Nektar- und Pollenwert

  • Hallo,


    ich versuche die Geheimnisse der Nektar- und Pollenwerten zu
    ergründen.


    Die Werte 1 bis 4 scheinen ja irgendwie in jedem Trachtbuch oder
    Lexikon auf. Wobei ich annehmen muß das das irgendwer einmal
    (geschätzt) festgelegt hat (Zander ?) und alle anderen schreiben nach.
    Wie soll man es sonst wissen.


    Zum Nektar gibt es vereinzellt noch Wertangaben für:
    Nektarmenge in mg/24h (pro Blüte)
    Zuckerkonzentration in % und
    Zuckerwert in mg (in einem Buch auch mg/24h)


    Selten findet man alle drei Werte.
    Wobei ja der Zuckerwert sich aus der Nektarmenge und der
    Zuckerkonzentration ergeben soll. Ich konnte aber noch keine
    mathematische Beziehung finden.


    Daraus ergeben sich einmal zwei konkrete Fragen.
    1.
    Entspricht der Nektarwert 1 bis 4 Wertebereichen von
    Zuckerkonzentration ( z.B. 0-20% = 1) oder Zuckerwert.
    2.
    wie errechnet sich der Zuckerwert.


    Zu dem Pollenwert habe ich noch überhaupt nichts gefunden.
    Geht es da nach Eiweiß oder Fettwerten ?


    Schöne Grüße
    Josef

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • also ich weis nur das meine bienis pollen und nektar sammeln von blüten .
    mehr weis ich leider au nichts

    ja ich bin der Lukas ich hab 0 völker auf dnm in segeberger kästen.

  • Hallo, Josef,
    nein, da gehst du gerade von falschen Voraussetzungen aus.
    Soooo hoch wissenschaftlich ist das System dahinter gar nicht.:wink:
    Erstens beziehen sich alle Werte lediglich auf zur gleichen Zeit blühende Pflanzen, da sind also schon mal Krokus und Linde nicht vergleichbar.
    Zweitens sind die Werte völlig relativ als 1: geringe Tracht, 2: mäßig, 3: gut, und 4:sehr gut eingeteilt, es sagt also lediglich, wieviel Nektar oder Pollen diese Pflanze jeweils liefert im Verhältnis zu allen anderen dieser Zeit, aber nichts über deren Inhaltsstoffe oder gar biologische Wertigkeit.
    Außerdem hängt es wie immer sehr vom Wetter ab, ob und wieviel eine Pflanze honigt oder auch pollt.:wink:
    In meinem ersten Sommer hier war kaum eine Biene auf den vielen Schmetterlingsfliedern zu sehen, es war nahezu staubtrocken; in den letzten beiden regenreichen Sommern sind alle Hymenopteren in Mengen darauf zu finden, und es wird sogar Pollen davon gesammelt.
    Nimm solche Werte einfach als Daumenregel, was man in der näheren Umgebung pflegen sollte; ob es sich tatsächlich lohnt, hängt dann nicht von der Zahl im Buch ab.
    Bitte kauf dir mal "Das Trachtpflanzenbuch" von A.Maurizio, da steht im ersten Teil eine Menge zu den Inhaltsstoffen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Erstens beziehen sich alle Werte lediglich auf zur gleichen Zeit blühende Pflanzen, da sind also schon mal Krokus und Linde nicht vergleichbar.


    Da hast du recht :daumen:


    Dieses Jahr haben bei mir einige Borretsche den Winter überlebt und haben dann im März/April geblüht. Bienen waren da aber keine anzutreffen, nur Hummeln.


    Nun ist es umgekehrt, viele Bienen und kaum Hummeln.


    Daher glaube ich das es bei Obstblüten oder Löwenzahn mehr Nektar zu holen ist als beim Borretsch.

  • Hallo Josef,


    willst du Wissenschaftler werden oder bist du einer? Sabiene hat auf Bücher hingewiesen das ist Theorie.Wir als Imker müssen dafür sorgen das ein "Trachtfließband" und Pollenversorgung für die Bienen das ganze Jahr vorhanden sind, also Bäume und Blumen pflanzen. Die Bienen holen sich immer vom besten Angebot.


    Mit besten Wünschen Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Drobi : es ist für einen Anfänger aber ganz nett, nachlesen zu können, was überhaupt für die Bienen interessant sein könnte, nicht jeder kommt als Botaniker zur Welt...:wink:
    Und die Angaben in den Büchern sind ja nur "relativ", es hängt viel zuviel vom Wetter ab.
    Was nützen dir 100 blühende Weiden, wenn es den Pollen verregnet und kein Flugwetter ist?
    Und die Bienen holen leider nicht immer vom besten Angebot, siehe das Sammeln von Birnenrost oder auch Sägemehl...:cool:
    Wir haben aber schon mehrere Threads über Bienenpflanzen...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo.


    Danke für Eure Antworten. Besonders Sabi(e)ne als "Anführerin".
    Das sich alle Werte lediglich auf zur gleichen Zeit blühende Pflanzen
    beziehen, lese ich hier ja zum ersten Mal.
    Das mit der Wetterabhängigkeit ist mir schon klar (noch dazu auch
    verschieden stark)


    Es gibt zwar in den Lexikonen (Schönwetter) Werte über Nektarmenge und
    Zuckerkonzentration und der Zuckerwert soll ein Richtwert für die Honigernte
    sein, muß aber sagen das ich diese Begriffe in der Praxis (Imkerabend etc.)
    noch nie gehöhrt habe.


    "Das Trachtpflanzenbuch" habe ich schon in einigen Buchempfehlungen gesehen.
    Ist das ein Urautor oder schreibt er auch nur ab.


    Schöne Grüße
    Josef


    p.s. der gute Buchtip ist leider vergriffen.

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Guten Morgen, Josef,
    Anna Maurizio ist wohl durchaus als "Ur-Autorin" zu betrachten, die Dame war höchst fleißig.
    Das Buch ist aber kein buntes, sondern gibt kapitelweise Überblicke über Pflanzenfamilien, und hat einen tabellarischen Anhang, nach Lagen (alpin, Moor, etc) geordnet, in dem die jeweils vorkommenden Pflanzen aufgezählt und bewertet werden.
    Es ist schon etliche Jahre alt, war aber sehr lange das einzige dieser Art und von daher sehr hilfreich.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Drohn,
    ja!
    Beispiel Linde:
    Bei uns honigt sie "zuverlässig", in den sandigen Gebieten z.B. der Senne versagt sie.
    Liegt am Boden, am Grundwasserstand, Luftfeuchtigkeit ...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.