeit in der Größe verändert. Wer hat sie schon gesehen, die Winzlinge, die alten Schachteln, kaum ohne Fell und Hinterleib?


    Die Messungen stammen aus Bildern, ausschließlich von Wächterbienen am Eingang der Beute?
    Wie wurde die Verzerrung beachtet, da die Bienen aus verschiedenen Perspektiven abfotografiert wurden und dennoch Differenzen zwischen +/- 0,1 und 0,4mm gemacht wurden?
    In der Summe aller Messungen ist die „kleine Biene“ 0,1mm kleiner als die „große Biene“? Liege ich da richtig? Gute Optik.


    Gruß
    Simon

  • Hallo sabi(e)ne!


    Um das mal zu vermenschlichen:


    Ist es nicht eher so, dass sich die Winterbiene einen richtig dicken "Ranzen" anfrisst (=Eiweißpolster) und dieses Polster dann zur pollenlosen Zeit an die Folgegeneration weitergibt? Diese gut genährten Bienen sind dann auch etwas "fülliger"!


    Wenn sie dann keine Toilette benutzen können, bleiben sie auch mit dem "gespannten Ranzen" im Bienenstock und sind immer noch "fülliger". :Biene:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)


  • Um das mal zu vermenschlichen:


    Ist es nicht eher so, dass sich die Winterbiene einen richtig dicken "Ranzen" anfrisst (=Eiweißpolster) ....


    ...der Fettkörper liegt aber im Inneren der Biene..... d.h. der "dicke Ranzen" ist beim Tiere mit Außensklett nicht zu sehen......
    Wenn ich so überlege, was die "Abmaße" einer Diptere und Hymenoptere bestimmt, so fällt mir nur der Ernährungsstatus ein.......

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Gerold : und was fällt dir zu verschiedenen Zellgrößen innerhalb eines Jahres ein?:wink:
    Ich meine, wenn lt. Her Binder-Köllhofer "dickere, größere Bienen" schon in früherer Literatur erwähnt wurden, wird das seinen Grund gehabt haben, als noch viele Völker im Naturbau saßen.
    Sowas lutscht sich ja keiner so aus den Fingern.
    Angesichts Dennis' TBH Aufnahmen finde ich den Ablauf im Volk sehr überzeugend, egal, ob er die anderen Bilder jetzt korrekt vermessen hat oder nicht, es wäre einleuchtend, wenn man diesen Gedanken überhaupt zulassen könnte.
    Ich habe erwähnt, daß der eine Schwarm, auf zwei Zargen eingeschlagen, und 2 h später eine dritte aufgesetzt bekam, nach unten nur Brutzellen, aber nach oben nur sehr große Honiglagerzellen, und das auch erst später, gebaut hat. Flugloch unten.
    Ich bin der festen Überzeugung, daß er auf Flugloch oben auf 2 Zargen und nachträglich untergesetzter 3. Zarge ebenso den 3. Raum (in diesem Fall unten) zum reinen Honigspeicher gemacht hätte.
    Die Mechanik eines Brutnests in Abhängigkeit zur Jahreszeit ist uns irgendwie noch nicht wirklich bekannt....:wink:

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