• Michael : bei uns war das Wetter komplett anders als bei euch.
    März: ziemlich verregnet und nicht unbedingt Flugwetter.
    April: heiß und viel zu trocken, es hat fast 5 Wochen am Stück nicht geregnet.
    Mai: Regen, Regen, Regen.
    Wo soll da der ganz große Pollenschub hergekommen sein?
    Der Raps hat hier geblüht und keine Bienen drin, weil kein Nektar, und danach ist er verregnet....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Na, immerhin weiß ich jetzt, daß Rapspollen ziemlich gesund für Bienis ist:
    http://www.honeybee.com.au/Library/pollen/brassica.html
    Leider eine australische Seite, also nicht so sehr viele Pflanzen dabei, die wir auch hätten.
    Die Anforderungen stehen hier: http://www.honeybee.com.au/Library/pollen/nutrition.html , ich bitte zu beachten, daß der Pollen/Eiweißbedarf unter Streß um 20% und mehr steigen kann.
    Und anscheinend ist der Iso-Leucingehalt der Knackpunkt.
    Soja kommt mir aber deshalb trotzdem nicht ins Haus, ich zweifele an der Verdaulichkeit in Verbindung mit dem Ballaststoffgehalt. In Australien können sie wahrscheinlich im Winter öfter raus als hier..:roll:
    Es gibt aber wirklich so gut wie nichts im Netz zu finden.
    Wäre das nicht mal eine lohnende Diplom- oder Doktorarbeit für einen Botaniker?
    Aminosäureprofile von Pollen aller gängigen Trachtpflanzen und ihre Bedeutung für die Honigbiene?
    Der ewige Dank der Imkerschaft wäre ihm gewiß....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Genau in diese Richtung habe ich auch schon gedacht und Versuche angestellt. Da derlei mit naturgemäß imkern für mich nicht vereinbar ist, hab ichs auch schnell wieder vergessen. Wohin derlei Praktiken führen - dafür liefert uns zur Zeit die nordamerikanische Bienenindustrie Hinweise genug.


    Grundsätzlich gilt: Kein Standort verträgt beliebig viele Völker. Wo das Optimum liegt, muß ich jeweils ausloten.


    Pollenfalle: Ich verwende untergesetzte - kein Verflug.


    Pollenreinigung: Da hab ich von den Lusbys was genial einfaches gesehen: Heizlüfter als Ventilator. Auffanggefäß davor und tiefer gestellt. Pollen in dünnem Strahl rieseln lassen.
    Oder: Bei gutem Wind im Freien ausblasen lassen.


    Gewinnung von Bienenbrot in größerem Maßstab: Frisch geernteten, gereinigten Pollen im Hobbock zerreiben, von wegen fettig und färbend mit Handschuh oder übergestülptem Gefrierbeutel. Feststampfen. Deckel drauf.
    Mindestens 3 Tage bei 32 - 35 Grad Celsius in Wärmeschrank stellen. Danach noch 3 Wochen Standzeit bei Zimmertemperatur.


    MfG
    Mannfred

  • Hallo Zusammen,
    eben kam die neue Schweizerische Bienenzeitung bei mir an. Beim Querlesen habe ich den dritten Teil eines Artikels zum Thema Pollenernährung und Volksentwicklung gelesen. Dabei ist mir dieser "Faden" hier eingefallen.
    Im Artikel wird auf die ausführliche Version des Beitrages verwiesen der unter
    http://www.alp.admin.ch/themen…/00529/index.html?lang=de
    zu finden ist. Zwei PDF-Dokumente zum herunterladen.
    Dort wird u.a. auch auf den Einfluss von "Pollenergänzungsmitteln auf die Volksentwicklung" eingegangen.
    Gruß an alle Imkerinnen und Imker

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010