Problem mit Hornissen

  • Hallo zusammen mal wieder:


    Ich habe bei meinen beiden Jungvölkern beobachtet, daß sich jeweils eine
    Hornisse eine Biene vor dem Flugloch gefangen, diese abgestochen und
    verspeist hat. Ist das ein Vorzeichen für eine Honig-Räuberei durch Hornissen?
    Oder kann es mir passieren, daß ich jetzt, wo schon zwei Hornissen zuge-
    schlagen haben, durch weitere Hornissen noch vielmehr Bienen verliere?
    Wie ist die Beobachtung zu interpretieren und was kann ich im Ernstfall gegen Hornissen tun, um sie von den Stöcken fernzuhalten?
    Danke schonmal für Eure Antworten!
    Ciao!

  • Hallo Prince,
    ich habe seit mehreren Jahren (immer im Rythmus von zwei Jahren) ein großes Hornissennest direkt am Bienenstand ( 5 m) in einem alten Wildkirschenbaum.
    Es gab bisher keine nennenswerten Schäden bei den Bienen - Honig- oder Futterraub (Räuberei) schon garnicht. Natürlich werden immer wieder einzelne Bienen, vor allem in der zweiten Sommerhälfte, von den Hornissen gejagt und auch gefangen und ins Hornissennest getragen.
    Da mir die Tiere insgesamt wichtig sind habe ich bisher und werde das auch zukünftig so halten, keine Maßnahmen gegen die Hornissen unternommen.
    Ihr Nutzen ist sicher größer als der kleine Aderlass den meine Bienen ertragen müssen.
    Gruß an alle Imkerinnen und Imker

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo, Prince,
    ich habe mindestens zwei Hornissenvölker hier, und der Bienenverlust ist nicht der Rede wert. Eine Armada Schwalben an einem schönen Tag kurz vor Gewitter ist da viel schlimmer, aber auch denen gönne ich es.
    Vorgestern saß eine ziemlich verregnete Hornisse auf dem Anflugbrett eines Volkes und versuchte irgendwie reinzukommen: keine Chance.
    Sie wurde einfach völlig respektlos weggeschubst, wann immer sie versuchte, den Stock zu entern, es gab von einer oder mehreren Bienen Kopfstöße.
    Was noch schlimmer war: daß mehrere Bienen beim Landeanflug auf das enge Flugloch auf ihr Zwischenlandungen machten....
    Nach zehn Minuten hatte sie genug und flog Richtung Heim.


    Hornissen jagen Bienen ausschließlich im Flug, niemals zu Fuß, da hätten sie keine Chance. Und die Hornissen sind jetzt, da die Geschlechtstiere aufgezogen werden, viel mehr hinter tierischer Nahrung her als hinter Honig.
    Ich füttere sie im Vogelfutterhäuschen: tagsüber rohe Fleischreste, abends nach Dunkelwerden verdünnter Honig (der muß aber morgens weg sein, sonst Räuberei bei Bienis untereinander).
    Wer schon mal Wespen beim Sägen am Aufschnitt beim Terrassenfrühstück beobachtet hat: hier sind die Schwertransporter.:lol:
    Hornissen schaffen einen Kubikzentimeter Fleisch zu transportieren, unglaublich, wenn man nur Wespen und dünne Scheibchenstücke Kochschinken kennt...
    Und 100ml Honigwasser nachts scheint nicht nur sie, sondern auch einige Nachtfalter glücklich zu machen, jedenfalls ist morgens immer alles leer, und bisweilen liegen unten Falterflügel...:oops:
    Hummeln hab ich an der Nachttränke auch schon gesehen, wenn keine Biene mehr fliegt, aber da gehen Hornissen wohl eher nicht ran...
    Es ist jedenfalls sehr interessant, aber man sollte sich klar sein, wenn man sowas anfängt, muß man es auch täglich bis zum Frost durchziehen.
    Mir sind die Beobachtungen den geringen Aufwand wert..:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Wenn man von einem natürlichen Totenfall von meheren hundert Bienen am Tag mal ausgeht ,sind die paar, die als Hornissenmahlzeit enden , wirklich für den Bien kein Problem (Einzelschicksale interessieren nicht :wink:)
     
    Freue Dich an den Hornissen. Ich hätte gerne welche im Garten.
     
    Viele Grüße aus dem bedeckten aber warmen Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)