Der Mönch und die Riesenhornisse

  • Hallo !
     
    Das scheint ganz interessant zu sein:
     
    Der Mönch und die Riesenhornisse
    Montag, 16. Juli 2007, 20.15 Uhr im Ersten
     
    Yamaguchi ist buddhistischer Mönch, Orchideenzüchter und Imker. Er lebt auf der japanischen Insel Honshu. Bienen sind seine große Leidenschaft. Mit ihnen kennt er sich bestens aus. ......
     
    ... die ganze Vorschau unter:
    http://www.daserste.de/erlebni…d,gw0p7y90iq1nu8df~cm.asp
     
     
    Gruß
    Alexander der TV ... äääähhhh ... Bienenknecht
     
    PS: Ich weiß das ich oben zitiert habe, nicht aus einer TV Zeitschrift sondern von der Sendeanstalt selbst. Ich gehe davon aus das dennen dieser Hinweis hier nur recht ist. Sollte das Zitat missfallen hervorrufen einfach diese Mitteilung löschen.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin, moin,
    für einen Film, der den Anspruch hatte, eine Doku zu sein, war das ein grottiges Beispiel von Polemik.:evil::roll:
    Erstens blieben viele Fragen offen, warum z.B. die Geschlechtstiere der Riesenhornissen so spät im Jahr schlüpfen, und wovon sie sich ernähren, um über den Winter zu kommen, und zweitens: es gibt in der Natur keine Kriege, keinen Haß und keine persönlichen Fehden zwischen irgendwelchen Insekten.
    Die Kommentierung ist mir gewaltig auf die Nerven gegangen, "kriegerisch", "mit Haß stürzen sie sich", "der Krieg ist erklärt", usw.
    Was soll sowas?
    Da hat man nichts anderes gesehen als Räuber-Beute-Verhältnisse, einmal adaptiert, nämlich die japanischen Wildbienen mit ihrer Überhitzungskugel, und einmal importiert und völlig hilflos, nämlich die Europäischen Honigbienen.
    Und ich bezweifle sehr, daß es legitim ist, die Nester der Riesenhornissen auszuräuchern, auch die stehen auf der Roten Liste.
    Auf Deutsch: das war ein Sch***-Film, noch dazu mit vielen Special Digital Effects, die keinesfalls Originalaufnahmen waren.
    Ne sachliche Doku war es jedenfalls nicht, es hat nur gezeigt, daß lokal adaptierte Viecher besser mit ihrer Umgebung klarkommen.
    Das wußten wir alle aber schon vorher, oder?
    Und die Überhitzungskugel haben wir bei youtube schon viel schöner gesehen, nämlich mit Infrarotaufnahmen, wo man sehen konnte, wie das en detail passierte.
    Fazit: muß man nicht nochmal gucken, und wer es jetzt nicht gesehen hat, hat absolut nix verpaßt.
    Just my 2 cents.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • @ Werner: wenn die Bilder alle echt gewesen wären, hättest du ja recht, aber 90% der Aufnahmen waren digital schwerstens nachbearbeitet und noch mit Trickfilm-features ausgerüstet...:roll:
    Du hast also schöne künstliche Bilder genossen, nur hatte der Film den Anspruch, eine Doku zu sein.
    Solche Tricks sehe ich ein bei Filmen über die alten Ägypter oder Römer, da kann man halt keine Originalaufnahmen mehr machen, aber bei Viechern?
    War diese reißerische Nummer wirklich SO nötig?
    Wenn dieser Film schon mal verrissen wurde, dann völlig zu Recht.
    Unter Doku verstehe ich was anderes, nämlich wertungsfreie Sachinformation.
    Die Gedanken dazu kann sich dann jeder selbst machen.
    Das Tautz-Buch ist ein schönes Beispiel dafür, viele Beobachtungen, aber die Schlußfolgerung muß jeder für sich selbst auf seinem eigenen Level ziehen.
    So gehört sich das...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • @ sabiene
     
    warst du die letzte Zeit schon mal im Kino? Es gibt nur noch digital bearbeitete Filme. Die sind nun mal technisch und optisch perfekt. Auch dein Vergleich mit Römern und den anderen alten Herrschaften hinkt: Diese vergangene Kulturen kann ich nicht mehr filmen, weil es sie nicht mehr gibt -> also helfe ich digital nach. Die Aufnahmen, die wir heute sehen konnten, kann ich real nicht drehen -> also helfe ich digital nach, wo ist der Unterschied? Beide Filmarten benanspruchen für sich, dokumentarisch zu sein.
    Ich bin geschichtlich ein klein wenig bewandert, habe es einige Semester studiert und auch noch Examen gemacht, ich schaue mir auch gerne solche sogenannten geschichtlichen Dokumentarfilme an und erlaube mir für mich zu fragen, was für einen "Käse" sie da wohl wieder verzapft haben. Die Bilder sind aber schön, sie sind nicht ganz falsch und sie helfen der Allgemeinheit durch ihre reißerische Art sich für Geschichte zu interessieren. Das gleiche passiert wahrscheinlich bei diesem Film: Tatsachen sind in eine verkaufsfähige Form gebracht worden. Der Kenner relativiert es, für alle andere ist es interessant.
    Sabine glaube mir, das Leben ist einfacher, wenn man nicht alles hinterfrägt, sonder manches einfach genießt.
    Ich habe die schöne Bilder genossen.
     
    Gruß
    Werner

  • Und die Überhitzungskugel haben wir bei youtube schon viel schöner gesehen, nämlich mit Infrarotaufnahmen, wo man sehen konnte, wie das en detail passierte.


    oh ja, das würde mich mal sehr interessieren, hab aber auf youtube leider nix finden können, hast du da einen link parat?!

  • Gib "bees", Hornets" und evt noch "japan" ein, dann kriegst du mehrere.
    Auf die Schnelle hab ich jetzt nur eins gefunden, daber da muß es noch eine längere Version von geben, mit über 3 min NUR Infrarot in verschiedenen Stadien:
    HIER
    Allein der Titel ist schon wieder bäh: hornets from hell :roll:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabi(e)ne,


    manchmal, da mach ich mir echt paar Sorgen um Dich. Es gibt so viele Dinge die Dich aufregen. Und dabei bist Du schon Imker und jeder weiß, wie ruhig und abgeklärt einen die Imkerei macht. Hör also bloß nie auf damit. Wenn Dir das dämpfende Element fehlte - wer weiß was dann mit Dir geschieht ...


    Natürlich war der Film digital aufbereitet und ich fand's gut. Die Grundaussage war auch nicht: rottet die Riesenhornisse aus (bzw. rottet das Johanniskreuzkraut aus) sondern es wurde die Position des gelassenen Mönchs eingenommen, mit der Natur ihren Lauf lassen und beobachten und nichts zerstören. Was kann man daran ausetzen? Der Kampf der Insekten war halt unglaublich brutal und wie die Bienenvölker vernichtet wurden, das hat mich schon bewegt und dann kann ich auch die Reaktion der Imker verstehen, die dann die Hornissennester ausbrennen. Unsereiner rottet ja auch an den Milben rum, z.B. Ich fand den Beitrag wirklich spannend und auch emotional bewegend. Und falls mich der wissenschaftliche Hintergrund jetzt interessieren sollte, dann hätte ich genug Anhalt um mich weiter zu informieren. Daß es dazu solcher Anregungen bedarf läßt sich einfach beweisen: Such mal hier im Forum nach Beiträgen zur Riesenhornisse oder jap. Bienen!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • :lol:Vielleicht sollte ich davon was in mein Honigmarketing einbauen?
    "Den Riesenhornissen knapp entkommen..."?:cool:


    Henry : ich bin viiieeeeel ruhiger, als du denkst, ich zen-meditiere ja auch noch...:cool:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Krichsde da nich erst richdisch Schdress, mit den ganzen Entstreßungen?


    Früh Atemübung, danach Schattenboxen, dann etwas Imkerei (nur zur Beruhigung), dann vielleicht autogenes Training, dann Seifensiederei, dann vielleicht Ölmassage und kurz vor der Zen-Meditation noch eine Viertelstunde Joga eingeschoben. Zwischendurch auf dem Weg zu Ur-Schreitherapie noch etwas musikalische Tiefenentspannung und kurz vorm Schlafengehen etwas Einkehr nach den Regeln vom Dalei Lama. Und hurrtig nebenbei die Wohnung umgestaltet zur Jang-Betonung und etwas Algensubstrat reingeschlungen zur inneren Reinigung. Zwei Räucherstäbchen verfeuert und etwas Sake an die Tür gegossen ...


    Mädel nach so einem Tag wär ich fertisch und zwar wie sau. Ich bin lieber einfach nur Imker. Das's mir schon zennig genug. Wär ich noch beruhigter wär ich "aus".

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das unterschreib ich doch glatt, Henry. Sicher waren viele Formulierungen im Bild-Stil, aber von den Bildern her fand ichs sehr gut, auch der Mönch war echt mal dufte, wa?! Und die gesmate High Definition Optik... die gehört halt mittlerweile beim BBC dazu, die 2-3 animierten Szenen waren auch ok, besonders die zur Anatomie der Hornisse...


    Alles in allem recht interessant...



    Grüße aus Jena.