Wassergehalt Honig

  • Hallo,
    ich hab mir ein Refraktometer gegönnt und habe jetzt folgendes Problem.
    Meine Proben eines 30 kg Abfülltopfes streuen um 1,5 % im Wassergehalt (15,2 -16,7%). Mein Abfülltopf ist bei 20 °C vierzehn Tage lang gestanden, bevor ich den Honig in 500g Gläser abfüllte. Meine beste und schlechteste Probe habe ich je 3mal gemessen und bin dabei immer auf den gleichen Wert gekommen, also scheidet für mich eine falsche Bedienung des Meßgerätes aus. Der Honig wurde auch im gleichen Raum gelagert.
    Leider habe ich meine Gläser nicht markiert um zu wissen, welches Honigglas ich als erstes abgefüllt habe.
    Meine Theorie wäre, daß sich der Honig im Abfülltopf nicht gleichmässig absetzt und ich dadurch verschiedene Qualitätsstufen in einem Abfülltopf habe trotz gleicher Charge.
    Muß ich nun im Sinne der Qualitätssteigerung meinen Honig im Abfülltopf nach dem Abschöpfen der kleinsten Wachsteile noch mal rühren?
    Wer hat diesbezüglich Erfahrung ?


    Gruß
    Hans Peter

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Ich kann mir auch nur vorstellen, dass die Differenz auf diese Art und Weise zustande kommt. In einem Honigbehälter stetzt sich immer der Honig mit dem höchsten Wassergehalt aufgrund der Schwerkraft oben ab. Je mehr Wassergehalt, desto leichter ist der Honig. Außerdem kann der Honig an der Oberfläche am ehesten Wasser aus der Umgebungsluft anziehen.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Zusammen,
    zum Ersten bei dem gemessenen Wassergehalt gibt ist es kein Problem.
    Jede Schleuderung, selbst dann wenn sie nur aus einem einzigen Volk stammen sollte ist in ihrer Zusammensetzung und dazu zählt auch der Wassergehalt, nicht homogen. Wenn der Inhalt des Kessels dann noch ggf. aus mehreren Völker stammt ist mit Sicherheit erst recht nicht homogen.
    Es macht schon Sinn den Honig vor dem Abfüllen durch rühren zu mischen. Keine Luft unterrühen und nicht sofort danach abfüllen. Bei cremig gerührtem Honig ist das natürlich keine Frage.
    Gruß an alle Imkerinnen und Imker

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk