Refraktometer, Kalibrierflüssigkeit herstellen

  • Hallo,
    ich hab' mir jetzt ein Refraktometer geleistet und möchte es jetzt mit einer Zuckerlösung justieren.


    In diesem Thread:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=7868
    schrieb radiolaria, das 80gr Zucker und 20ml Wasser einen Wassergehalt von 20% ergeben. Klingt ja auch logisch, wenn man's auch die Gewichte bezieht.
    Meine Frage: wird die Anzeige im Refraktometer (bzw. natürlich auch der Wassergehalt im Honig) als Gewichtsprozent (dann stimmt obige Aussage) oder als Volumenprozent gerechnet.
    80gr Zucker und 20ml Wasser ergeben nämlich nur 70ml Lösung und davon sind 20ml Wasser, die Lösung hat also 28,6 Vol.% Wassergehalt.


    Weiß da jemand Bescheid?
    Gruß
    Günter

  • Mal abgesehen von deinem Volumen% oder Gewichts% Problem (darauf weiß ich keine Antwort) :


    Kann man 80g Zucker überhaupt in 20g Wasser auflösen ?!
    Beim Futtersirup herstellen ist ja 3:2 das höchste der Gefühle für kaltes Anrühren.
    Beim Erhitzen (zur besseren Löslichkeit) verdampft etwas Flüssigkeit, also eine weitere Fehlerquelle.

  • Bei mir war auch ein "Ölfläschchen" dabei. Stinkt fast wie Petroleum...
    Keine Ahnung, was das ist.:roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Bei meinem war auch so ein Öl dabei.
    Das stinkt nicht nur fast wie Petroleum, das stinkt viel schlimmer als Petroleum, und ist, wie ich gelesen habe, höchst Krebs erregend.


    Deshalb benutze ich meinen Refraktometer extrem ungern, und schrubbe mir danach wie irre die Hände (und trotzdem riecht man das Öl noch - und ja - ich benutze natürlich wenn nötig Handschuhe)


    Es gibt allerdings auch unbedenkliche Kalibrierflüsigkeit zu kaufen (ich glaube es war eine definierte Zuckerlösung)...
    Idee : Apiinvert messen, allerdings wie groß ist da die Schwankung im Zuckergehlat ?

  • Hi,


    die stinkende Kalibrierflüssigkeit ist vermutlich Bromnaphthalin. Ich hatte das Zeug selber mal bestellt, dann aber entsorgt. Honig und sowas passt echt nicht zusammen. Neben dem Refraktometer zur Bestimmung des Wassergehaltes vor Ort habe ich noch ein Aräometer (25 €). Damit messe ich nach dem Schleudern in größeren Gebinden. Zur Kalibrierung des Refraktometers messe ich z.B. Apiinvert erst mit dem Aräometer und kalibriere dann nach diesem Wert das Refraktometer. Macht sich eigentlich ganz gut.

  • Hallo,
    in einem anderen Thread wurde der Kalibrierflüssigkeit 'Bromnaphthalin', die tatsächlich vielen Refraktometern beiliegt, eine starke Karzinogenität (Krebserreger) bescheinigt. Ich weiß zwar nicht was Bromnaphthalin eigentlich ist aber ganz sicher werde das Zeug nicht verwenden (und, qwerty u. Radix , besser nicht so oft daran riechen).


    reiner :
    Hat Nelkenöl immer einen definiert gleichen Brixwert? Und wie hoch wäre der?


    @Alle:
    Das einfachste wäre wirklich eine Saccharose-Lösung, die ja mit einer einigermaßen genauen Waage auch sehr einfach herzustellen wäre - wenn da nicht mein Problem mit Gewichts% und Volumen% wäre.
    Gruß
    Günter


  • reiner :
    Hat Nelkenöl immer einen definiert gleichen Brixwert? Und wie hoch wäre der?


    Ummphff... wat weis ich?? Das Öl war beim Refraktometer mit dabei, sorry, da bin ich kein Experte. Es kommt beim Kalibrieren ja auf den Brechungsgrad an und der muss halt passen, weniger ob nun Zucker drin ist oder nicht.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Die Hersteller der Refraktometer (bei denen ich etwas gefunden habe) schreiben, dass die Skalen auf Gewichtsprozenten Sacharose in Wasser beruhen - bei Honig dann wohl Gewichtsprozent Wasser. Halte ich auch für sinnvoll.
    Warum z.B. in der Honigverordnung einige Inhaltsstoffe in g/100g, Wasser aber in % angegeben ist, verstehe ich nicht.
    Ich habe übrigens eine nette Tabelle gefunden, der man Dichte und Brechungsindex von Zuckerlösungen entnehmen kann.


    Klaus

  • Nee Günter, einmal hat gereicht.
    Ich habe es entsorgt.


     
    Ich denke, es wäre besser, wenn Sie stattdessen diese Pasteurpipette entsorgt hätten.
     
    Sie verleitet dazu, den ganzen Inhalt der Ampulle einzusaugen. Folglich entsteht eine Sauerei.
    Zum Zwecke der Justierung braucht man nur ein winziges Tröpfchen dieser optischen Flüssigkeit und nicht die ganze Ampulle.
    Das Refraktometer soll gekonnt justiert werden, bevor es eingesetzt wird.

  • Hallo Klaus,
    danke, das hilft mir weiter.
    Die Excel-Tabelle muss ich mir in Ruhe anschauen - vielleicht kann man damit eine definierte Saccharose-Lösung herstellen.
    Gruß
    Günter