Wachsmotten

  • hallo,
    habe vor einigen tagen früh mal wieder am flugloch gerochen.
    dabei habe ich zum ersten mal gesehen wie eine wachsmotte eindringt.


    sie rannte mit mordstempo durchs flugloch an den wächtern vorbei...zum glück in´ne kiste mit glas hinten dran...ich schnell nach hinten ran an die scheibe, da war sie auf dem boden und rannte wie aufgezogen um ihr leben. es kümmert sich niemand der anwesenden damen direkt um sie, aber immer wenn sie an bienen vorbeikam, reagierten die als wenn sie die wachsmotte schnappen wollen, verfolgten sie aber nicht...nach 10 minuten immer noch die gleiche situation, leider musste ich zur arbeit.


    vermute mal die wachsmotte macht das so lange bis sie ´ne ritze oder ruhigen bereich im stock findet zu verstecken.


    was denkt ihr ? hat jemand ähnliches auch schon beobachtet ?


    bis bald

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Wie breit ist dein Flugloch?
    Bei meinen aktuell zwischen 6 und 12cm, und da kommen sie NICHT an den Wächterinnen vorbei....:cool:


    edit: meine Flugbretter liegen 24mm unterhalb des Fluglochs, mag sein, es liegt daran...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • breit sind sie nicht (7 cm), aber leider etwas zu hoch geraten (ca.2 cm)
    ->selbstbau...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • vor allem fix und schlau die kuscheligen tierchen:)


    letztes jahr um die zeit waren in´nem wilden hummelnest haufenweise wm- maden die gerade alles wachsige aufgefressen hatten. die wachsmotten gehören wahrscheinlich einfach mit zu den bienen.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • vor allem fix und schlau die kuscheligen tierchen:)


    letztes jahr um die zeit waren in´nem wilden hummelnest haufenweise wm- maden die gerade alles wachsige aufgefressen hatten. die wachsmotten gehören wahrscheinlich einfach mit zu den bienen.


    Die gehören auch mit in den Bienenkreislauf. In der Natur sorgen die nämlich dafür, daß die alten schwarzen Schinkenwaben wieder abgebaut werden. Die Motte ernährt sich nämlich nicht vom Wachs, sondern von den alten Häutchen.
    Daß dabei das Bienennest insbesondere die Brut bei großem Befall maßiv gestört wird, liegt auch im Sinn der Natur. Der größte Befall ist bei schwachen Völkern und bei sehr alten Waben zu finden. Diese sterben dann ab, und um den Bau kümmern sich Motte und Co. Nach einer geraumen Zeit ist die Höhlung wieder sauber und frei von Bienenmilben und -krankeiten. Irgendwann kommt dann ein junger Schwarm und kann ganz frisch von vorn die Wohnung neu tapetzieren.

  • Zitat

    Die gehören auch mit in den Bienenkreislauf. In der Natur sorgen die nämlich dafür, dass die alten schwarzen Schinkenwaben wieder abgebaut werden. Die Motte ernährt sich nämlich nicht vom Wachs, sondern von den alten Häutchen.

    Genau so ist es Radiolaria,
    den Maden dient nicht das Wachs zur Nahrung, sondern vielmehr die von den Bienen herrührenden Rückstände in den Zellen, wie Nymphenhäutchen oder Kotreste; vor allem aber ist der Pollengehalt des Wachses eine gute Nahrungsquelle für sie. Es ist darum erklärlich, dass die Rankmaden in alten Waben mit vielen Rückständen einen geeigneteren Nährboden finden als im jungen Wabenbau.

    Beste Grüße

    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo,


    die Wachsmotten finden überall eine Möglichkeit ihre Eier abzulegen, finde die Maden auch manchmal an Ritzen der Fenster bei meinen HBB. Ich staune nur über euren kleinen Fluglöcher, bei den Magazinen gehen die über die ganze Breite der Zarge. Da haben die Motten und ihre Nachkommen schlechte Überlebensschancen, wenn genug Bienen drin sind, und in allen Ecken rankommen.


    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Der Tip mit der Essigsäure bei Lagerwaben ist gut, aber muss ich mir wirklich keine Sorgen um meine einzargigen Ableger machen?
    Die Ableger sind wohl kräftig und wirken soweit gesund. Aber ich war mangels neuer, gezwungen auch alte Waben einzuhängen.
    Wie seht ihr da die Chancen?
    Kann ich die Motten bis im Frühjahr drin lassen und dann die Waben erneuern?
    Und gibt es wirklich keine andre Möglichkeit die Wachsmotten im laufenden Volk zu bekämpfen als auspulen oder abklopfen?
     
    Gruß
    Markus
    P.S.
    Übers abklopfen hab ich hier noch nix gelesen drum noch schnell die Erklärung:
    Wenn man mit dem Stockmeisel einige Male (20 -40 mal) auf das Rähmchen der Wabe klopft flüchten die meisten Motten aus ihren Gängen und können am Boden zertreten werden. Aber eben leider nur die meisten.

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik

  • Hallo Markus,
    was heißt die Motten bis ins Frühjahr drinlassen?
    Waren Deine alten Waben sichtbar von Motten befallen? Dann natürlich nicht verwenden.
    War nur eine einsame Larve am wirken, dann diese gezielt entfernen und das Gespinnst ebenfalls. Waben die von Motten befallen sind bzw. stark mit Fraßgängen durchsetzt sind werden von Bienen nicht angenommen und auch nicht repariert.
    Gruß an alle Imkerinnen und Imker

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Danke Eisvogel
    Da hab ich wohl noch etwas Arbeit.
    Und kann nur hoffen das ich nicht zu viele unbrachbare Waben finde,
    diese zu ersetzen dürfte mir schwer fallen.


    Gruß
    Markus

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik

  • 'n Morgen,
    wenn man den Ableger nicht so einengen kann, daß alle Waben ausreichend von den Bienen besetzt werden (wäre bei Hinterbehandlung evtl möglich), um eine mögliche (oder schon vorhandene) Motteninvasion zu verhindern, dann sollte man, auch aus hygienischen Gründen selbigen auflösen, weil ein Ende mit Schrecken an dieser Stelle meiner Meinung nach besser ist, als zu der fortgeschrittenen Jahreszeit noch auf ein Wunder zu hoffen.


    Übrigens, ob die Wachsmotten wirklich nur von den Nymphenhäuten der Bienen leben, wage ich zu bezweifeln. Ich hatte mehrere Wachsblöcke übereinander gestapelt - selbst dazwischen hatten sich welche versucht....
    Auch Mittelwände bzw. unbebrütete Waben werden u.U. in Ermangelung älterer Waben durchaus genauso gnadenlos zerbröselt, wie ältere. Die Wachsmotten müssen also in der Lage sein, das für viele andere Lebewesen unverdauliche Wachs, zu verwerten.


    Unterscheiden kann man außerdem die "große" und die "kleine" Wachsmotte .... wie der Name, so der mögliche Schaden.


    Aber wie schon von den Vorrednern gesagt, für ein normal starkes Bienenvolk, das in einer zur Volksstärke passenden Beute wohnt, stellen beide keine wirkliche Gefahr dar. Bekämpfunsmaßnahmen im Bienenvolk sind mir nicht bekannt - wobei Ameisensäure gegen die Varroa u. U. vielleicht auch nebenbei die Maden der Wachsmotte verätzen könnte... klappt jedenfalls bisweilen im Wabenschrank.


    Grüße ralf_2

  • Morgen zusammen
    Nachdem ich heute mittag mal bei den Ablegern die Deckel gelüftet hab und stichprobenhaft die dunkleren Waben gesichtet hab, habe ich keine Schäden feststellen können.
    Die drei Ableger füllen die eine Zarge in der sie stehen praktisch völlig aus.
    alle Waben sind voll besetzt und das Brutnest ist bis zur Zargenwand ausgedehnt.
    Es ist also wohl davon auszugehen das ich mir mal wieder zu früh Sorgen gemacht habe.:oops:
     
    Trotzdem Danke
    Markus

    Wenn zu perfekt, liebe Gott böse! Nam June Paik