Wintersitz richten !

  • Hallo Imkersleut,
    habe mal eine Frage, vor allem an die Profis hier im Forum.
    Hat schon jemand gehört dass beim Richten des Wintersitzes die Randwaben
    weggelassen werden wegen Lüftung, Verschimmeln usw.:confused:
    Habe da etwas gelesen und möchte nun mal Meinungen darüber hören.
    Wenn ja, werden die Randwaben nur in der unteren Zarge weggelassen?
     
    Danke im Voraus
    Gruß
    Richard

    Wenn Dich eine Biene sticht, dann gehe fort und fluche nicht.
    Denk daran sie ist zuerst gewesen, hier auf der Erd als Lebewesen.

  • Hallo Bienenrichard
    Was Du gehört hast stimmt. Wenn in der untersten Zarge die Randwaben etwas Abstand zur Zargeninnenwand haben, verschimmeln sie weniger. Ich lege ein Schied aus Hartstyropor an Stelle dieser fehlenden Randwaben ein. So gibt es noch zusätzliche Isolation nach aussen und auch keine verschimmelten Waben mehr.
    Auch in der zweiten Brutzarge fülle ich beim Einengen die leeren Räume mit verschiedendicken Styroporschieden aus. Das verhindert Wildbau in den Leerräumen und isoliert zusätzlich.
    Gruss
    Jon

  • Hallo,
    (ich bin ein reger Leser eures Forums und lerne dabei immer mehr. Danke)


    Da kommt mir doch glatt die Frage, ob man denn überhaupt einen "Wintersitz" richten muss. Sollte man das nicht unseren "Profis" (Bienies) überlassen.


    Verursacht ein komplett offener Boden im Winter trotzdem noch Schimmel?


    Gruß Fabi

    WO KÄMEN WIR DENN HIN, WENN JEDER SAGEN WÜRDE, WO KÄMEN WIR HIN, UND NIEMAND GINGE, UM ZU SCHAUEN, WOHIN MAN KÄME, WENN MAN GINGE?!!


  • Da kommt mir doch glatt die Frage, ob man denn überhaupt einen "Wintersitz" richten muss. Sollte man das nicht unseren "Profis" (Bienies) überlassen.


    Ich habs bisher den Bienen überlassen und bin damit gut gefahren.

  • Hallo,
    ich fummel da auch nicht drin rum, denn wer bin ich, besser als die Bienen zu wissen, wie der optimale Wintersitz für dieses oder jenes Volk auszusehen hat?
    Ich behandle, und füttere langsam ein und alles andere ist ihre Sache.
    Angesichts der merkwürdigen Trachtverhältnisse in diesem Jahr kann ich nicht erst Ende September schlagartig einfüttern, dann wären sie bis dahin längst verhungert, also muß ich dieses Jahr schleichend einfüttern, jeden Tag ein bißchen.
    Und genau das macht in meinen Augen Imkerei aus: zu sehen, was los ist, und entsprechend reagieren, nicht nach Schema F.
    Nicht nach Datum, sondern nach äußeren Bedingungen entscheiden, ob sie jetzt Unterstützung brauchen oder nicht. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Lass bitte Styropor aus Deinen Völkern, das dampft aus, wird abgeschrotet, macht Entsorgungsprobleme und seitlich isolieren bringt nix, da Wärme und damit die Feuchtigkeit nach oben steigen, befindet sich dort eine Dampfsperre (Folie), so kondensiert die Feuchtigkeit dort und läuft an den Seiten runter und lässt Waben schimmeln.
     
    Schimmeln passiert nur bei falsch gebauten unpassenden Beuten und bei zu kleinen Völkern in bezug zum Beutenvolumen.
     
    Der
    Drohn

  • Hallo,
    ich hab' Holzmagazine mit 9 Waben und offenem Gitterboden und überwintere grundsätzlich in 2 Zargen. Ich hatte noch nie(!) Schimmel auf den Randwaben.
    Es kommt viel mehr darauf an, dass die Völker stark genug sind.
    Nur zu überwinternde Ableger werden ggf. entsprechend eingeengt.
    Gruß
    Günter

  • Hallo zusammen,


    habe früher Holzzarge gehabt und hatte immer verschimmelte Randwaben. Mit meine jetzigen Segeberger habe ich noch nie verschimmelte Randwarben gehabt. Der Gitterboden ist ganzjährig geöffnet.

  • Lieber Güner,
    Styrodur atmet doch auch nicht, und gibt keinen Schimmel.
    Ebenso sind alle Holz-Beuten, die ich kenne, von innen fein propolisiert, sprich, auch da ist nichts mit Atmen des Holzes.
    Und dann ist es egal, ob die Kiste von außen oder von innen gestrichen ist, das Wasser aus der Bienenatmung kommt jedenfalls nicht durch die Wände raus.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen