Preisdiskussion und Vorbildwirkung

  • Hallo,
    nachdem ich mir grad das Tautz-Audiobook bestellt habe (das Honigbienen-Buch war ja sehr gut!), bin ich auf der Suche nach weiteren Tautz-Artikeln auf der "Shopseite" der Beegroup Würzburg gelandet. Mit Schrecken habe ich deren Verkaufspreise:
    http://www.bienenforschung.biozentrum.uni-wuerzburg.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2FFruehlingsbluete.JPG&width=1000m&height=900m&bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3D%22%23ffffff%22%20leftmargin%3D%2210%22%20topmargin%3D%2210%22%20marginwidth%3D%2210%22%20marginheight%3D%2210%22%3E&title=Bild-Vergr%F6%DFerung&wrap=%3Ca%20style%3D%22font-family%3AVerdana%2C%20Lucida%20Grande%3B%20font-size%3A11px%3B%20margin%3A%205%200%200%3B%22%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%7C%3Cbr%20%2F%3EFenster%20schlie%DFen%3C%2Fa%3E&md5=1b7f0e52eb8a19ebfc28dc1138d3f843
    zur Kenntnis genommen! :-(


    Eigentlich finde ich diese Preisgestaltung sehr traurig, weil die in vorhergehenden von Sabine genannten Signalwirkungen der Tautzschen Veröffentlichungen für die Bienen und die Imkerei steht in meinen Augen in keinem Verhältnis zu dieser Preisgestaltung. Schade.


    Gruß
    Ralph

  • Hallo
    Schaut den Tatsachen doch endlich in die Augen. Der deutsche Honig im DIB Glas ist nicht mehr wert.
    Darum verkauft Langnese auch im eigenen Glas.
    Nun aber Spass beiseite.
    Solange jemand nicht auf den Erlös aus seinen Produkten angewiesen ist kommt es immer zu solchen Auswüchsen. Korrigieren kann man so etwas fast nicht, ausser es findet eine konzentrierte Aktion von einer Gruppe/Verband statt welcher Marketingmässig stark geführt wird.
    Das ist aber bei einer Gruppierung von Freizeitimkern schlicht nicht möglich.
    Freundliche Grüsse
    Hugo


  •  
     
    Vieles trägt zur Verreckung des Imkers bei!

  • Was kann man schon tun, wenn der Nachbarimker von diesem Preisdumping keinen Abstand nimmt...?


    Das beste Argument, daß hier aus dem Forum kam:


    Der Preis ist schon o.k., wenn sein Honig nicht mehr wert ist... :roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Im Vergleich zu dem, was mir der Sohn eines Imkers erst vor wenigen Tagen "gestand", sind die Preise ja noch mehr als in Ordnung. Der verkauft seinen Honig, weil er schon nicht mehr weiß wohin, für 4,50 € / kg (!!!). DAS ist Dumping. Aber was kümmert es mich. Qualität hat seinen Preis und noch ein jeder, der bei mir Honig gekauft hat, ist wieder gekommen ...

  • Hallo,
    alles schön und gut (bis auf den danebenliegenden Beitrag des Symetrischen), nur es ist ein Unterschied, ob Imker xyz auf dem platten Land zwofuffzig verlangt, weil das hat er auch schon zu Markzeiten so getan hat, sondern es ist eine von mir hochgeschätzte Institution, die im Moment sehr viel Positives für die Imkerei bewirkt!
    Mein Kollege verkauft seine Tonne Honig bestimmt auch wieder für nicht mal 2TEUR...:-(
    Und der bemüht sich sehr um ein hochwertiges Produkt, ohne chem./synth. Behandlungsmitteleinsatz!


    Gruß
    Ralph

  • @jjsxsjj
    Diese Diskussionskultur Deinerseits ist wirklich mit "Vorbildwirkung" :evil: :evil: :evil:
    Lass es halt! Man kann sich auch normal unterhalten! :daumen:


    Wenn der ein oder andere Imker seinen Honig nicht verkauft bekommt, dann liegt es häufig daran, dass er zwar ein guter Imker ist, aber ein schlechter Verkäufer. Das gab es schon zu allen Zeiten. Der eine kann eben "das" gut, der andere etwas anderes.


    Schlimm ist es nur, wenn dann gute Qualität zu einem sehr billigen Preis auf den Markt geworfen wird. Aber auch mit Masse kann man Geld verdienen. Das heißt dann Neudeutsch "Rationalisierung". Ein Imker, der 50 Völker nebenberuflich bewirtschaftet, hat gar nicht die Zeit, wie viele Imker die "nur" ein oder zwei Völker ihr eigen nennen. Sicher bleibt da viel Freude an der Imkerei auf der Strecke, aber bei 50 Völkern wird halt in der Regel mindestens das 50 fache an Honig produziert als bei nur einem Volk. Und der will erst einmal verkauft sein.


    Ich finde da die Honigerzeuger-Genossenschaften eine gute Institution, auch wenn ich bisher nicht darauf zurückgreifen musste. Wenn mir Honig fehlt, dann konnte ich bisher immer auf den Honig von befreundeten Imkern zurückgreifen. Die waren dann auch froh, dass ich Ihren überzähligen Honig verkauft habe. Im übrigen mit Hinweis darauf, dass dies nicht mein Honig war!!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Alle Jahre die gleiche Diskussion!
    Es geht loß, die Imkers haben Zeit.
    Solange wir unseren Qualitätskonig für nen Appel und ein Ei an Großabfüller verramschen (müssen) um die 5 Tonnen aus dem Keller zu bekommen, können wir uns alle Sprüche schenken!!!!!
    Dann ist da noch der ANDERE Imker der seine GUTEN Kunden zu Hause mit Sonderpreisen beschenkt, damit ist ein vernünftiger Preis kaum vermittelbar. Selbst in einem Verein herrscht da keine Einigkeit, "Du kannst mir nicht vorschreiben zu welchem Preis ich meinen Honig verkaufe!"
    Es kämpft halt jeder für sich. Die Großen kann man einfach mal nicht beliefern, also diesen Sumpf trockenlegen, nur stehen dann 10 Tonnen im Keller und man hat ein Vermarktungsproblem. Mit den Großen isses so bequem, Honig hin Kohle aufs Konto und man ist den Mist loß! Wer stellt sich schon gerne auf den Markt und zankt sich mit Kunden rum, die einem die ALDI-Preise um die Ohren hauen. Jetzt beißt sich der Hund in den eigenen Schwanz! Nur man merkt es nicht, man liefert, kassiert und zieht den Kopf ein und klopft Sprüche!
    Knäcke

  • Ich diskutier mit meinen Kunden nicht - und die nicht mit mir. :)
    Die anderen, die Nicht-Kunden, würden gerne diskutieren - aber mit denen will ich nicht. Ich denk mir dann jedes mal: Keiner zwingt dich. Take or leave it. (Hat ein Indianer in einem kanadischen Reservat zu einem Freund von mir gesagt, als der bemerkte, dass das Benzin bei ihnen schon teuer sei. *gg*)
    Ich weiß, wenn man den Honig im Keller in Hundertern und nicht in Tonnen zählt, redet es sich leicht. Aber bevor ich meinen Honig für 1,50 € das Kilo verscherbel, verfütter ich ihn lieber im Herbst an die Bienen oder schleuder einfach nicht mehr. Dann erfreue ich mich an den Bienen, widme mich in bescheidenem Rahmen der Zucht und lass den Honig, wo er ist.

  • ...Solange wir unseren Qualitätskonig für nen Appel und ein Ei an Großabfüller verramschen (müssen) um die 5 Tonnen aus dem Keller zu bekommen, können wir uns alle Sprüche schenken!...


    Hallo Knäcke,
    wie das preiswürdige Verkaufen bei mehreren Tonnen geht, weiß ich allerdings auch nicht. :roll:
    Doch ich denke, dass es Großimker gibt, die ihre Tonnen Honig nicht für 1,99 das Kilo verscherbeln (müssen?).
    Wie gesagt, ist nicht meine Baustelle. Würde mich aber interessieren!
    Gruß
    Ralph

  • Hallo
    Wenn ich mir Eure Honigpreise so ansehe wird mir Übel, bin also wirklich in einem gelobten Land. Verkaufe den Honig privat ( 45 Völker), ob Blüten (größter Teil in Cremeform), Wald oder Kastanienhonig das 1/4 kg um 2,90 1/2 kg um 4,40 und den kg um 8,00 Euro + 0,40 Cent Glaseinsatz. Wichtig ist das man eine gute Antwort auch auf jeder Frage des Kunden gibt, komme mir oft wie ein Beichtvater vor ( Wochenmarkt). Wenn jemand wegen dem Preis jammert bitte dann soll er den billigen kaufen, zu solchen Preisen verschleudere ich keinen Honig. Wenn eine Sorte wirklich mal ausgehen sollte dann wird bei einem bekannten Imker angekauft.
    Gruß
    Franz aus der Steiermark