Das Aus für die Rosskastanie?

  • Hat schon mal jemand versucht, da mit Propolis-Wachs-Pflastern dranzugehen?
    Nachdem mein Männe seinen 10 Jahre lang therapieresistenten Pilz mit Propolis losgeworden ist, traue ich dem Zeug fast alles zu.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wenn man eurer Argumentation zum Varroa-Toleranz-Problem folgt, so sollte man auch im Falle der Roßkastanie der Natur nicht ins Handwerk pfuschen.


    Sabine : Bienen holen Propolis auch und viel von der Roßkastanie.



    Alfred

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Sie wird nicht aussterben!
    Betroffen sind Bestände, wo außergewöhnlich viele Kastanien auf relativ engem Raum stehen, also Parks, Alleen usw.
    Wo Kastanien in ihrer natürlichen Verbreitung in Mischwäldern oder als Solitärbäume stehen, gibt es kaum Probleme.
    Aber wie bei der Varroa ist die Krankheit der Kastanien ein multifaktorielles Problem.
    Es sind tierische Schädlinge, Bakterien, zu guter Letzt Pilze und Viren mitbeteiligt.
    Sabine, die Idee wäre überlegenswert. Sicher besser, als großflächig Coumaphos gegen die Kastanienminiermotte auszubringen, wie mancherorts schon praktiziert.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hehehehe,


    Zitat

    Sabine : Bienen holen Propolis auch und viel von der Roßkastanie.


    Was die Bäume haben, sind Baumharze.
    Hat mit dem, was die Bienen als Propolis verarbeiten, nicht sehr viel zu tun. Ist sozusagen der Rohstoff.:Biene:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Sicher besser, als großflächig Coumaphos gegen die Kastanienminiermotte auszubringen, wie mancherorts schon praktiziert.


    Hallo Michael, kannst du das mal konkretisieren? Kann ich mir nicht gut vorstellen, außerdem wäre es-denke ich- illegal.
     
    @ Sabi(e)ne: wirksam wäre das Propolis als Kontaktmittel möglicherweise, nur man kommt nicht an die infizierten Gewebeteile dran, da die ja unter der Borke im Kambium sind. Und eine dermaßene Tiefenwirkung (systemische Wirkung) halte ich für ausgeschlossen.

  • Hallo Borago,


    schau mal bei Wiki oder Google nach, womit man "Versuche" gegen die Motte unternommen hat.
    Viele Städte, die um ihre Alleen und Zoobäume fürchteten, haben Ausnahmegenehmigungen beantragt und Spritzungen durchgeführt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...ja, aber zu Coumaphos finde ich dort nichts. Ist ja auch ein Akarizid und Motten sind (wie die Bienen) Insekten! Deshalb meine Nachfrage. Ich kann mir eben nicht gut vorstellen, das ein bienenverträgliches Mittel eine so überzeugende Wirkung gegen Schmetterlinge hat.

  • Hallo Zusammen,


    ich sehe das ähnlich wie Michael. Wahrend in Berlin vor fünf Jahren Flächendeckend das Laub zusammengeharkt wurde, um die Miniermotte auszurotten, ist in unserem Landstrich kein Blatt unterm Baum weggekommen. Wie auch, bei uns sind es je Einwohner -Kleinkinder inklusive- 10 Kastanienbäume, in Berlin mag das anders sein. Seinerzeit sagte man ein großes Kastaniensterben voraus, wobei ich aus den fehlenden Laubvernichtungen unsererseits mit den ersten großen Verlusten zu Hause rechnete. Nach zwei schlechten Jahren für die Kastanie, scheint diese mittlerweile mit der Motte zurechtzukommen, auch ohne Laubharken und Sprizungen.


    gruesse


    seb

  • scheint diese mittlerweile mit der Motte zurechtzukommen, auch ohne Laubharken und Sprizungen.


    Das ist, fürchte ich, ein Trugschluss. Die Kastanien haben die letzten ca 10 Jahre (seit wir die Motte haben) fast kein Dickenwachstum und kaum ein Höhenwachstum mehr gehabt. Wenn mal wieder eine gefällt wird, guckt euch mal die Jahrringe an, ihr werdet sie kaum noch erkennen (die der letzen Jahre). D.h. die Bäume leben von der Substanz; wie lange sie das noch durchhalten ... ?

  • Hallo Borago,


    Du hast sicherlich Recht, wenn man sich gefällte Bäume anschaut. Auch noch stehende machen keinen guten Eindruck. Wobei es sich wohl doch so verhält, daß Solitärbäume besser dastehen als solche in Parks oder Gärten.
    Ich habe leider keinen konkreten Beleg für den Einsatz von Coumaphos gefunden, war mir aber sicher, daß einige Gartenbaubetriebe damit gearbeitet haben. (mit Ausnahmegenehmigung, da habe ich mal eine Notiz irgendwo gelesen)
    Coumaphos als ein Phosphorsäureesther wirkt übrigens sehr wohl gegen Insekten, und leider nicht nur gegen die.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-