wespenfalle

  • @ erich zeissloff
    habe deinen Bericht in der "Bienen-Aktuell" gelesen, ist o.k..


    Aber jetzt zum Thema:
    Da gibt ein Imker einen Praxistipp in der Bienenzeitung wie man Wespen fängt!
    Er scheut sich nicht ein Honigglas als Falle umzubauen und ein Foto davon mit zig-toten Wespen im Fruchtsaft zu veröffentlichen!
    Und das ganze unter der "Rubrik" Tipp!
    Diesem Mann, ich weiss leider nicht wie er heisst, sollte man die Bienen auch nehmen.
    Sind nicht wir es, die sich ärgern, wenn ein Nicht-Imker nach Bienen schlägt oder diese im Gras einfach zertreten? Warum dürfen dann diese einzelnen Wespen nicht sein?
    Mache mir nicht die Mühe den "Tipp" hier nochmal einzutippen, aber wer das gelesen hat, wird mir Recht geben.


    grüsse Peter

    Theorie ist: alles wissen und nichts funktioniert.
    Praxis ist: alles funtioniert und keiner weiss warum.

  • Hallo Peter,
    die "Bienen-Aktuell" schon da? Na mal schauen, wann sie bei mir eintrifft.


    Zum Thema: Zu Wespen und Hornissen gibt es immer wieder heiße Diskussionen in den Imkerversammlungen. Meistens, wie man sie am besten wegbekommt.


    Ich muss zugeben, auch ich habe im letzten Jahr Wespenfallen aufgestellt, weil ich mir einfach nicht mehr zu helfen wusste. Nachdem ich aber gesehen habe, wie meine geliebten Hornissen darauf flogen, kamen sie wieder weg.


    Die Veröffentlichung von solchen "Tipps" liegt in der Verantwortung der Zeitschriften-Herausgeber.
    Interveniere doch dort einmal, bzw. schreib einen Leserbrief zum Thema. :daumen:


    Vielleicht hat auch jemand Tipps, wie Imker und Wespen gut miteinander auskommen können. Und noch ein paar Argumente, warum auch Wespen sehr wertvoll sind. Die gehen mir meistens zu schnell aus... :oops:


    Gruß
    Ralph

  • Hallo Bienenfreunde,
    auch ich muss mich als Fangglasaufsteller outen. Habe aber nach einmaligen Befüllen mit Fruchtsaft und erfolgreichem "Jagen" von Wespen und Hornissen und so manchen anderem Getier mir die Frage nach dem eigentlichen Sinn gestellt. Welche Gefahr geht eigentlich von Hornissen und Wespen für unsere Völker aus?
    Also bei mir gibt´s erstmal keine Falle mehr.
    Gruß

    WO KÄMEN WIR DENN HIN, WENN JEDER SAGEN WÜRDE, WO KÄMEN WIR HIN, UND NIEMAND GINGE, UM ZU SCHAUEN, WOHIN MAN KÄME, WENN MAN GINGE?!!

  • Welche Gefahr geht eigentlich von Hornissen und Wespen für unsere Völker aus?
    Also bei mir gibt´s erstmal keine Falle mehr.
    Gruß


    Hallo Fabi,


    in der Regel geht von diesen Tieren kaum eine Gefahr für unsere Völker aus. So geregelte Angriffe von Hornissen, wie sie in der "Biene Maja" geschildert werden gibts eher im Orient. Dort aber heftigst!!


    Bei uns sind Wespen eigentlich nur in besonderen "Wespen-Jahren" eine Gefahr für schwache Völker. Gute, vitale Völker wehren sich erfolgreich gegen Wespen. Hornissen lassen sich schon mal eine Biene schmecken, können aber ein intaktes Volk nicht schwächen. Schwache Völker am Stand zu dulden würde aber andererseits auf einen schwachen Imker hindeuten :wink:

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hi zusammen,


    stimme dem obengesagten voll zu.


    Doch dagegen ein kleine Geschichte:


    Vor zwei Wochen hatten wir Ferienprogramm und besuchten einen altgediegenen Imker. Der erzählte uns, daß die Wespen, die er über den Winter im Dachboden hatte, ettlichen Völker, während des milden Winters,
    so sehr zusetzten, daß er mehrere Völker verlor und viele Völker äußerst schwach aus dem Winter kamen.


    Die Wespen fliegen eben noch oder schon, wenn die Bienen noch nicht können oder nicht mehr können.


    Die milden Winter könnten also zukünftig schon Probleme machen oder wir suchen uns verteidigungsbereitere Völker (Simon schäm Dich!)


    Gruß Simmerl

  • Also ich habe jedes Jahr mindestens 2 Hornissennester am Bienenstand. Das ist ein super Mittel gegen Wespen - die habe ich bis heute noch nicht im Garten gefunden und die Hornissen holen sich gelegentlich mal eine Biene. Das war es aber auch schon...


    Von den Wespenfallen halte ich gar nichts; ich locke sie mir erst massig ín den Garten um sie dann zu killen?


    Aber ich hatte auch einfach schon seit Jahren (eben seit ich Hornissen bei mir ansiedele) kein massiven Wespenbeflug mehr im Garten.


    Melanie

  • Hallo Melanie,
    genau das war die Situation im letzten Jahr bei mir im Garten. Wir haben schon seit vielen Jahren Hornissen (ich hoffe nur, sie wurden nicht entdeckt, weil dieses Jahr waren nur im Frühjahr welche da :confused:), aber auch Unmengen von Wespen. Deshalb mein verzweifelter Versuch, aber nur bis zu dem Punkt, wo ich mitbekam, das sich auch die Hornissen für die "Wespenfalle" interessiert haben...
    Aber Du bist doch diejenige, die die besten Argument liefern kann, hier im Forum. :daumen:


    Gruß
    Ralph

  • Hallo,


    bin auch der Meinung das Hornissen das beste Mittel gegen Wespen sind, hab mal gesehen wie Hornissen ein Wespennest auseinander genommen haben, da blieb nicht mehr viel übrig.Habe dieses Jahr leider keine Hornissen in meiner Nähe. Wespenfalle finde ich auch überflüssig, denn die Wespen räumen auch viel Ungeziefer weg.


    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,
     
    ... hab mal gesehen wie Hornissen ein Wespennest auseinander genommen haben, da blieb nicht mehr viel übrig.
    Gruß Drobi


     
    Jezt weiß ich wenigstens, was mit dem Wespennest passiert ist, das ich im Mai im Gartenhäuschen hatte. Da sah ziemlich zerrupft aus, um die gleiche Zeit konnte ich einige prächtige Hornissen in meinem Garten beobachten.
     
    Aber wie sagt man im Norden (man möge mir die Darstellung im Text verzeihen!) dem een sin Uhl.... Mich haben die Wespen im Garten nicht gestört, wo es Wespen gibt, sind die Rosen und Pfirsichbäume läusefrei :daumen:
     
    Von Wespenfallen halte ich überhaupt nichts, nach meiner Erfahrung locken die Fallen viel mehr Wespen an, als jemals mit einer Falle erledigt werden können.

  • Hallo Simon,
    Deine kleine Geschichte vom Altgedienten Imker, muss man wohl dem Imkerlatein zuordnen.
    Wespenvölker lösen sich im Spätherbst auf in wenige begatte Königinnen und sterbende Arbeiterinnen und Drohnen. Die einzigen die in den Winter gehen sind die neuen Volksgründer (Königinnen) fürs kommende Frühjahr. Bis dahin leben besser gesagt ruhen sie an trockenen und wettergeschützten Stellen. Mauerritzen, Dachziegel, Rindenritzen usw.
    Im vergangenen milden Winter sind zwar früher als üblich Wespenköniginnen geflogen aber die meisten, aber sie haben es nicht geschafft so früh im Jahr eine Volk zu starten. Sie sind in der Regel verhungert.
    Das Ergebnis sehen wir sehen wir z.Zt. es gibt so gut wie keine frei fliegen Wespen. Ich glaube das gilt auch für die in diesem Jahr so schwach vertretenen Hornissen.
    Im Übrigen zum Thema: Wespenfallen sind kontarproduktiv, da sie wichtige Regulatoren - Schädlingsbekämpfer - aus dem Kreislauf meines Gartens entfernen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hat jemand außer solchen Gemeinplätzen:

    Zitat

    ...Wespenfallen sind kontarproduktiv, da sie wichtige Regulatoren - Schädlingsbekämpfer - aus dem Kreislauf meines Gartens entfernen...


    einge, gut nachvollziehbare Argumente für das Miteinander mit den Wespen?


    Gruß
    Ralph


  • Da gibt ein Imker einen Praxistipp in der Bienenzeitung wie man Wespen fängt!
    Er scheut sich nicht ein Honigglas als Falle umzubauen und ein Foto davon mit zig-toten Wespen im Fruchtsaft zu veröffentlichen!


    DAS habe ich auch gelesen - mir ist ebenfalls die galle hochgekommen. es steht nicht einmal ein autor unter diesem artikel.


    ich finde es ebenfalls eine frechheit sowas zu veröffentlichen. ein leserbrief dazu ist bereits in arbeit. von einer seriösen zeitschrift sollte man sich sowas nicht bieten lassen.


    wer noch punkte nennen möchte, die unbedingt in den leserbrief hineingehören, dann bitte hier schreiben oder per PM

  • Hat jemand außer solchen Gemeinplätzen:


    einge, gut nachvollziehbare Argumente für das Miteinander mit den Wespen?


    Gruß
    Ralph


    leben und leben lassen - dies sollte sowieso das oberste prinzip eines naturbezogenen menschen sein. nicht immer glauben, der mensch muss bestimmen wer leben darf und wer sterben soll :roll:


    ein weiteres argument: wespen leben ja auch räuberisch - sie ernähren sich u.a. auch von sog. "schad"insekten.

  • Ja Salvia,
    das ist schon klar. Diese Aussagen werden zustimmendes Nicken bei denen erzeugen, die eh keine Wespen bekämpfen. Jemanden (auch außerhalb der Imkerschaft) davon zu überzeugen, dass man gut mit Wespen zusammeleben kann und sollte, braucht einfach nachvollziehbare, aber konkrete Argumente.
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    Zum Beispiel: Hast du Wespen im Garten, wirst dich weniger Mücken piesacken, weil... und die Wespe ihre Larven mit diesem tierischen Eiweiß füttert. ???


    Sowas in der Art mit richtig handfesten, für jeden vorstellbaren Vorteilen. :wink:


    Gruß
    Ralph


    PS: Sehr beachtlich auch die Wortwahl im Artikel: Da wird tatsächlich über eine "Endlösung" philosophiert.
    PPS: Wenn man die "Rassenwahnartikel" zur Anderung des Kärntner Imkergesetzes liest wundert die erste Wortwahl aber auch nicht wirklich mehr. Mich jedenfalls nicht.