Warum so unterschiedlich ??

  • Hallo liebe Gemeinde
    Hab mir mal bei den Völkern, die im Garten stehn, die abgefallenen Varroenmilben auf den Schieber genauer angeschaut wobei auffällig zu sehen ist das bei manchen Völkern so in etwa die Hälfte der Milben nicht richtig und voll entwickelt waren.dadurch nicht lebensfähig b.z.w. Vermehrungsfähig.Dies war aber nur bei rund der Hälfte der Völker so.Hat jemand eventuell nee logische Erklärung wie so etwas auftreten kann?? Komisch ist mir der Umstand das dies nicht bei allen Schiebern so zuersehen ist.Vielleicht hat ja jemand ähnliche Beobachtungen entdecken können
    bei Antwort besten Dank im Voraus
    imkerliche Grüße

  • Hallo Herby,


    kann ähnliches bestätigen, bei meinen Magazinbeuten sind bei einem Volk auch verletzte Milben auf dem Schieber zu sehen, die Königin stammt von meinem besten Volk mit fast keinen Milben(schrieb davon in einem anderen Beitrag). bei dem anderen Volk lagen keine auf dem Schieber.Ich nehme an das manche Völker wehrhafter gegen Milben sind als andere, wenn die Bienen die Larven die sowieso nicht lebensfähig sind, zeitig aus den Zellen holen, sind manche Milben auch noch nicht voll entwickelt. Wehrhafte Völker weiter züchten,ich arbeite ohne Chemie.
    Gruß Drobi

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Unter Umständen kürzere Verdeckelungszeiten?
    Manche Buckilinien sind fast 24h schneller als andere....warum nicht auch Carnis?
    Die Grundgenetik ist doch bei allem A.m., alles andere ist reine lokale Adaption.
    Also haben sie, falls noch vorhanden und nicht weggemendelt, alle die gleichen Möglichkeiten, Strategien zu entwickeln....:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe auch ein Volk, das viele nicht voll entwickelte Milben (weiße und helle Milben) auf dem Brett hat - ich habe zwei Theorien :


    - Entweder ist das Brut / Varroa - Verhältnis schon so schlimm, daß viele Bienenlarven frühzeitig absterben, und deshalb (mitsamt den noch nicht voll entwickelten Milben) ausgeräumt werden.


    - Oder das Volk ist besonders "hygienisch" und räumt "provilaktisch" aus


    Das Volk bei dem es so ist, ist allerdings ein schwächling, der nie richtig in Fahrt kam - ich tippe deshalb auf Variante A.


    Sabine : Das mit den kürzeren Entwicklungszeiten habe ich schon im Drehbeuten-Thema geschrieben - meiner Meinung nach könnte das einen erheblichen Einfluß auf die Varroa-Toleranz haben.

  • @querty: nein, das Verhältnis Brut/Varroa kann jetzt noch so schlimm nicht sein, daß die Bienen frühzeitig absterben. Eher hast du Virusschäden.
    Die Varroen allein pro Zelle bringen noch keine Larven um, das kommt erst später, wenn die Re-Invasion losgeht.
    Ich habe mehrere Völker, die tagelang extrem Brut ausgeräumt haben, aber ich kriege nicht raus, warum so plötzlich.:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo an alle die geantwortet haben
    Erstemal danke danke
    Schön zu lesen das es nicht nur bei mir so zu ersehen ist.Ich denke das es auch sein kann das die Milben aufgrund von irgendeiner Krankheit so auf den Scheiber zu sehen sind,warum sonst der Unterschied zwischen den Völkern??Manche Milben sehen aus wie verhungert wobei der Panzer b.z.w. das Gehäuse unversehrt und normal erscheint nur untendrunder die Innereien sehen stark verkümmert,eingefallen aus, Beine und Fühler zum Teil unterentwickelt und deformiert...jeder auch ich als Laie empfindet das als verdammt merkwürdig,naja man müsste es bildlich hier darstellen können hab aber leider keine Microkammera.es könnte doch sein das es auch irgend eine Krankheit oder Viren oder Bakterien ist was den Milben zu schaffen macht.Die Beißschäden durch die Bienen mein ich nicht wenn die Beine oder Fühlerzum Teil weg sind das sieht man ja sondern es sieht verkrüppelt aus.Leider bin ich kein Scheiberling und bitte um Verständnis wenns nicht so gut zu lesen ist wie es sein soll.
    Drobi
    Die Theorie das es Völker gibt die sich auf irgend eine Art besser gegen die Varroen zurecht kommen b.z.w. wehren tun kann ich auch beobachten habe Völker die kaum Milben auf dem Schieber haben und auf den Bienen sieht man auch so gut wie nix
    naja werde weiter beobachten mal sehn wie die Geschichte weiter geht
    imkerliche Grüße

  • es könnte doch sein das es auch irgend eine Krankheit oder Viren oder Bakterien ist was den Milben zu schaffen macht.


    Das kann schon sein, denn jedes Lebewesen hat Feinde. Daher auch die Varroa. Aber soweit ich mich erinnere haben die Wissenschaftler noch nichts gefunden :-(

  • Hast Du evtl. die Völker schon mit flüssiger Oxalsäure benebelt? Daran kann die offene Brut absterben, und die Bienen tragen diese aus der Beute hinaus?
    Was meinst Du dazu?
    Gruss Jon Godly

  • :eek: Ähm, beim Einnebeln mit den mikrofeinen Tröpfchen stirbt keinerlei Brut ab.
    Wioher hast du diese Erkenntnis?
    Ich hab meine Völker tw. in kurzer Blickweite, da ist noch nie irgendwas in der Richtung nach dem Vernebeln gewesen.
    Und Herby spricht von verkrüppelten Milben, nicht Bienen....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo Jon Godly
    Habe noch mit nix behandelt bin damit äussert vorsichtig denn die ganze Behandlerei ist doch verdammt unnatürlich und ich hab mir natürliche Bienenhaltung ins Gedächniss rein gespeichert.Die Bienen schaffen das selber man muss ihnen nur die möglichkeit geben.Wenns sein muss gibts nur eine AMS-Behandlung b.z.w. bin im 4 Jahr mit nur einer Behandlung und hab nix zu beklagen wegen der Milben
    imkerliche Grüße

  • Moin Herby

    Die Bienen schaffen das selber man muss ihnen nur die möglichkeit geben.


    Schwammtücher und Ameisensäure in Beutennähe bereitlegen und die schütten sich das dann selber drauf? :confused:


    Völkerführung ohne geeignete Maßnahmen gegen Varroa ist kein gangbarer Weg. Es ist nicht sinnvoll es dennoch immer wieder zu behaupten. Sicher verzeihen manche Völker höhere Milbenzahlen und länge behandlungsfreie Zeiten, aber am Ende muß hier jedes Volk an der Milbe eingehen und das tut es auch. Manche Imker jedoch lügen sich selbst die Taschen voll und sprechen vom verlorenen Anschluß an's Futter, wenn die Völker im Winter eingehen oder von bösen Spritzschäden, gemeiner Räuberei ect. bei sommerlichem Exitus und Kahlfliegen. Die Varrose ist eine in jedem Fall unbehandelt tödlich verlaufende Bienenseuche. Eine Brutkrankheit mit hoher Ansteckung die immer auch auf die Nachbarschaft wirkt. Völker an der Milbe eingehen zu lassen ist immer auch ein Geschenk an die umliegenden Bienenvölker. Dabei gibt es Säure von der Seuchenkasse und Schwammtücher vom ALDI. Wo liegt also die Ersparnis beim Nichtbehandeln?


    Oder ist es gar ethischer monatelang ein Volk von verkrüppelten Bienen zu beobachten, weil man denen die schmerzhafte Behandlung ersparen will. :confused: Also besser nicht zum Zahnarzt, der einem weh tut - ein rausgeeiterter Zahn gibt auch irgendwann Ruhe.:confused:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Guten Tag Herby
    Ich danke Dir für Deine Mitteilung. Leider kann ich Dir als erfahrener Imker (20 Jahre Imker) nicht zustimmen.Du hattest bisher offensichtlich viel Glück. Ich kann die Meinung von Henry Seifert voll unterstützen und rate Dir dringend, in Deinem und im Interesse Deiner Nachbarimker, Deine Völker gemäss Empfehlungen der erfahrenen Bieneninstitute gegen die Varroanpmilbe zu behandeln.
    Mit freundlichen Imkergrüssen
    Jon Godly