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  • Hallo Meli
    Probiere es doch mit einigen Völkern paralell zu Deinen Schweitzerkästen, in einem neuen Wabenmaß. Jedoch bleibe bei der Bienenrasse welche in Deinem Einzugsgebiet einheimisch ist, Klima usw. Diese paar Franken ist eine Gegenüberstellung allemal wert, muß jedoch ohne Vorurteil geschehen.
    Bin schon auf das nächste Jahr gespannt auf die Vor bzw. Nachteile.

    Gruß
    Franz aus der Steiermark

  • Hi,


    ich habe auch noch ein Volk Dunkle aus .be. Sozusagen als Museumsvolk :-D .
    Weitermachen werde ich damit vsl. nicht. Ich lasse es halt so mitlaufen. Dazu ist der "qualitative Unterschied" doch zu groß. Das Volk sieht aus wie Dunkle halt aussehen sollten, verhält sich auf der Wabe ähnlich flüchtig und zeigt heftig den Stachel wenns mal schlecht gelaunt ist. Und das ist halt öfter als ich es gewohnt bin (halte mich in der Beziehung übrigens nicht für ein Weichei...). Schwarmtrieb kann ich schlecht beurteilen. Das Volk kam schlecht aus dem Winter und musste verstärkt werden, ist nun aber gut beieinander. Honigertrag war unterdurchschnittlich, auch in Anbetracht der schlechten Auswinterung, das konnten andere viel besser, die ebenfalls auf 49er in 32er sitzen.


    Lustig war allerdings, dass dieses Volk als einziges am Stand von 11en, zur Zeit der Lindentracht auch NUR Linde nach Hause brachte! Alle anderen mischten mit irgendwas sonst. Das war aber dann auch die einzige Ernte von dem Volk (eine Flachzarge).

  • Hallo Eisvogel
    Danke für die Klärung hab das wohl zu ernst gelesen und falsch ein geschätzt,hab mich auch komisch aus gedrückt bin leider kein Schreiberling
    imkerliche Grüße

  • Hallo Reiner Schwarz


    Das war aber dann auch die einzige Ernte von dem Volk (eine Flachzarge).


    Das würde ja noch nicht mal zum natürlichen überleben reichen... da muss doch was mächtig faul mit sein???
    naja jedenfalls danke für die Info
    mein erstes Jahr mit einem dunkle Bienenvolk hat mich eigentlich postiv überascht. Volk ging bis auf 5 Zargensegeberger,Honigernte ,habs nich gewogen,aber konnte locker mit den anderen mithalten wobei zu beobachten war das die dunklen irgendwie andre Flugverhalten zeigten die waren schon am fliegen wenn die anderen noch keine Lust hatten,weswegen auch immer aber die fliegen schon bei kühleren Temeraturen rum.ob das als Vorteil zu deuten ist kann ich nicht beurteilen.Sicherlich gibts da wie so überall bestimmt gravierende Unterschiede
    naja mal sehn wie es weitergeht
    Nochmals danke an Alle die geantwortet haben
    imkerliche Grüße

  • Hallo Herby,


    bei mir leben alle Völker in einem einräumigen Brutraum. Diese in Zander, wie gesagt kleine Zellen und 32mm Wabenabstand, also 11 Waben, was zellenmäßig etwa 14 "normalen" entspricht. 12kg Honig reichen aber sonst schon zum Überwintern. Im Brutraum iss ja auch noch was.


    Dunkle Bienen die fünf Segeberger vollmachen können eigentlich IMHO keine echten Dunklen mehr sein, auch wenns Freude macht.

  • Hallo Franz.


    Werde mir über den Winter einige Magazine bauen, weiss noch nicht recht ob Dadant oder Langstroth --> muss mich noch schlau machen; aber in der Rubrik Bienenbeuten hats hier im Forum zum Glück jede Menge Treads!
    Werde dann sicher wieder berichten.


    Mit Gruss Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Hallo,
    habe Reinrassige Braunelle aus dem Salzburg und diese gehen bei mir auf 3 bis 4 Segeberger Magazine. In ca. 3 bis 4 Km war bei mir dieses Jahr ein Sonnenblumenfeld nur meine Mellis haben vondort Sonnenblumenhonig geerntet meine Carni Mischlinge jedoch nicht. Das mit der Flugkraft stimmt also :daumen:

  • hallo,


    reiner
    also ich denke bei der genetischen vielfalt der bienen können von einem einzelnen volk keine allgemeinen schlussfolgerungen gezogen werden.



    wer für wirstchaftsvölker an leistungsfähigkeit interessiert ist, sollte mal die f1 - mischpoke zwischen mm und landmix-c (mittlerweile auch b) ausprobieren (achso, äh standbegattung natürlich).
    aus, wenn auch wenig, eigener beobachtung an 3 völkern kann ich von sehr guter brutentwicklung berichten. 2 dnm zargen mit absperrgitter drüber als brutraum und 2 zargen honigraum wurden ihnen im vergleich zu den reinen c-kollegen schnell zu eng während der rapserei, so dass sie ihr potential nicht ausreizen konnten.


    werde nächstes jahr mehr brutraum geben - vielleicht mal ohne absperrgitter probieren.


    tschüsssssssssss

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • molle


    Das ist nicht mein erstes dunkles Volk und nur mittlerwele mein Letztes. Meine Erfahrungen mit den Vorgängervölkern könnte ich auch noch schildern. Die waren von anderer Herkunft und auch nicht berauschend.


    Die Züchter der Dunklen haben offensichtlich ihre Biene in den letzten Jahrzehnten auch weitergezüchtet. Wenn ich mir die Drohnenvölker auf den Belegstellen der Dunklen Biene im Alpenraum ansehe kommen die z.B. mit einem Brutraum Kuntzsch zurecht, mehr _brauchen_ die nicht! In unserem Landstrich waren früher die sog. "Berchtesgadener Beuten" gebräuchlich, ein Zwischending von Hinterbehandlung und Magazin für acht (!) DN-Waben im Brutraum!!! Die stammt aus Zeiten der Mellifera. Die Braunelle in Tirol ist eben eine braune Biene die von vielen nur noch als eine auf niedrigen Flügelindex ausgelesene Carnica betrachtet wird (bitte nicht mich hauen!).


    Ich sehe bei der Dunklen wirklich das Problem, dass man sich schon recht stark von den ursprünglichen Populationen und deren Eigenschaften entfernt hat. Ausserdem ist die Selektionsbasis eng geworden und damit die genetische Vielfalt erodiert. Einige Zuchtpopulationen werden traditionell sehr eng geführt, eine Auffrischung mit Bienen anderer Dunklen Populationen wird abgelehnt. Das kann mittelfristig schon zum Kollaps führen, manchmal schon ersichtlich durch erhöhte Kalkbrutanfälligkeit und auch Kurzlebigkeit der Bienen. Die meiner Ansicht nach vitalste Population dürfte die Schweizer Landbiene sein, dort sind noch satte Völkerzahlen vorhanden, jedoch dürfte auch durch die schon seit über hundert Jahren stattfindenden Importe und die unsicheren B-Belgestellen einiges an C-Blut enthalten sein. Eine Selektion auf Körpermerkmale wird da nicht viel weiterbringen, sondern den Weg nur noch enger machen.

  • Hallo Reiner Schwarz


    Dunkle Bienen die fünf Segeberger vollmachen können eigentlich IMHO keine echten Dunklen mehr sein, auch wenns Freude macht.


    Meinste ich hab gar keine dunklen in der Kiste ???
    Muss aber auch sagen ich halte meine Bienen auf zwei Zargen,einzargig tu ich nix mehr halten denn damit hab ich keine guten Erfahrungen gemacht,da wird doch der natürliche Lebenswille stark beeinflusst durch den Imker und im Frühjahr ist es jedenfalls ein nahvollziehbarer Nachteil feststellbar,sicherlich spielt da der Standort und was weiß ich noch alles nee Rolle bei.Völker die nur eine Zarge belegen tun und wollen, haben bei mir keine Daseinsberechtigung dafür sollen sie sich eine andre Wohnung suchen hohle Bäume gibts ja auch noch, nicht in meinen Beuten.
    Möchte gerne mal wissen wie so die Volkstärke der anderen dunkle Bienen -Imkers ist,bitte mal melden.
    Oder ist etwa die Aussage von Reiner das Normale???
    naja habe ja einige Ableger erstellt und mal sehn wie es nächstes Jahr so weiterläuft.
    imkerliche Grüße

  • @ reiner
    das du da mehr erfahrung hast, hatte ich schon vermutet.


    ich denke die mm ist dort am fittesten wo sie noch in grossen gebieten, teilweise unbeeinflusst durch züchtung gehalten wird. das dürfte bei der unterartentauscherei in europa allerdings selten, wenn überhaupt noch möglich sein (ländliche gebiete nordost -polens oder -russlands und schutzgebiete vielleicht).


    interessant sind die berichte eines alten imkers in meiner gegend über den wechsel von der zweietagigen hinterbehandlung zum magazin in der ddr.
    das war hier alles c-reinzuchtgebiet zu der zeit!!! die letzte mm-zuchtlinie bei magdeburg endete in den 50ern.
    von 40 völkern schaffte nur 1 volk den wechsel zu mehr raum im magazin problemlos. (übrigens hatte ihm genau das volk in den hb-beuten mit der schwärmerei immer arbeit gemacht!)
    seiner meinung nach ist die biene in die kleinen kisten "reingezüchtet" worden. siehe auch die bauernkästen im c-herkunftsgebiet.


    ich schlussfolgere daraus, dass es nicht an der unterart, sondern an der auswahl durch die halter einer gegend liegt welchen raum bienenvölker füllen können.


    bis nachher denn

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Meinste ich hab gar keine dunklen in der Kiste ???


    Das musst du selber entscheiden! Wichtig ist grundsätzlich ob denn die Eigenschaften noch Mellifera-mäßig sind! Bei den Flugzeiten alleine gibts auch bei meinen Buckfastlinien Unterschiede.


    Einzargig heisst bei mir entweder Dadant und 1 1/2 Zander oder aber Zander wie beschrieben mit kleinen Zellen und geringerem Abstand also 11 Waben in der Kiste. Zweiräumig ist zu umständlich. Wenn aber aus dem einen Brutraum vier Honigräume vollgemacht werden (parallel nicht seriell), ist für mich alles OK, dann brauch ich auch unten nicht reinschauen.


    Ich will ja nicht behaupten, dass meine Erfahrungen auf alle Dunklen zutrifft! Weit gefehlt! Aber so waren sie halt, und für mich ist das Thema nach sechs Jahren nun abgehakt - bis auf das Museumsvolk.

  • Hallo liebe Dunkle Bienenfreunde
    Möchte mal meine bisherigen Beobachtungen und gemachten Erfahrungen etwas darlegen und erfahren ob eventuell andere dunkle Bienenbetreuer die Aussagen eventuell auch so ersehen b.z.w. bestätigen können.Habe von meiner erworbenen Reinzuchtkönigin nun bisher einige F1 Ableger erstellt und diese, wie sonst anderes für mich nicht möglich,über Standbegattung versucht hilftreich zum Leben zu erwecken.Nun ist mir dies Jahr besonderes aufgefallen das Eigenschaften und Verhaltensmuster vorhanden sind,die ich bisher in meiner Imkerzeit so nicht kannte und die ich persönlich für das Bienenleben als recht positiv einschätze.Musste bei den F1 Ablegern von vorigen Jahr feststellen das sie fast komplett die unterste Zarge mit Pollen voll gedonnert haben und ich somit mit erstauen feststellen durfte das dadurch nur noch eine Zarge in DM als Brutraum zur Verfügung war und somit ein freies Ausleben des Biens wegen des Absperrgitter das Brutverhalten recht massiv eingeschränkt wurde.Weiterhin lässt sich ein erhöhtes mit Propolis händeln ersehen.Sind nun diese zwei besonderes ausgeprägten Verhaltensmuster nicht als ein recht positives Verhalten in Bezug auf ein gesundes Bienenlebnes ein zuordnen??? Das genauere beobachten bringt natürlich auch noch einige andere intressante Verhaltensweisen mit sich die ich bisher so nicht kannte,vielleicht sollte man mal drüber diskutieren und Erfahrungaustausch würde den Dunklen Bienen bestimmt nicht schaden.
    Wie denkt eventuell die Leserschaft drüber??Währ mal doch nee Diskusionsrunde und der Versuch eines Erfahrungsaustausch wert.Mir stellt sich da schon die Frage ob sich ein erhöhtes Pollensammeln und ein mehr an Propolis verarbeiten nicht sogar einen positiven und entscheidenen Einfluß auf die Gesundheit des Biens ausüben vermag.
    bei irgendeiner Antwort
    besten Dank im Vorraus
    imkerliche Grüße

  • Hallo Herby,
    vermehrte Verwendung von Propolis habe ich auch festgestellt.
    Neue Rähmchen sahen in der ersten Saison schon so aus, wie zig Jahre im Gebrauch.
    Auch das gute Pollensammeln und -einlagern ist mir aufgefallen.
    Das führt meiner Meinung auch dazu, das die Dunklen bei Schlechwetterzeiten ihre Brut halten, während andere Bienenherkünfte mit Einschränken der Brut reagieren.
    Die Dunklen finden auch viel mehr , besser anderen Pollen.
    Das aus Beobachtung von Völkern, die aus verschiedenden Herkünften nebeneinander standen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.